Decke mit Holz verkleiden

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Die Decke mit Holz verkleiden – mit Paneelen ganz einfach

Badezimmer mit Holzdecke © Marina Lohrbach, fotolia.com
Badezimmer mit Holzdecke © Marina Lohrbach, fotolia.com

Eine sehr hohe Decke lässt einen Raum schnell ein wenig ungemütlich wirken. Zudem verursacht sie höhere Heizkosten, denn Wärme steigt bekanntlich nach oben. Diese beiden Nachteile lassen sich durch das Abhängen der Decke mithilfe von Paneelen beseitigen. Auch eine Zimmerdecke in normaler Höhe können Sie jedoch mit Holz verkleiden. Auf diese Weise sorgen Sie für ein schönes Ambiente und ersparen sich gleichzeitig das regelmäßige Streichen. Die Anbringung einer Deckenverkleidung ist außerdem eine gute Gelegenheit, kleine Einbaustrahler in die Decke zu setzen und dadurch den Raum perfekt auszuleuchten.

Deckenpaneele in Holznachbildungen – mit praktischen Nuten und Federn

Paneele bestehen in der Regel aus einer Trägerplatte, einer Dekorschicht und einem Gegenzug. Als Trägermaterial verwenden die meisten Hersteller mitteldichte Faserplatten, kurz MDF. Diese Platten sind formstabil, deshalb eignen sich viele Paneele auch für Feuchträume wie das Badezimmer. Beachten Sie beim Kauf von Paneelen jedoch die Angaben des Herstellers, falls Sie die Decke in Ihrem Bad verkleiden möchten. Typisch für Paneele sind außerdem die Nuten und Federn an den Kanten. Sie greifen ineinander und erleichtern dadurch die Fertigstellung von großen Flächen. Zudem überbrücken Federn die kleinen Abstände zwischen den einzelnen Paneelen und lassen dadurch eine geschlossene Oberfläche entstehen.

Holzdecke wird erstellt © schankz , stock.adobe.com
Holzdecke wird erstellt: Auch das Profilholz eignet sich zum Verkleiden von Decken © schankz , stock.adobe.com

Deckenpaneele sind in zahlreichen Holznachbildungen und Farben verfügbar. Ihre Oberflächen können glänzend oder matt, glatt oder strukturiert sein. Paneele bieten daher viel Gestaltungsspielraum. Sie können aber auch Profilholz mit Nuten und Federn verwenden. Es ist allerdings oft unbehandelt und benötigt in den meisten Räumen einen schützenden Anstrich, den Sie hin und wieder erneuern sollten. Deckenpaneele sind daher die pflegeleichtere Variante.

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Der erste Schritt beim Verkleiden von Decken: die Unterkonstruktion

Für eine Verkleidung aus Holzpaneelen benötigen Sie eine Unterkonstruktion, auf der Sie die Paneele befestigen. Diese Unterkonstruktion fertigen Sie aus Dachlatten, die Sie mithilfe von Dübeln und Schrauben an der Decke fixieren. Der Abstand zwischen zwei Latten sollte nicht mehr als 40 Zentimeter, der Abstand der ersten und letzten Latte zur Wand nur wenige Zentimeter betragen.

Besteht die Decke aus Beton, lassen sich die Latten am besten mit Durchsteckdübeln an der Decke befestigen. Verwenden Sie diese Dübel, bohren Sie Löcher im Durchmesser der Dübel in die Latten und stecken die Dübel durch die Latten in die Decke. Danach können Sie die Latten verschrauben.

Tipp: Mit einer Schlagbohrmaschine ist das Bohren von Löchern in eine Betondecke sehr anstrengend und langwierig. Es lohnt sich daher, einen Bohrhammer auszuleihen, falls Sie keinen besitzen.
Innenausbau © HeinzWaldukat, stock.adobe.com
Bei der Konterlattung verlaufen die Dachlatten längs und quer © HeinzWaldukat, stock.adobe.com

Bei einer zusätzlichen Konterlattung schrauben Sie auf die zuvor angebrachten Latten in Querrichtung eine weitere Lage Latten. Dadurch erhöht sich der Abstand zwischen Verkleidung und Decke, den Sie möglicherweise für die Montage und die Verkabelung von Einbauleuchten benötigen. In diesem Fall sorgt der größere Zwischenraum gleichzeitig dafür, dass sich keine Wärme staut. Desto größer der Abstand ist, desto besser kann außerdem die Luft oberhalb der Verkleidung zirkulieren. Eine Konterlattung ist deshalb für alle Räume zu empfehlen, in denen häufig eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Ein typisches Beispiel hierfür ist das Badezimmer. Bei einer Unterkonstruktion mit Konterlattung sollte die erste Lattung stets die gleiche Laufrichtung wie die Paneele haben.

