Farben Raumwirkung

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Wie Sie mit Farben die Raumwirkung beeinflussen

Wohnzimmer mit violetter Wand © ostap25, stock.adobe.com
Farben beeinflussen die Raumwirkung: Hell & dunkel, oben & unten, Decke & Wand. Die passende Farbgestaltung verändert die optische Größe eines Zimmers © ostap25, stock.adobe.com

Zu groß, zu klein, zu schmal, mit Schrägen – baulich lassen sich die wenigsten Zimmer mit einfachen Mitteln optimieren. Gut, dass es Farben gibt. Denn mit der passenden Farbe können Sie Raumproportionen optisch verbessern, um so die Wohnatmosphäre nach Ihren Wünschen zu gestalten. In unserem kurzen Ratgeber soll es nicht um konkrete Farbtöne gehen, sondern vielmehr um Hell-Dunkel-Kontraste. Denn diese beeinflussen die optischen Tiefen- und Größenverhältnisse Ihrer Wohnung.

Kleine Zimmer groß herausbringen

Wenig Fläche, begrenztes Tageslicht, niedrige Decken – kleine Zimmer wirken schnell bedrückend. Reagieren Sie, ehe sich die Enge sogar auf Ihre Stimmung auswirkt. Denn auch in kleinen Wohnzimmern oder Schlafzimmern können Sie sich wohlfühlen. Mit der richtigen Farbe erscheinen kleine Räume heller, lockerer und weiter. Das Ziel ist es, Farben so einzusetzen, dass kleine Zimmer größer wirken, ohne dass Gemütlichkeit und Wohnlichkeit verloren geht.

Schlafzimmer in blau-weiß © Annatamila, stock.adobe.com
Kleine Zimmer profitieren von hellen Decken und dunkleren Farbtönen im unteren Wandbereich © Annatamila, stock.adobe.com
  • Verwenden Sie helle, creme- oder pastellfarbene Töne aus einem blauen, violetten oder grünen Farbspektrum.
  • Streichen Sie Decken in kleinen Räumen weiß – das öffnet das Zimmer nach oben hin.
  • Setzen Sie dunklere Farben im unteren Zimmerbereich ein und werden Sie nach oben hin heller. Zum Beispiel dunkle Dielen, Couch in Betongrau und Wand halbhoch in Pastellgelb absetzen.
  • Tageslicht berücksichtigen: Allzu helle Farben wie Gelb oder ein kühles Blau beginnen bei zu viel Leichteinfall zu gleißen oder wirken steril.

Große Zimmer verlangen Gemütlichkeit & Tiefe

In großen Zimmern fühlen Sie sich schnell verloren. Auch Gemütlichkeit will nicht so recht aufkommen. Anders als in kleinen Zimmern können Sie mit dunklen Farben einen verkleinernden Effekt erzielen, der sich positiv auf das Raumgefühl auswirkt. Das Ziel ist es, die Wände näher erscheinen zu lassen. Sie konstruieren damit optische Grenzen, die unser Auge sofort erfassen kann. Dadurch erscheinen die Abstände zur Wand kürzer – und der Raum kleiner.

Offenes großes Wohnzimmer © bearinmind, stock.adobe.com
Große Räume können Sie mit unterschiedlicher Farbgebung in einzelne Bereich unterteilen – das gibt Struktur und lässt sie gemütlicher wirken © bearinmind, stock.adobe.com
  • Dunkle Farben lassen große Zimmer kleiner erscheinen. Dennoch sollten Sie höchsten zwei, bestenfalls nur eine Wand abtönen. Die dominanten Farben würden das Zimmer sonst überladen und über längere Zeit anstrengend und bedrückend wirken. Setzen Sie gezielt Akzente!
  • Große, schmale Zimmer wie ein Flur in Altbauwohnungen profitieren von dunklen Farbtönen, wenn Sie die schmale Wand der Stirnseite dunkel streichen. Das „Ende“ des Zimmers wirkt näher und gibt Struktur. Passen Sie auf, keinen „Tunneleffekt“ zu kreieren, indem Sie die langen Seitenwände dunkel streichen.
  • Strukturieren Sie große Zimmer in einzelne Wohnbereiche: Setzen Sie diese Bereiche, z. B. Wohnzimmer, Essbereich und Leseecke, in unterschiedlichen Farbtönen ab. Bewegen Sie sich innerhalb eines Farbspektrums, andernfalls nimmt das Zimmer einen bunten, lauten und chaotischen Charakter an.
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Nehmen Sie schmalen Zimmer den „Tunneleffekt“

Schlauch, Tunnel endloser Gang – nennen Sie die schmalen Zimmer wie Sie möchten. Die gute Nachricht ist, dass Sie mit farblicher Raffinesse viel gegen diese ungemütlichen und unwohnlichen Räume ausrichten können. Jedoch muss speziell in diesen Zimmern jede Farbgestaltung sitzen, sonst kann sich der Effekt umkehren.

Schmale Küche © alexandre zveiger, stock.adobe.com
Zumindest optisch wirken schmale Räume mit hellen Seitenwänden und einer dunklen Stirnseite wohnlicher und weniger eng © alexandre zveiger, stock.adobe.com
  • Streichen Sie die Stirnseite des Schlauchzimmers in einem dunkleren Farbton als die langen Seitenwände. Sie holen das „Ende“ des Raums optisch näher heran, wodurch Zimmer wie Bäder oder Flur kürzer wirken. Sie mindern den „Tunneleffekt“.
  • Querstreifen sind in langen schmalen Räumen ein gutes Mittel, um die Wände horizontal zu weiten.
  • Verwenden Sie in schmalen Zimmern unbedingt helle und freundliche Farben, auch wenn Sie dunkle Akzente setzen möchten.

