Möbel streichen

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Möbel streichen – Tipps für die Auswahl des richtigen Mittels

Alte Kommode frisch lackiert © Stefan, stock.adobe.com
Alte Kommode frisch lackiert © Stefan, stock.adobe.com

Durch einen Anstrich sehen selbst alte Möbel, bei denen mittlerweile schon der Lack abblättert, wieder wie neu aus. Das Streichen eines Möbelstücks bietet sich außerdem an, wenn es nicht mehr zur neuen Einrichtung passt oder durch eine andere Farbe frischen Wind in einen Raum bringen soll. Für diese Zwecke eignen sich vor allem Lacke, Lasuren und Öle. Kreative Heimwerker verwenden außerdem die Mittel speziell für den Shabby Chic Stil. Sie lassen Möbel älter aussehen, als sie sind, und verleihen ihnen dadurch eine ganz besondere Optik.

Möbel streichen: Auswahl des richtigen Mittels
Möbel streichen: Auswahl des richtigen Mittels

Möbelstücke durch eine Lackierung neu gestalten

Stuhl neu lackiert © Friedberg, stock.adobe.com
Stuhl neu lackiert © Friedberg, stock.adobe.com

Beim Lackieren von Möbeln kommen vor allem Acryl- und Kunstharzlacke zum Einsatz. Acryllacke werden auf Wasserbasis hergestellt, während Kunstharzlacke Lösungsmittel enthalten. Diese Lösungsmittel riechen oft unangenehm und sind zudem schädlich für die Gesundheit und die Umwelt. Acryllacke sind vor allem im Innenbereich deshalb die bessere Wahl. Sie sind in unzähligen Farben verfügbar und bieten daher viele Möglichkeiten, Möbelstücke individuell zu gestalten. Zudem lassen sie sich gut verarbeiten und auch die Reinigung der Pinsel und Rollen ist einfach. Sie kann aufgrund der Tatsache, dass es sich um ein Produkt auf Wasserbasis handelt, mit Wasser erfolgen. Acryllacke sind in matten und glänzenden Ausführungen für den Innen- und Außenbereich erhältlich. Selbst die Gartenmöbel oder eine Gartenbank können Sie daher mit einem Acryllack streichen. Ist ein Möbelstück hohen Beanspruchungen ausgesetzt, finden Sie im Handel auch Acryllacke, die mit Polyurethan verstärkt sind. Diese Beimischung macht eine lackierte Oberfläche härter und damit stoß- und schlagfester.

Weiss lackierter Stuhl © Friedberg, stock.adobe.com
Weiß lackiert sieht ein alter Stuhl gleich ganz anders aus © Friedberg, stock.adobe.com

Lacke haben den Vorteil, dass sie eine geschlossene und glatte Oberfläche bilden. Sie bietet Holz und anderen Materialien einen guten Schutz vor äußeren Einflüssen wie zum Beispiel Feuchtigkeit. Eine geschlossene Lackschicht lässt sich darüber hinaus leicht sauber halten, denn sie besitzt keine Zwischenräume, in denen sich Schmutz sammeln könnte. Bei Möbeln aus Holz überdecken farbige Lacke allerdings die Holzmaserung. Soll sie weiterhin sichtbar sein, kommt daher nur ein Klarlack, eine Lasur oder ein Öl in Frage.

Möbel streichen: Wichtige Schritte
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Möbel mit einer Lasur streichen

Holzmöbel lasieren © mariesacha, stock.adobe.com
Holzmöbel lasieren: Lasuren verstärken die Holzmaserung © mariesacha, stock.adobe.com

Lasuren lassen die typische Maserung einer Holzart noch deutlicher hervortreten. Sie sind daher ideal für furnierte Möbelstücke und Möbel aus Massivholz, bei denen die Holzoptik bewahrt werden soll. Diese Mittel bekommen Sie in zahlreichen Brauntönen, die bestimmte Holzarten wie Eiche, Teak oder Nussbaum imitieren. Beim Kauf müssen Sie sich jedoch nicht zwangsläufig an der Holzart des Möbelstücks orientieren. So können Sie zum Beispiel Möbel aus hellen Holzarten wie der Fichte auch mit einer dunklen Lasur streichen. Lasuren eignen sich allerdings nur für unbehandeltes Holz und für lasierte Möbelstücke, deren Oberflächen Sie durch einen neuen Anstrich wieder auffrischen möchten.

Bei der Verwendung von Lasuren ist es wichtig, immer in Richtung der Holzmaserung zu arbeiten. Machen Sie außerdem beim Streichen von größeren Flächen keine Pause, denn dies könnte zu einem unregelmäßigen Ergebnis führen. Weil Lasuren wie Acryllacke auf Wasserbasis entstehen, können Sie die Pinsel und andere Werkzeuge ebenfalls unter fließendem Wasser reinigen.

