Die wichtigsten Holzarten und ihre Verwendung

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Die wichtigsten Holzarten und ihre Verwendung: Welches Holz eignet sich für welches Vorhaben?

Um für ein Vorhaben das richtige Holz zu finden, ist es wichtig, die spezifischen Eigenschaften der einzelnen Holzarten zu kennen. Im Folgenden deshalb ein Überblick über die Holzarten, die hierzulande am häufigsten verwendet werden, und ihre typischen Einsatzgebiete. Wir beginnen mit den Laubhölzern und widmen uns im Anschluss den Nadelhölzern.

Ahorn

Ahornholz © Guiyuan, stock.adobe.com
Schön hell: Ahornholz © Guiyuan, stock.adobe.com

hornholz ist, vor allem wenn es vom Bergahorn stammt, sehr hell. Es hat eine weiße bis gelbliche Farbe und eignet sich daher bestens für helle Möbel, Fußböden und andere Projekte. Scheint die Sonne auf das Holz, dunkelt es allerdings schnell ein wenig nach. Ahornholz zeichnet sich außerdem durch eine dezente und feine Maserung aus. Es kommt aufgrund seiner geringen Witterungsbeständigkeit vor allem im Innenbereich zum Einsatz und lässt sich gut bearbeiten. Ahornholz können Sie außerdem für Schnitz- und Drechselarbeiten verwenden. Ebenso gut eignet es sich für die Herstellung von Kinderspielzeugen.

Eine ganz spezielle Variante innerhalb der Holzart Ahorn ist der Vogelaugenahorn, der meist als Furnier angeboten wird. Er ist äußerst dekorativ und kommt beispielsweise bei der Innenraumgestaltung von luxuriösen Fahrzeugen zum Einsatz. Seinen Namen bekam es wegen der vielen Punkte, die an Vogelaugen erinnern. Sie entstehen durch eine Wachstumsstörung beim Zuckerahorn. Dieses Holz lässt sich daher nicht gezielt anbauen und steht nur in begrenzten Mengen zur Verfügung.

Birke

Birkenholz © lphotovideo, stock.adobe.com
Nach einer Weile leicht rötlich: Birkenholz © lphotovideo, stock.adobe.com

Ebenfalls relativ hell ist das Holz der Birke. Es lässt sich gut bearbeiten und selbst drechseln oder schnitzen sowie dämpfen, um es im Anschluss zu biegen. Birkenholz verfügt jedoch nur über eine geringe Witterungsbeständigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzen und Schädlingen. Es wird deshalb fast ausschließlich im Innenbereich genutzt. Aus diesem Holz entstehen unter anderem Möbel und Fußböden. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Herstellung von Sperrholzplatten, die auch bei Heimwerkern sehr beliebt sind.

Birkenholz dunkelt relativ stark nach und nimmt häufig einen etwas rötlichen Farbton an. Diese Holzart wird auch gern genutzt, wenn eine teurere Holzart imitiert werden soll. Mit der entsprechenden Beize sieht Birkenholz wie Mahagoni, Nussbaum oder Kirsche aus.

Buche

Buchenholz © Axel Buechert, stock.adobe.com
Mit einer dezenten Maserung: Buchenholz © Axel Buechert, stock.adobe.com

Das Buchenholz besitzt eine eher unauffällige Maserung und lässt dadurch selbst große Flächen ruhig wirken. Es zeichnet sich außerdem durch eine hohe Druckfestigkeit aus. Dieses Holz eignet sich daher bestens für einen Fußboden und andere Projekte, bei denen das Holz Druck und anderen Belastungen ausgesetzt ist. Auch Spielzeuge für Kinder können Sie aus Buche fertigen. Diesem Holz macht es wenig aus, wenn das Spielzeug geworfen oder auf den Boden geschlagen wird.

Aufgrund der hohen Härte kann das Sägen und Schleifen von Hand beim Buchenholz ein wenig anstrengend sein. Mit Maschinen lässt sich das Holz jedoch bestens bearbeiten. Es kann mithilfe von Wasserdampf auch gebogen werden.

