Holzpaneele neu gestalten

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Holzpaneele neu gestalten – frische Farben für Decken und Wände

Eine Decken- oder Wandverkleidung aus Paneelen sieht mit einem frischen Anstrich und vielleicht sogar in einer anderen Farbe ganz anders aus. Beim Streichen von Paneelen spielt es allerdings eine entscheidende Rolle, mit welchem Mittel die Paneele zuvor behandelt wurden. So wird zum Beispiel ein Lack auf geöltem Holz nicht haften. Darüber hinaus gibt es viele Paneele, die Holz nur imitieren. Sie bestehen aus Trägerplatten, auf die Folien in Holzoptik aufgeklebt sind. Bevor Sie Pläne schmieden, sollten Sie daher klären, ob es sich bei Ihren Paneelen tatsächlich um Holz handelt und mit welchem Mittel sie gestrichen wurden.

Die Farbe von Wand- und Deckenflächen hat einen großen Einfluss auf die Gesamtoptik eines Zimmers © markus dehlzeit, stock.adobe.com
Die Farbe von Wand- und Deckenflächen hat einen großen Einfluss auf die Gesamtoptik eines Zimmers © markus dehlzeit, stock.adobe.com

Handelt es sich um Holz, haben Sie wie bei allen anderen Holzprodukten die Wahl zwischen unzähligen Mitteln. Hier deshalb einige Vorschläge, wie Sie Ihre Wand- oder Deckenpaneele streichen könnten.

  • Ein Öl lässt Holz sehr natürlich aussehen. Es zieht in das Holz ein und schützt es dadurch von innen vor Feuchtigkeit. Dennoch kann das Holz weiterhin Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben. Geöltes Holz sorgt daher für ein angenehmes und gesundes Raumklima. Holzöl hat darüber hinaus den Vorteil, dass Sie es mit einem Tuch auftragen können. Selbst weniger begnadete Anstreicher erzielen mit Öl deshalb gute Ergebnisse.
  • Ein Wachs dient dem Holz ebenfalls hauptsächlich als Schutz vor Feuchtigkeit. Es kann durchsichtig oder eingefärbt sein. Möchten Sie Wand- oder Deckenpaneele wachsen, sollten Sie aufgrund der zumeist großen Fläche unbedingt darauf achten, dass sich das Wachs streichen und rollen lässt.
  • Wie beim Ölen bleiben bei einem Anstrich mit einer Lasur die typische Holzoptik und die positiven Eigenschaften von Holz bewahrt. Aufhellen lassen sich die Paneele mit einer Lasur allerdings nicht. Wenn dies Ihr Ziel ist, empfehlen wir Ihnen unseren Ratgeber „Holz aufhellen – mit Renoviergrund, einem Bleichmittel oder einem Entgrauer“.
  • Durch helle Farben wirkt ein ausgebauter Dachboden geräumiger © dietwalther, stock.adobe.com
    Durch helle Farben wirkt ein ausgebauter Dachboden geräumiger © dietwalther, stock.adobe.com
  • Sollen Ihre Paneele eine ganz andere Farbe bekommen, können Sie einen deckenden Lack Ihn kombinieren Sie am besten mit einer Grundierung. Für die Wohnräume sind Lacke auf Wasserbasis zu empfehlen, denn sie dünsten keine gesundheitsschädigenden Lösemittel aus.
  • Bei einer weißen Lasur und einem weißen Wachs bleibt die Maserung sichtbar © Anna Efetova, stock.adobe.com
    Bei einer weißen Lasur und einem weißen Wachs bleibt die Maserung sichtbar © Anna Efetova, stock.adobe.com
  • Wünschen Sie sich einen farbigen Anstrich, der die Holzmaserung nicht überdeckt, können Sie eine farbige Lasur Solche Lasuren sind zum Beispiel in Weiß, Grau, Blau und Grün erhältlich.
  • Ein Klarlack verändert das Aussehen der Paneele kaum. Ein Anstrich mit einem Klarlack dient daher vor allem dem Schutz des Holzes. Eine vollkommen geschlossene und glatte Oberfläche lässt sich aber auch besonders leicht sauber halten.
  • Durch eine Kreidefarbe bekommt Holz ein mattes und leicht staubiges Aussehen. Diese Optik passt gut zum Landhausstil und zum Shabby-chic-Stil. Kreidefarbe ist neben neutralen Tönen wie Weiß vor allem in Pastelltönen erhältlich.
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Tipps für die Renovierung von Paneelen

Ein Abbeizer löst alte Farbe © theshoother, stock.adobe.com
Ein Abbeizer löst alte Farbe © theshoother, stock.adobe.com

Eine alte Lackschicht sollten Sie vor dem Anstrich entfernen. Für diesen Zweck bekommen Sie in den Baumärkten Abbeizer, die Sie auf das Holz auftragen und gemäß der Gebrauchsanweisung für eine gewisse Zeit einwirken lassen. Danach entfernen Sie den alten Lack mit einem Spachtel und schleifen die Oberflächen.