Holzoberflächen mit einem Öl behandeln

Auch ein Holzöl lässt die Holzmaserung sehr schön zur Geltung kommen. Es zieht wie eine Lasur bis in die tieferen Holzschichten und bietet dem Holz dadurch einen guten Schutz vor Feuchtigkeit und anderen äußeren Einflüssen. Im Unterschied zu einem Lack bildet sich bei der Behandlung mit einer Lasur oder einem Öl jedoch keine geschlossene Oberfläche. Auf lasierten und geölten Holzoberflächen entstehen daher leichter Flecken durch beispielsweise verschüttete Flüssigkeiten. Ein Öl verleiht Holz jedoch eine samtige Haptik, die von vielen Menschen geschätzt wird. Auch die Verwendung ist sehr einfach, denn ein Holzöl können Sie einfach mit einem Tuch oder einem Pinsel auf das Holz auftragen. Diese Behandlung dürfen Sie bei Bedarf beliebig oft wiederholen, um die Oberflächen wieder aufzufrischen. Sollte das Holz nach einer gewissen Zeit etwas rau geworden sein, schleifen Sie es vor dem Ölen mit einem Schleifschwämmchen glatt.

Gartenstuhl aus Holz wird gepflegt © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
Auch für die Gartenmöbel bestens geeignet: Holzöle © Ingo Bartussek, stock.adobe.com

Holzöle werden häufig für Gartenmöbel genutzt, können aber auch für andere Möbelstücke verwendet werden. Sie sind wie die Lasuren in verschiedenen Farbtönen verfügbar. Weit verbreitet ist zum Beispiel das Teaköl, durch das Möbel eine satte braune Farbe bekommen. Ein Holzöl muss jedoch nicht unbedingt braun sein. Durch eine Beimischung von Farbpigmenten kann es ebenso gut eine andere Farbe wie zum Beispiel Weiß oder Grau haben. Im Handel finden Sie außerdem sogenannte Hartöle. Sie wurden vor allem für die Behandlung von Holzfußböden entwickelt, eignen sich aber auch für Möbel, die hohen Beanspruchungen ausgesetzt sind. Weitere Varianten sind die Öle mit UV-Schutz für den Außenbereich und die Holzöle, die für Kinderspielzeuge zugelassen sind und sich auch für die Möbel im Kinderzimmer eignen. Sie sind speichelfest und unbedenklich für die Gesundheit der Kleinen.

Möbel mit Kunststoffoberflächen streichen

Bunte Küchenfronten © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Mut zur Farbe – Möbel aus beschichteten Spanplatten lackieren © Robert Kneschke, stock.adobe.com

Besteht das Möbelstück, das Sie mit einem neuen Anstrich versehen möchten, aus beschichteten Spanplatten, können Sie ebenfalls einen Acryllack verwenden. Damit er gut haftet, sollten Sie die Oberflächen zunächst sorgfältig reinigen und im Anschluss mit feinem Schleifpapier in einer Körnung von etwa 180 schleifen. Danach entfernen Sie den Schleifstaub und beginnen in einer möglichst staubfreien Umgebung mit der Lackierung. Größere Flächen streichen Sie am besten mit einem Farbroller, damit die Lackschicht vollkommen glatt wird. Achten Sie außerdem darauf, immer von einem Ende zum anderen zu streichen, damit sich später keine Ansätze abzeichnen.

Mit einer Grundierung eine gute Grundlage schaffen

Durch eine Grundierung lässt sich der Untergrund für einen Anstrich mit einem Lack vorbereiten. Sie sorgt dafür, dass der Lack an allen Stellen gleich gut angenommen wird und die lackierte Oberfläche gleichmäßig aussieht. Diese Vorbehandlung ersparen Sie sich durch einen Lack, der gleichzeitig als Grundierung dient. Diese Mittel werden häufig mit dem Zusatz 2 in 1 gekennzeichnet.

Beim Streichen von Möbeln an den Zwischenschliff denken

Holzstuhl abschleifen © Halfpoint, fotolia.com
Beim Streichen von Möbeln an den Zwischenschliff denken © Halfpoint, fotolia.com

Unabhängig von Ihrer Entscheidung für einen Lack, eine Lasur oder ein Öl ist es meist erforderlich, ein Möbelstück zwei oder sogar drei Mal zu streichen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Zwischen den einzelnen Anstrichen sollten Sie die Oberflächen mit einem Schleifschwamm wieder glatt schleifen. Alle Mittel enthalten Wasser, durch das sich ein Teil der Holzfasern aufrichtet. Sie werden beim Schleifen entfernt, sodass die Oberflächen im Anschluss wieder glatt sind.

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