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Eiche

Eichenholz © Bits and Splits, stock.adobe.com
Oft ein wenig rustikal: Eichenholz © Bits and Splits, stock.adobe.com

Das Holz von Eichen wird hierzulande schon seit Generationen für Möbel, als Bauholz und für viele andere Zwecke genutzt. Es ist hart und fest und eignet sich selbst für konstruktive Zwecke, bei denen das Holz eine tragende Funktion erfüllt. Auf Pfählen aus Eichenholz wurden in früheren Zeiten komplette Gebäude errichtet. So stehen zum Beispiel die meisten Häuser in Venedig auf Eichenholzpfählen. Wegen seiner guten Witterungsbeständigkeit werden aus Eichenholz bis heute Fenster und Türen hergestellt. Dieses Holz spielt darüber hinaus im Treppenbau und bei den Parkettfußböden eine wichtige Rolle. Weinkenner und Liebhaber von Spirituosen wie Whisky schätzen außerdem einen guten Tropfen, der in einem Fass aus Eichenholz reifen durfte. Solche Fässer werden oft verkauft, wenn sie nach einer gewissen Zeit ausgedient haben. Mit einer Bepflanzung ist ein Eichenholzfass ein schöner Schmuck für den Garten.

Esche

Eschenholz © Kenjo, stock.adobe.com
Hell und schön gemasert: Eschenholz © Kenjo, stock.adobe.com

Eschenholz hatten Sie sicherlich schon einmal in der Hand, denn aus dieser Holzart bestehen die meisten Stiele von Hämmern, Äxten und anderen Werkzeugen. Grund hierfür ist die Kombination aus Festigkeit und Elastizität. Auch die Holme von Sportgeräten, die ein wenig nachgeben sollten, aber auf keinen Fall brechen dürfen, bestehen deshalb oft aus Esche. Über eine gute Witterungsbeständigkeit verfügt Eschenholz allerdings nicht. Diese Holzart kommt deshalb fast ausschließlich im Innenbereich zum Einsatz. Aus ihm lassen sich unter anderem Möbel, Verkleidungen für Wände und Decken, Fußbodenbeläge und Treppen herstellen. Eschenholz eignet sich außerdem für Drechselarbeiten.

Eschenholz lässt sich wie jede andere Holzart bearbeiten. Es wird jedoch gern zusätzlich gebürstet. Durch diese Behandlung tritt die natürliche Struktur des Holzes noch deutlicher hervor, denn eine harte Bürste entfernt die weicheren Bestandteile und lässt nur das härtere Spätholz stehen. Nach dem Bürsten wirkt eine Holzoberfläche daher plastischer.

Fichte

Fichtenholz © martinfredy, stock.adobe.com
Kaum zu unterscheiden: Fichten- und Tannenholz © martinfredy, stock.adobe.com

Fichtenholz ist aufgrund der vielen Wälder, in denen Fichten wachsen, und des schnellen Wachstums der Bäume in großen Mengen verfügbar. Dementsprechend günstig ist es, deshalb lassen sich mit Fichtenholz selbst größere Vorhaben wie der Bau eines Gartenhauses oder Geräteschuppens mit einem vergleichsweise kleinen Budget realisieren. Fichtenholz eignet sich neben der Verwendung als Bauholz für Möbel, Verkleidungen, Treppen, Fußböden und viele weitere Zwecke. Im Außenbereich benötigt es allerdings einen guten Schutz vor Insekten, Pilzen und allen Witterungseinflüssen. Auch eine bläuliche Verfärbung, die durch Pilze verursacht wird, kann bei dieser Holzart auftreten. Sie lässt sich durch die Behandlung mit einem Bläueschutz verhindern.