Schleifen Sie Holz immer nur in Richtung der Maserung, denn sonst entstehen Kratzer. Sie bleiben bei nicht deckenden Anstrichmitteln wie den Lasuren sichtbar.

Holz dehnt sich bei Feuchtigkeit aus und zieht sich bei trockener Raumluft wieder zusammen. Wenn Sie bei feuchter Witterung streichen, kann es daher passieren, dass vor allem im Bereich der Federn nach einigen Tagen der alte Anstrich beziehungsweise das Holz wieder sichtbar wird. Wählen Sie zum Streichen deshalb am besten einen Zeitraum mit geringer Luftfeuchtigkeit, damit Sie die Stellen nicht nacharbeiten müssen.

Eine Grundierung vor dem endgültigen Anstrich ist zu empfehlen, wenn die Paneele eine andere und vor allem eine hellere Farbe bekommen sollen. Sie erhöht die Deckkraft und sorgt dadurch für ein besseres Ergebnis. Darüber hinaus verhindert sie, dass Holzinhaltsstoffe durchschlagen. Eine Grundierung lässt sich wie jede andere Farbe mit dem Pinsel oder einer Malerrolle streichen. Sie sollte nach dem Trocknen leicht angeschliffen werden, damit die Farbe gut auf ihr haftet. Wichtig ist außerdem, dass sie zum Folgeanstrich passt. Dies ist gewährleistet, wenn Sie Mittel eines Herstellers verwenden.

Auch die Federn zwischen den Paneelen benötigen einen Anstrich © moquai86, stock.adobe.com
Auch die Federn zwischen den Paneelen benötigen einen Anstrich © moquai86, stock.adobe.com

Zum Streichen der Federn kaufen Sie am besten einen Pinsel, der perfekt zwischen zwei Paneele passt. So müssen Sie nicht mehrmals ansetzen und sind entsprechend schneller mit der Arbeit fertig. Die Paneele streichen Sie dagegen mit der Malerrolle, denn mit ihr lässt sich die Farbe gleichmäßiger verteilen als mit dem Pinsel.

Ein Rollgerüst erleichtert das Streichen einer Decke, denn auf solch einem Gerüst haben Sie eine gewisse Bewegungsfreiheit. Sie können aber natürlich auch eine Leiter verwenden.

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Anleitung für den Anstrich von Paneelen

Mut zur Farbe – Wände und Decken müssen nicht immer weiß sein © Unclesam, stock.adobe.com
Mut zur Farbe – Wände und Decken müssen nicht immer weiß sein © Unclesam, stock.adobe.com
  1. Vor allem beim Streichen von Deckenpaneelen lässt es sich kaum verhindern, dass hin und wieder etwas Farbe vom Pinsel tropft. Legen Sie deshalb auf dem gesamten Fußboden eine Folie oder Malervlies aus und decken Sie alle Möbel ab, die Sie nicht aus dem Zimmer räumen möchten. Bei einem Anstrich von Wandpaneelen reicht eine Abdeckung entlang der Wand aus. Die angrenzenden Flächen, also die Decke beziehungsweise die Wände, kleben Sie mit Malerkrepp ab.
  2. Sind die Paneele beschädigt, füllen Sie Löcher und Risse mit Spachtelmasse. Sie lässt sich nach dem Aushärten glatt schleifen, sodass Sie nicht allzu sorgfältig arbeiten müssen. Auch Holzkitt eignet sich gut für Reparaturarbeiten. Er ist in vielen Holzfarben erhältlich und daher die bessere Lösung, wenn Sie die Paneele nicht mit einer deckenden Farbe streichen.
  3. Mit dem Exzenterschleifer und feinem Schleifpapier rauen Sie die Oberflächen der Paneele leicht an, damit die Farbe gut haftet. Durch das Schleifen entfernen Sie gleichzeitig Verschmutzungen, sodass sich eine Reinigung der Paneele erübrigt. Den Schleifstaub müssen Sie sorgfältig entfernen.
  4. Mit dem Anstrich beginnen Sie in den Ecken. Darauf folgen die Federn zwischen den Paneelen und zum Schluss die Paneele. Bearbeiten Sie jedoch höchstens drei Paneele gleichzeitig, denn wenn Sie bereits getrocknete Farbe überstreichen, entstehen sichtbare Farbansätze. Sie lassen sich durch die sogenannte Nass-in-Nass-Technik verhindern. Eine zweite Person, die das Vorstreichen der Ecken und Fugen oder das Streichen der Paneele übernimmt, ist vor allem bei größeren Wand- und Deckenflächen hilfreich.
  5. Ist ein zweiter Anstrich erforderlich, schleifen Sie die Paneele nach dem Trocknen leicht an, entfernen den Schleifstaub und streichen sie ein weiteres Mal in der gleichen Weise.
Geknickter Plattpinsel © RAM, stock.adobe.com
Pinsel und Farbroller: Holz streichen oder lackieren

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