Farben ziehen hohe Decken herunter

Fast alle Menschen lieben hohe Decken: die Zimmer wirken dadurch luftig, offen und hell. Denn hohe Decken bedeuten häufig auch hohe Fenster, durch die viel Sonnenlicht einfällt. Damit die Räume wohnlich wirken und sich nicht unfreiwillig in eine Bahnhofshalle verwandeln, können Sie mit cleverem Farbeinsatz die Raumwirkung beeinflussen. Das Ziel ist es jetzt, die Decken herunter zu ziehen, optisch näher zu Ihnen heran zu holen und sie niedriger wirken zu lassen.

Modernes Wohnzimmer mit hoher Decke © moodboard, stock.adobe.com
Eine dunkel abgesetzte Decke reduziert den Hallen-Effekt in großen Wohnzimmern © moodboard, stock.adobe.com
  • Hohe Decken verlangen dunkle Farben. „Dunkel“ meint in diesem Zusammenhang: dunkler als die Wandfarbe. Tönen Sie also entweder die Wandfarbe mit Grau ab oder, sollten die Wände in einem reinen Weiß gehalten sein, verwenden Sie einen dezenten hellen Farbton für die Decke.
  • Einen verstärkenden Effekt erzielen Sie, wenn Sie die Deckenfarbe für einige Zentimeter in die Wand hineinziehen – z. B. als abgesetzten Streifen oder mit einer farblich gestalteten Stuckleiste. Je breiter der Streifen ist, desto niedriger erscheint die Decke.
  • Wer in Altbauwohnungen lebt, kennt die Herausforderung, die mitunter von Bädern oder Küchen gestellt werden. Mit ihren hohen Decken und dem schlauchartigen Schnitt erscheinen diese Räume wie endlose Tunnel. Auch hier sollten Sie auf die farbliche Gestaltung der Decke zurückgreifen. Zusätzlich ziehen Querstreifen an den Wänden die Räume in die Breite – ein Gefühl von ausdehnender Weite wird vermittelt.

Niedrige Decken mögen es oben hell und unten dunkel

Bei niedrigen Decken wirken Zimmer gedrungen und noch kleiner. Zwar kann dies unter bestimmten Umständen ein positives „Höhlen-Gefühl“ hervorrufen, beispielsweise in einem Schlafzimmer. Doch Sie sollten vielmehr versuchen, mit farblicher Gestaltung die Räume größer und höher wirken zu lassen. Dabei können Sie wie bei Zimmern mit hohen Decken vorgehen, den Effekt jedoch umkehren.

Wohnzimmer mit dunklem Bodenbelag © XtravaganT, stock.adobe.com
Helle Farbe für die Decke und dunkle Möbel sind eine gute Kombination, um Räume mit niedriger Decke höher wirken zu lassen © XtravaganT, stock.adobe.com
  • Räume mit niedrigen Decken wirken höher, wenn die Decke heller als die Wand gestrichen wird.
  • Weniger kreativ, doch die deutlich einfachste Methode ist es, die Decke einfach zu weißen. Ein strahlender Weißton reflektiert das Licht am stärksten und verleiht selbst kleinen Räumen eine helle und luftige Atmosphäre.
  • Um den Eindruck einer höheren Decke zu verstärken, können Sie auch die farblich etwas dunkler gestaltete Wand optisch nach oben ziehen. Streichen Sie dafür umlaufend einen Streifen der Decke in der Wandfarbe. Die kleinere Deckenfläche wirkt nun weiter entfernt, das Zimmer gewinnt optisch an Höhe. Beachten Sie jedoch, dass die Wandfarbe nicht zu dunkel ist. Auch hier sind helle Farbtöne, z. B. in Pastell, wichtig.

Auch Zimmer mit Schrägen vertragen kräftige Farben

Das Zimmer unterm Dach bietet zahlreiche Möglichkeiten, farblich auf die Raumwirkung Einfluss zu nehmen. Häufig ist es allerdings ein Gratwanderung: das Zimmer darf weder zu klein und gedrungen, noch tiefen- und strukturlos wirken. Je nach Dachzimmer können Sie die Schrägen, die Wände bis zur Decke, den Kniestock oder die Decke farblich gestalten. Generell zählen hierbei alle Farbgestaltungstipps, die auch bei kleinen Zimmern oder Zimmern mit hohen Decken gelten. Bei den Schrägen ist jedoch noch einiges mehr zu beachten.

Dachgeschoss © Dariusz Jarzabek, stock.adobe.com
Kräftige Farbtöne sind durchaus eine Option unter dem Dach: Streichen Sie die Giebelseite dunkel und halten Sie die Schrägen in einem hellen Farbton © Dariusz Jarzabek, stock.adobe.com
  • Schrägen sind das verbindende Element zwischen Kniestock / Wand und Decke. Um das Dachzimmer offener und höher wirken zu lassen, sollten Sie die Schrägen in hellen Farbtönen gestalten. Wenn es sich sogar eher um eine niedrige Dachkammer handelt, sollten die Schrägen in der gleichen Farbe wie die Decke gestrichen werden.
  • Gestalten Sie die Schrägen in dunkleren Farbnuancen, entsteht ein „Zelteffekt“. Besonders wenn Sie das Schlafzimmer unterm Dach planen oder der Raum über eine sehr hohe Decke verfügt, erzielen Sie mit dunkel abgesetzten Schrägen eine gemütliche und kuschelige Atmosphäre.
  • Wenn die Schrägen besonders steil sind, der Raum klein wirkt, aber Sie dennoch nicht auf kräftige Farben verzichten möchten, dann setzen Sie die Giebelwand im gewünschten Farbton in Szene. Vorteilhaft wären dabei freundliche und leuchtende Farben wie Gelb- oder Orangetöne.
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