Furnierte Möbel streichen

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Furnierte Möbel streichen – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Furnierte Möbelstücke streichen Sie im Prinzip genauso wie Möbel aus Massivholz. Sie müssen bei den Vorarbeiten allerdings etwas vorsichtiger sein, denn die meisten Furniere haben eine Dicke von weniger als einem Millimeter. Dementsprechend groß ist die Gefahr, dass Sie das Furnier beschädigen.

Beim Streichen von Möbeln dürfen Sie ruhig kreativ sein © RomainQuéré, stock.adobe.com
Beim Streichen von Möbeln dürfen Sie ruhig kreativ sein © RomainQuéré, stock.adobe.com

Für den Anstrich von furnierten Möbeln eignen sich viele Mittel wie zum Beispiel:

Sie haben daher unendlich viele Möglichkeiten, ein Möbelstück ganz nach Geschmack zu gestalten. Bedenken Sie jedoch, dass farbige Lacke die Holzmaserung überdecken. Bei Ölen, Wachsen und Lasuren bleibt sie dagegen sichtbar.

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So bereiten Sie das Furnier für den Anstrich vor

Zerlegt lässt sich ein Möbelstück leichter streichen © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
Zerlegt lässt sich ein Möbelstück leichter streichen © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
  1. Möbelgriffe und andere Beschläge stören bei der Arbeit und lassen sich oft nur schwerlich von Farbspritzern befreien. Entfernen Sie deshalb zunächst sämtliche Beschläge. Sollte dies nicht möglich sein, kleben Sie sie mit Malerkrepp sorgfältig ab. Vor allem an den Stellen, an denen die Beschläge auf das Holz treffen, muss der Malerkrepp gut haften, damit keine Farbe unter ihn dringt. Größere Flächen, die nicht gestrichen werden sollen, können Sie mit Folie, Papier oder einem Tuch abdecken. Diese Abdeckungen fixieren Sie ebenfalls mit Malerkrepp, damit sie nicht verrutschen.
  2. Furniere sind meist nicht einmal einen Millimeter dick © sergey0506, stock.adobe.com
    Furniere sind meist nicht einmal einen Millimeter dick © sergey0506, stock.adobe.com
  3. Sollte das Furnier an einzelnen Stellen beschädigt sein und Löcher oder Risse aufweisen, hilft Holzkitt. Ihn tragen Sie mit einem Spachtel auf. Sobald der Holzkitt getrocknet ist, schleifen Sie die reparierten Stellen mit feinem Schleifpapier glatt.
  4. Hat sich das Furnier vom Untergrund gelöst, heben Sie es vorsichtig an und geben etwas Holzleim unter das Furnier. Danach fixieren Sie es mit zwei Zulagen und einer Schraubzwinge. Handelt es sich um eine kleine Ablösung, reicht aber auch oft etwas Klebeband. Holzleim braucht in der Regel nur etwa 20 Minuten zum Aushärten. Sie können daher schon bald mit der Arbeit fortfahren.
  5. Beim Schleifen verschwinden viele Flecken © amedeoemaja, stock.adobe.com
    Beim Schleifen verschwinden viele Flecken © amedeoemaja, stock.adobe.com
  6. Möchten Sie das Möbelstück vor dem Anstrich abschleifen, sollten Sie vor allem beim Gebrauch einer Maschine äußerst vorsichtig sein. Wie bereits erwähnt, sind Furniere dünn, sodass Sie es mit grobem Schleifpapier und mit zu viel Druck schnell durchschleifen. Solche Beschädigungen lassen sich kaum kaschieren und bleiben daher dauerhaft sichtbar. Fehlt Ihnen die nötige Übung, schleifen Sie furnierte Möbel deshalb am besten von Hand. Sind die Oberflächen sehr rau, dürfen Sie jedoch ruhig mit grobem Schleifpapier beginnen. Schleifen Sie jedoch nur in Richtung der Holzmaserung, denn sonst entstehen Kratzer. Alte Farbschichten lassen sich mit einem Abbeizer entfernen.
  7. Handelt es sich um ein altes Möbelstück, hat das Furnier unter Umständen Flecken. Sind diese nach dem Abschleifen noch sichtbar, tupfen Sie etwas Reinigungsbenzin, Terpentin oder Reinigungsalkohol auf die betroffenen Stellen und lassen es eine Weile einwirken. Danach nehmen Sie ein feuchtes Tuch, um die Rückstände des Reinigers vom Furnier wieder zu entfernen. Bei beiden Arbeiten sollten Sie ein Schrubben und Scheuern unbedingt vermeiden.

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Der Anstrich: mit Farbe, Lack oder einem anderen Mittel

  1. Bevor Sie den Anstrich vornehmen, muss das Furnier vollständig trocknen. Entfernen Sie außerdem sämtlichen Schleifstaub und andere Rückstände von den Oberflächen. Achten Sie darüber hinaus auf eine möglichst staubfreie Umgebung und eine gute Belüftung.
  2. Eine Grundierung bereitet das Furnier auf den folgenden Anstrich vor und sorgt für eine bessere Haftung. Gleichzeitig bietet sie ihm einen zusätzlichen Schutz. Sie können das Möbelstück aber auch direkt mit dem gewünschten Mittel streichen. Möchten Sie eine Grundierung verwenden, sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass sie dem Furnier farblich möglichst ähnlich ist.
  3. Ein Klarlack schützt und verleiht dem Möbelstück Glanz © nikhg, stock.adobe.com
    Ein Klarlack schützt und verleiht dem Möbelstück Glanz © nikhg, stock.adobe.com
  4. Eine eventuelle Grundierung und den anschließenden Anstrich tragen Sie mit einem Pinsel oder einem Roller auf. In der Regel benötigen Sie beide Werkzeuge, denn fast jedes Möbelstück besitzt größere Flächen, die sich mit einem Roller gleichmäßiger streichen lassen als mit einem Pinsel, und Bereiche, die Sie nur mit einem Pinsel erreichen.
  5. Unabhängig vom Werkzeug streichen Sie Furnier immer in Richtung der Holzmaserung. Beginnen Sie außerdem mit den Kanten, damit der anschließende Anstrich der größeren Flächen sauber wird.
  6. Jede Schicht muss vor dem Auftrag der folgenden Schicht trocknen und durch einen Zwischenschliff mit einem feinen Schleifschwamm wieder geglättet werden. Für einen kompletten Anstrich benötigen Sie inklusive der Trocknungszeiten daher meist einige Tage. Danach können Sie die Beschläge wieder anbringen und das Möbelstück in Gebrauch nehmen.
Holzfunier mit flüssigem Wachs reparieren © Kelly Marken, stock.adobe.com
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