Das spezifische Gewicht von Holz

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Das spezifische Gewicht von Holz – was ist das und wie berechnet man es?

Ein Baum wird gefällt und zersägt © Photo Feats, stock.adobe.com
Ein frisch gefällter Baum enthält viel Wasser © Photo Feats, stock.adobe.com

Wie ein Mensch oder ein Tier benötigt auch ein Baum Wasser. Steht er noch in einem Wald, befindet sich in seinen Zellwänden und Hohlräumen daher eine große Menge Wasser. Dieses Wasser beginnt zu verdunsten, wenn der Baum gefällt und beispielsweise in Bohlen oder Bretter zerteilt wird. Dadurch wird das Holz leichter. Das geringste Gewicht hat es, wenn es überhaupt kein Wasser mehr enthält. Dieser Wert wird als Darrdichte oder Rohdichte und das Holz als darrtrocken bezeichnet. Weil Holz sich seiner Umgebung anpasst, Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt und wieder abgibt, gibt es die Darrdichte jedoch nur in der Theorie. So könnte man zum Beispiel das Holz in einem Ofen trocknen und dort liegen lassen. Sobald es wieder aus dem Ofen genommen wird, nimmt es jedoch wieder Wasser auf.

Die Holzfeuchte – ein veränderlicher Wert

Holzstapel im Sägewerk © vulkanismus, stock.adobe.com
Aus gestapelten Holzbrettern entweicht das Wasser langsam © vulkanismus, stock.adobe.com

Das spezifische Gewicht von Holz ist davon abhängig, wann der Baum gefällt wurde. Das in ihm enthaltene Wasser verdunstet nur langsam, wenn das Holz an der frischen Luft oder in einem Raum gelagert wird. In diesem Fall verringert sich das Gewicht über einen längeren Zeitraum. In einem Trockenofen lässt sich der Prozess jedoch beschleunigen. Er ermöglicht es, das Holz bis auf den gewünschten Wassergehalt zu trocknen. Beim Trocknen an der frischen Luft oder in einer Werkstatt ist der Trockenprozess dagegen von der Luftfeuchtigkeit am Lagerort abhängig.

Bei frisch geschlagenem Holz beträgt der Wassergehalt 25 bis 40 Prozent. Lagern Sie dieses Holz auf einem Stapel im Freien, dauert es etwa zwei Jahre, bis der Wassergehalt auf 15 bis 20 Prozent gesunken ist.

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Bei der Berechnung des Gewichts die Holzart berücksichtigen

Verschiedene Holzarten © Stefa Knies, fotolia.com
Verschiedene Holzarten © Stefa Knies, fotolia.com

Um das Gewicht von Holz zu berechnen, müssen Sie die Holzfeuchte kennen. Ebenso wichtig ist aber auch die Holzart, denn die verschiedenen Holzarten haben von Natur aus ein unterschiedliches Gewicht. So ist beispielsweise Buchenholz schwerer als Fichtenholz. Das für eine bestimmte Holzart typische Gewicht können Sie einer Tabelle im Internet oder in einem Fachbuch entnehmen. Beachten Sie hierbei jedoch, dass es sich stets um Schätzwerte handelt. Das Wachstum eines Baums und damit auch sein späteres Gewicht sind davon abhängig, wo er gestanden hat und wie gut die Lebensbedingungen für ihn waren. Der dritte Wert, den Sie zur Berechnung des spezifischen Gewichts von Holz benötigen, ist das Raummaß Festmeter.

Festmeter und Raummeter – was ist der Unterschied?

Kaminofen © maho, fotolia.com
Kaminholz wird meist in Raummetern verkauft © maho, fotolia.com

Vor allem als Besitzer eines Kamins sind Sie beim Kauf von Brennholz sicherlich schon einmal auf die Begriffe Raummeter und Festmeter gestoßen. Beide bezeichnen einen Stapel Holz, der eine Länge, Breite und Tiefe von jeweils einem Meter hat. Beim Stapeln von Holz entstehen jedoch stets Zwischenräume. Sie werden bei einem Raummeter mitgerechnet, während es sich bei einem Festmeter tatsächlich um Holz mit einer Größe von einem Kubikmeter handelt. Einen Festmeter gibt es wie die Darrdichte allerdings nur in der Theorie. Größere Mengen Holz wie das Brennholz für den Kamin werden deshalb in der Regel in Raummeter angeboten. Der Festmeter wird jedoch für mathematische Berechnungen genutzt. Er ermöglicht es Ihnen, das tatsächliche Gewicht einer Ladung Holz relativ genau zu bestimmen, denn ein Festmeter entspricht 1,4 Raummeter und ein Raummeter 0,7 Festmeter.

Dies bedeutet:

  • Möchten Sie Festmeter in Raummeter umrechnen, multiplizieren Sie den Wert mit dem Faktor 1,4.
  • Beispiel: 3 Festmeter x 1,4 = 4,2 Raummeter
  • Möchten Sie Raummeter in Festmeter umrechnen, multiplizieren Sie den Wert mit dem Faktor 0,7.
  • Beispiel: 3 Raummeter x 0,7 = 2,1 Festmeter

Das Gewicht von Holz berechnen – so geht’s

Kennen Sie die Holzart, die Holzfeuchte und die Raummeter, können Sie das spezifische Gewicht von Holz berechnen. Es spielt vor allem beim Transport eine Rolle, denn durch eine vorherige Berechnung besteht keine Gefahr, dass Sie Ihren Anhänger überladen. Finden Sie in keiner Tabelle eine Angabe für das Gewicht der von Ihnen gewählten Holzart mit einer bestimmten Holzfeuchte, legen Sie die Darrdichte zugrunde. Zu diesem Wert rechnen Sie das Gewicht des Wassers hinzu. Ein Kubikmeter Wasser wiegt genau 1000 Kilogramm, deshalb ist diese Berechnung recht leicht. Kaufen Sie beispielsweise einen Festmeter Brennholz mit einer Holzfeuchte von 15 Prozent, hat das enthaltene Wasser ein Gewicht von 150 Kilogramm (15 Prozent von 1000 Kilogramm).

Zum Schluss noch einmal ein Beispiel:

  • Sie kaufen zwei Raummeter Birkenholz mit einer Holzfeuchte von 20 Prozent.
  • 2 Raummeter x 0,7 = 1,4 Festmeter
  • Birkenholz hat eine Darrdichte von etwa 630 Kilogramm pro Festmeter.
  • 1,4 Festmeter x 630 Kilogramm = 882 Kilogramm
  • Die Holzfeuchte liegt bei 20 Prozent. Da ein Kubikmeter Wasser 1000 Kilogramm wiegt, rechnen Sie
  • 1,4 Festmeter x 1000 Kilogramm = 1400 Kilogramm. Dies würde einer Holzfeuchte von 100 Prozent entsprechen. 20 Prozent von 1400 Kilogramm sind 280 Kilogramm.
  • Das Holz mit einem Gewicht von 882 Kilogramm und die enthaltenen 280 Kilogramm Wasser ergeben daher ein Gesamtgewicht von 1162 Kilogramm.
Brennholz Lager © Tektur, fotolia.com
Brennholz Lager: Wichtig ist, dass das Holz nicht nass wird und gut trocknen kann © Tektur, fotolia.com
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