Tipp: Beim Verkleiden einer Decke können Sie eine zusätzliche Dämmung aus beispielsweise Styroporplatten anbringen. Sie kann auch den Trittschall aus dem darüberliegenden Raum reduzieren.
Bei Deckendämmung Mindesthöhe beachten
Bei Deckendämmung Mindesthöhe beachten
Lattenkonstruktion bei einer Deckendämmung
Lattenkonstruktion bei einer Deckendämmung

Überprüfen Sie während der Arbeit immer wieder mit der Wasserwaage und gegebenenfalls mit einer Richtlatte, ob die Unterkonstruktion absolut waagerecht ist. Kleine Unebenheiten in der Decke lassen sich durch Holzleisten, Keile oder Ähnliches ausgleichen.

So befestigen Sie die Deckenpaneele

Paneele sollten Sie möglichst nicht direkt auf die Lattung schrauben oder nageln. Verwenden Sie stattdessen Krallen, die sich auf die Unterkonstruktion schrauben, nageln oder tackern lassen. Sie sind auch in Ausführungen als Anfangs- und Endkrallen für die erste beziehungsweise letzte Paneelreihe erhältlich.

Der Zuschnitt der Paneele lässt sich leicht von Hand mit einer Feinsäge durchführen. Sie können aber natürlich auch eine Maschine wie eine Stichsäge verwenden. Von Hand sägen Sie die Paneele von der Vorderseite, mit einer Maschine von der Rückseite, damit der Schnitt sauber wird. Sind die Paneele für den Raum nicht lang genug, sollte das angesetzte Stück eine Länge von mindestens 40 oder 50 Zentimetern haben.

Damit sich die Paneele bei höherer Luftfeuchtigkeit ausdehnen können, ist es wichtig, zu den Wänden einen Abstand von etwa fünf Millimetern zu lassen. Die hierbei entstehenden Zwischenräume decken Sie nach Fertigstellung der Arbeit mit Leisten ab.

Tipp: Legen Sie die Paneele am besten schon zwei Tage vor der Montage in den Raum, in dem sie angebracht werden sollen. Dadurch können sie sich an die klimatischen Bedingungen anpassen.

Bei der ersten Reihe Paneele schneiden Sie die Federn ab und entgraten die Schnittkante mit etwas Schleifpapier. Haben Sie diese Paneele an der Unterkonstruktion fixiert, lassen sich die Federn der folgenden Reihe einfach in die Nuten schieben. Auch diese fixieren Sie mithilfe der Klammern und arbeiten so Reihe für Reihe weiter. Denken Sie beim Anbringen der Paneele jedoch daran, die Stellen zu markieren, an denen Sie zum Beispiel einen Durchlass für das Kabel der Deckenleuchte benötigen. Sämtliche Bohrungen nehmen Sie am besten erst nach Fertigstellung der Decke vor.

Zum Schluss bringen Sie die Leisten an

Holzdecke: Leisten befestigen © Leonardo Franko, stock.adobe.com
Mit Clips lassen sich die Abdeckleisten unsichtbar befestigen © Leonardo Franko, stock.adobe.com

Für die meisten Paneele bekommen Sie passende Abdeckleisten. Deren Befestigung erfolgt idealerweise mit Clips, die nach der Montage der Leisten nicht mehr sichtbar sind. Alternativ nageln Sie die Leisten auf die Paneele. Verwenden Sie hierfür Nägel mit möglichst kleinen Köpfen oder Sockelleistenstifte. In den Raumecken schneiden Sie die Leisten am besten auf Gehrung, also in einem 45°-Winkel. Auf diese Weise entstehen saubere Übergänge und Ihre neue Decke wird perfekt.

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