Tanne

Das Holz der Tanne ist dem der Fichte extrem ähnlich und auch die Verwendungsmöglichkeiten sind gleich. Der Fachhandel fasst diese beiden Holzarten deshalb oft unter der Bezeichnung Fichte/ Tanne zusammen. Einen wichtigen Unterschied gibt es jedoch, denn Tannenholz hat keine Harzkanäle, aus denen später Harz austreten könnte. Spielt dieser Punkt bei Ihrem Vorhaben eine Rolle, ist das Tannenholz daher die bessere Wahl.

Kiefer

Kiefernholz © 3d-kot, stock.adobe.com
Recht ausdrucksstark: Kiefernholz © 3d-kot, stock.adobe.com

Auch das Kiefernholz ist relativ günstig. Es besitzt eine ausgeprägtere Maserung als Fichten- und Tannenholz und oft Asteinschlüsse. Dadurch wirkt es lebendiger und in Abhängigkeit von seiner Verarbeitung eventuell ein wenig rustikal. Aus Kiefernholz lassen sich Möbel, Fenster, Türen und Verkleidungen herstellen. Mit einem guten Schutz eignet sich das Holz auch für den Außenbereich. Typische Beispiele für den Einsatz im Freien sind die Pfähle, die Gartenhäuser und die großen Spielgeräte für den Garten. Sie werden von den Herstellern oft kesseldruckimprägniert. Dieses Verfahren macht das Holz sehr witterungsbeständig und dauerhaft, denn die schützenden Substanzen werden unter Druck in das Holz gepresst. Eine Imprägnierung schützt das Holz daher nicht nur von der Außenseite.

Lärche

Lärchenholz ist witterungsbeständig © stock.adobe.com
Schön für den Garten: Lärchenholz © stock.adobe.com

Das Holz der Lärche hat eine rötliche Farbe. Es verfügt über eine gute Witterungsbeständigkeit und kommt deshalb sowohl im Innen- als auch im Außenbereich zum Einsatz. Lärchenholz eignet sich selbst für einen Holzfußboden auf der Terrasse, der naturgemäß früher oder später nass wird. Aus diesem Holz werden außerdem Fenster, Türen und Verkleidungen für die Außenseiten von Gebäuden hergestellt. Ebenso vielfältig sind die Verwendungsmöglichkeiten in den Wohnräumen. Dort finden sich unter anderem Möbel, Treppen, Fußböden und Verkleidungen aus Lärchenholz.

Möchten Sie Lärchenholz im Freien verwenden, müssen Sie das Holz nicht unbedingt schützen. Ohne die Behandlung mit einem Öl oder einer Lasur vergraut es jedoch im Laufe der Jahre. Solch eine Vergrauung hat durchaus ihren Charme, gefällt aber nicht jedem. Am besten überlegen Sie daher schon beim Bau, wie das Holz in Zukunft aussehen soll.

Douglasie

Douglasieholz © Camps, stock.adobe.com
Für den Außenbereich gut geeignet: Douglasienholz © Camps, stock.adobe.com

Das Holz der Douglasie ist ähnlich witterungsbeständig wie Lärchenholz. Es hat ebenfalls eine rötliche Farbe und eine dekorative Maserung. Dieses Nadelholz wird deshalb häufig für Bauten im Garten verwendet, bei denen die Optik eine große Rolle spielt. Aus Douglasienholz können Sie zum Beispiel eine schöne Terrasse bauen oder Ihren Balkon mit einer Verkleidung versehen. Wie beim Lärchenholz ist ein schützender Anstrich nicht zwangsläufig erforderlich. Als Bauholz und für die Verwendung in Wohnräumen ist Douglasienholz ebenfalls geeignet. Beim Bau von beispielsweise Möbeln ist allerdings zu beachten, dass Harz austreten kann.

Douglasienholz neigt ein wenig zum Reißen, deshalb sollten Sie Löcher für Schrauben stets vorbohren. Kommen Nägel oder Schrauben zum Einsatz, sind außerdem Verbindungsmittel aus Edelstahl zu empfehlen, denn Nägel und Schrauben aus Eisen können Verfärbungen verursachen. Sie entstehen durch eine Reaktion der im Holz enthaltenen Gerbstoffe mit dem Eisen.

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