Holz mit Folie bekleben

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Holz mit Folie bekleben – so bekommt ein Möbelstück eine ganz andere Optik

Neue Folie für Innentüren © Nik, stock.adobe.com
Durch Folien lässt sich das Aussehen von Möbeln komplett verändern © Nik, stock.adobe.com

Lässt sich eine Holzoberfläche nicht mehr durch einen neuen Anstrich instandsetzen, können Sie das Holz mit einer Folie bekleben. Das Bekleben bietet sich außerdem an, wenn ein Möbelstück ein völlig anderes Aussehen bekommen soll, denn Folien bekommen Sie in unzähligen Dekoren. Das Angebot reicht von einfarbigen Folien über gemusterte Exemplare bis hin zu den Folien, die bestimmte Werkstoffe wie Holz, Metall, Stein oder Leder imitieren. Selbst Folien mit hochglänzenden Oberflächen und Produkte speziell für den Außenbereich sind bei den Herstellern erhältlich. Viele Folien eignen sich übrigens auch zum Bekleben von anderen Materialien wie Metall oder Kunststoff und damit selbst für Möbel in einem Materialmix.

Möbelfolien – auch zum Setzen von Akzenten bestens geeignet

Statt lackieren gestalten mit selbstklebender Folie
Statt lackieren gestalten mit selbstklebender Folie

Mit Folien können Sie zum Beispiel die Fronten Ihrer Einbauküche bekleben. Dadurch wirkt sie auf den ersten Blick wie neu. Folien eignen sich aber auch sehr gut für Möbel in anderen Räumen wie dem Wohnzimmer oder dem Kinderzimmer, wo die Fronten beim Herumtollen der Kleinen nicht selten beschädigt werden. Mit Folien lassen sich außerdem Akzente setzen, denn Sie können beispielsweise bei einer Kommode nur die Schubkastenblenden bekleben. Besonders gut lassen sich Möbel aus beschichteten Spanplatten und anderen Holzwerkstoffen bekleben, denn sie besitzen eine glatte Oberfläche. Grundsätzlich können Sie jedoch auch Massivholz mit einer Folie bekleben. Sollte es nicht ausreichend glatt sein, schleifen Sie es vorab und füllen die Löcher mit Spachtelmasse. Sie lässt sich nach dem Aushärten komplett glatt schleifen.

Darauf sollten Sie beim Kauf von Folien achten

Bei den Möbelfolien unterscheidet man zwischen Papierfolien und PVC-Folien. Letztere sind elastischer, deshalb eignen sich diese Folien auch sehr gut für Möbel mit Rundungen. Aufgrund ihrer Elastizität lassen sich PVC-Folien außerdem gut um Ecken kleben. Dadurch können Sie die Oberfläche und die Kanten einer Platte mit einer durchgehenden Folie bekleben.

Einbaukueche in Holzoptik © Andrea Veneziano, stock.adobe.com
Bei der Verwendung in der Küche sollte die Folie hitzebeständig sein © Andrea Veneziano, stock.adobe.com

Auch die Hitzebeständigkeit ist bei Folien unterschiedlich. Sie spielt vor allem eine Rolle, wenn Sie Ihre Küche verschönern möchten, denn in der Nähe von Geräten entsteht oft eine Temperatur, die weniger hitzebeständigen Folien schaden oder zum Ablösen der Folien führen kann. Möchten Sie Möbel in Räumen wie der Küche oder dem Bad bekleben, sollte die Folie außerdem abwaschbar und wasserabweisend sein. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Dicke, denn je dicker eine Folie ist, desto weniger empfindlich ist sie gegenüber mechanischen Belastungen.

Bevor Sie eine Folie kaufen, sollten Sie außerdem wissen, dass es Folien für die Trockenverklebung und die Nassverklebung gibt. Einige können Sie sowohl trocken als auch nass verkleben. Bei einer Nassverklebung feuchten Sie den zu beklebenden Untergrund an. Hierfür verwenden Sie in der Regel eine Spülmittellösung. Die Nassverklebung hat den Vorteil, dass sich die Folie nach der Aufbringung noch verschieben lässt. Sie können daher Korrekturen vornehmen und auch das Ausstreichen von Luftblasen ist einfacher. Für das Bekleben von Holz und anderen saugenden Untergründen ist eine Nassverklebung jedoch nicht zu empfehlen.

