Morsches Holz ausbessern

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Morsches Holz ausbessern – so beheben Sie kleinere und größere Probleme

Ist Holz morsch geworden, muss es nicht zwangsläufig entsorgt und ersetzt werden. Eine Reparatur ist in gewissen Fällen durchaus möglich und leicht durchzuführen. Hierfür stehen Ihnen verschiedene Mittel zur Verfügung.

Morsches Holz wird eines Tages brechen © mirkomedia, stock.adobe.com
Morsches Holz wird eines Tages brechen © mirkomedia, stock.adobe.com

Was macht Holz morsch?

Im Wald bauen Pilze Totholz ab © Markus, stock.adobe.com
Im Wald bauen Pilze Totholz ab © Markus, stock.adobe.com

Holz wird vor allem im Außenbereich nach einer gewissen Zeit morsch. Grund für die Veränderung sind Pilze, die sich von Holz ernähren und es dadurch immer mehr durchdringen und abbauen. Diese Pilze, zu denen unter anderem die Stockschwämmchen, der Zaunblättling und der in früheren Zeiten für das Anzünden eines Feuers wichtige Zunderschwamm gehören, erfüllen im Wald eine wichtige Aufgabe. Ohne sie würde abgestorbenes Holz nicht beseitigt und die Bäume könnten sich kaum noch weiterentwickeln und vermehren. An den Baumstämmen, die im Wald auf dem Boden liegen, bilden sich oft auch gut sichtbare Fruchtkörper, über die sich die Pilze vermehren. Im Heimwerkerbereich und bei der professionellen Verarbeitung von Holz sind die Pilze aber natürlich äußerst unerwünscht. Dementsprechend werden sie durch die Behandlung mit entsprechenden Mitteln schon beim Bau von Dachstühlen, Gartenhäusern, Schuppen, Zäunen und anderen Holzprodukten bekämpft. Denken Sie bei der Planung Ihres nächsten Gartenprojekts deshalb an einen Schutz vor Pilzen, damit das Holz nicht morsch wird.

In diesen Fällen ist eine Reparatur nicht zu empfehlen!

Morsches Holz stellt eine große Gefahr dar, wenn es sich um ein tragendes Bauteil handelt. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Dachstuhl, der das gesamte Dach einstürzen lassen kann, wenn er in einem schlechten Zustand ist. Solch ein Problem sollte stets von einem Fachmann begutachtet und behoben werden, denn als Hauseigentümer haften Sie für die Schäden und Verletzungen, die sich andere Personen bei einem Einsturz zuziehen. Bei tragenden Bauteilen ist von einer Reparatur durch einen Laien daher in den meisten Fällen abzuraten.

Bei morschem Holz im Außenbereich ist das Ausbessern Zeitverschwendung, denn Pilze bilden ein Geflecht, das Myzel genannt wird und sich stark ausbreitet. Ein eventuell sichtbarer Fruchtkörper ist daher nur ein winziger Teil des gesamten Organismus. Zudem bleibt Holz im Freien weiterhin sämtlichen Niederschlägen ausgesetzt und wird dadurch ständig wieder nass. Dies fördert die erneute Ausbreitung der Pilze.

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So reparieren Sie morsches Holz

Bei einem alten Fenster fällt eine Reparatur weniger auf als ein Austausch © alonaphoto, stock.adobe.com
Bei einem alten Fenster fällt eine Reparatur weniger auf als ein Austausch © alonaphoto, stock.adobe.com

Möchten Sie morsche Stellen im Holz ausbessern, sollten Sie es zunächst säubern und von allen Fremdstoffen und vor allem von Fett befreien. Wichtig ist außerdem, dass es so trocken wie möglich ist, denn auf feuchtem Holz haften die folgenden Mittel schlecht.

  • Am einfachsten machen Sie sich das Ausbessern schadhafter Stellen mit einem Reparaturspachtel. Er ist in der Regel gebrauchsfertig, sodass Sie ihn direkt aus der Tube mit einem Spachtel auf das Holz auftragen können. Wenn Sie den Spachtel im Anschluss anfeuchten, lässt sich die Spachtelmasse fast perfekt glätten. Den Rest erledigen Sie mit feinem Schleifpapier. Ein anschließender Anstrich beispielsweise mit einem Lack ist meist ebenfalls möglich. Lesen Sie jedoch die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Herstellers.
  • Ebenso einfach in der Anwendung ist der Holzkitt, der auch Holzspachtel oder Holzspachtelmasse genannt wird. Ihn bekommen Sie in zahlreichen Farben und Holztönen. Mit etwas Glück fällt eine Reparatur farblich daher nur wenig auf. Auch Holzkitt lässt sich nach dem Aushärten schleifen und überstreichen.
  • Aus Sägemehl und Holzleim machen Sie Ihren Holzkitt selbst © luuuusa, stock.adobe.com
    Aus Sägemehl und Holzleim machen Sie Ihren Holzkitt selbst © luuuusa, stock.adobe.com
  • Möchten Sie Holzkitt selbst herstellen, benötigen Sie Sägemehl oder Schleifstaub. Das Sägemehl beziehungsweise der Schleifstaub stammt im Idealfall von der gleichen Holzart wie das Holz, das Sie ausbessern möchten, und sollte möglichst fein sein. Schütten Sie ihn daher bei Bedarf durch ein Sieb, um die größeren Partikel zu entfernen. Danach geben Sie Holzleim in eine Schüssel, fügen Sägemehl beziehungsweise Schleifstaub hinzu und rühren die Mischung um. Diesen Vorgang wiederholen Sie so lange, bis der selbst hergestellte Holzkitt eine zähe Konsistenz hat und sich formen lässt. Denken Sie jedoch daran, dass Holzleim schnell abbindet. Rühren Sie deshalb nur Mengen an, die Sie zügig weiterverarbeiten können.
  • Epoxidharz kommt auch bei Designermöbeln zum Einsatz © malkovkosta, stock.adobe.com
    Epoxidharz kommt auch bei Designermöbeln zum Einsatz © malkovkosta, stock.adobe.com
    Tipp: Einige Möbelschreiner verwenden farbigen Epoxidharz zur Gestaltung von beispielsweise Tischplatten. Durch solch einen Harz verleihen Sie reparaturbedürftigem Holz gleichzeitig eine außergewöhnliche Optik.
  • Epoxidharz wird von Holz regelrecht aufgesaugt. Dieses Mittel dringt daher tief in das Holz ein und hat dadurch eine stabilisierende Wirkung. Auch für den Außenbereich ist es wegen seiner Witterungsbeständigkeit gut geeignet. Für eine Reparatur mit Epoxidharz benötigen Sie den Harz und einen Härter, die Sie kurz vor der Verwendung miteinander vermischen. Achten Sie hierbei auf das vom Hersteller angegebene Mischungsverhältnis. Danach können Sie den Epoxidharz mit dem Pinsel auf das Holz streichen. Epoxidharz kommt in vielen Bereichen zum Einsatz. Speziell für die Reparatur von Holz gibt es Produkte wie die Epoxi- Holzersatzmasse.
Gartenstuhl aus Holz wird gepflegt © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
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