Zum Bekleben von Möbeln mit Folien benötigen Sie:

  • die Folie
  • einen Zollstock oder ein Maßband
  • eine Schere
  • ein Cuttermesser
  • ein Rakel, einen Roller oder ein anderes Werkzeug, mit dem Sie die Folie glatt streichen
  • Werkzeuge zum Entfernen von Griffen und Beschlägen

Möchten Sie die Folie nass verkleben, brauchen Sie außerdem:

  • ein Gefäß mit Wasser, in das Sie etwas Spülmittel geben
  • eine Sprühflasche
  • einen Lappen
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Eckhochschrank in der Küche © flywish, stock.adobe.com
Küche mit blau folierten Türen © flywish, stock.adobe.com

So bekleben Sie ein Möbelstück mit Folien

  1. Griffe und Beschläge erschweren das Bekleben mit einer Folie. Nehmen Sie diese deshalb vorher ab. Auch das Zerlegen in einzelne Teile erleichtert die Arbeit, sofern dies möglich ist.
  2. Staub und andere Fremdstoffe können sich in der Folie später abzeichnen. Problematisch sind außerdem Fettreste, denn sie verhindern, dass die Folie gut haftet. Reinigen Sie das Möbelstück deshalb zunächst gründlich. Kommt hierbei Wasser zum Einsatz, ist es wichtig, dass die Oberflächen vor dem Bekleben wieder vollständig trocken sind, sofern Sie sich für eine Trockenverklebung entschieden haben.
  3. Beim Zuschnitt der Folien für die einzelnen Möbelteile sollten Sie großzügig sein, denn es wird Ihnen kaum gelingen, die Folie exakt auf die Oberfläche zu bringen. Ein kleiner Überstand ist dagegen kein Problem, denn er lässt sich leicht mit einem scharfen Cuttermesser beseitigen.
    Folie zur Beklebung zurechtschneiden © ellinnur, stock.adobe.com
    Folie zur Beklebung mit einem scharfen Cuttermesser zurechtschneiden © ellinnur, stock.adobe.com
    Tipp: Auch das Umschlagen bis auf die Innenseite beispielsweise eines Schranks ist möglich, wenn Sie die Folie groß genug schneiden. Dadurch verhindern Sie, dass Schnittkanten später sichtbar sind. Bei geöffneter Tür sieht ein Umschlag allerdings nicht so schön aus.
  4. Bei der Trockenverklebung beginnen Sie am besten in der Mitte. Wenn Sie dort die Folie mit einem Rakel festdrücken, können Sie die Folie im Anschluss zu den Seiten feststreichen. Auf diese Weise entstehen keine Luftblasen und Falten.
    Hinweis: Eine trocken verklebte Folie lässt sich zwar wieder abziehen, klebt danach aber nicht mehr so gut. Fehlt Ihnen noch die Übung, beginnen Sie deshalb am besten an einer Stelle, an der kleine Fehler weniger auffallen. Für Anfänger empfiehlt es sich außerdem, mit den kleineren Elementen zu beginnen und alle großen Teile wie die Seiten eines Schranks erst zum Schluss zu bekleben.

    Möchten Sie die Folien nass verkleben, sprühen Sie die Spülmittellösung großzügig auf das erste Möbelteil und legen die zugeschnittene Folie auf die Lösung. Danach streichen Sie die Folie ebenfalls von der Mitte zu den Seiten glatt. Die austretende Spülmittellösung entfernen Sie mit einem sauberen Lappen.

  5. Schranktür wird mit neuer Folie versehen © ellinnur, stock.adobe.com
    Bei einer Tür legen Sie die Folie am besten um die Kanten © ellinnur, stock.adobe.com
  6. Die an den Seiten überstehende Folie schneiden Sie mit dem Cuttermesser ab. Legen Sie hierbei die Klinge direkt an die Kante, damit der Schnitt gerade wird. Alternativ bekleben Sie mit der Folie auch gleich die Kanten.
Tipp: Wenn Sie eine PVC-Folie mit einem Haartrockner leicht erwärmen, lässt sie sich leichter um eine Ecke legen.

Anders als bei einem Anstrich dürfen Sie ein beklebtes Möbelstück sofort wieder in Gebrauch nehmen. Direkt nach Fertigstellung können Sie den Schrank daher wieder einräumen oder Ihre Küche wie gewohnt benutzen. Wird die Folie einer Belastung ausgesetzt, die zum Ablösen führen könnte, sollten Sie dem Kleber jedoch ein wenig Zeit geben, um vollständig zu trocknen.

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