Flecken und Verfärbungen aus dem Holz entfernen

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Flecken und Verfärbungen aus dem Holz entfernen – so geht’s

Verfärbungen auf Holzoberflächen können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Dementsprechend gibt es kein Wundermittel, mit dem sich alle Flecken aus dem Holz entfernen lassen. In den meisten Fällen ist jedoch bekannt, wodurch eine Verfärbung entstanden ist. Hier erfahren Sie, wie Sie diese mit zumeist ganz einfachen Mitteln wieder beseitigen.

Flecken auf Holz im Innenbereich

Kaffee Flecken auf Holz © AungMyo, stock.adobe.com
Fett und Kaffee mit Spüli entfernen © AungMyo, stock.adobe.com

In den Wohnräumen sind es oft verschüttete Flüssigkeiten oder Speisen, die auf den Holzoberflächen Flecken hinterlassen. Handelt es sich um eine fetthaltige Substanz, sollten Sie den Spritzer schnellstmöglich entfernen, damit das Fett nicht in das Holz zieht. Von der Oberfläche lässt es sich leicht mit Wasser und etwas Spülmittel lösen. Diese Methode hilft auch bei Kaffeeflecken. Bei Fettflecken, die schon älter sind, nehmen Sie dagegen am besten ein Bügeleisen und ein Tuch oder ein Blatt Löschpapier zu Hilfe. Das Tuch beziehungsweise das Löschpapier legen Sie auf den Fleck und das Bügeleisen stellen Sie auf die niedrigste Stufe. Dann bügeln Sie so lange, bis das Fett flüssig wird. In diesem Zustand wird es vom Tuch oder dem Löschpapier aufgesaugt.

Ebenfalls durch Wärme lässt sich Wachs, das von einer Kerze auf das Holz getropft ist, lösen. Legen Sie auch hierzu ein Tuch oder Löschpapier auf das Wachs und erwärmen Sie die betroffene Stelle mit dem Bügeleisen oder einem Haartrockner.

Wasserflecken auf Holz © Kelly Marken, stock.adobe.com
Wasserflecken auf Holz: Wasser hinterlässt oft unschöne Ränder © Kelly Marken, stock.adobe.com

Auch Wasserflecken kommen im Innenbereich häufig vor. Diese Flecken können Sie zunächst mit warmem Wasser behandeln. Führt dies nicht zum Erfolg, streuen Sie etwas Zitronensäure auf den Wasserfleck. Zitronensäure bekommen Sie in fast jedem Supermarkt. Sie zieht das Wasser aus dem Holz, kann das Holz aber auch ausbleichen. Säubern Sie das Holz nach der Behandlung deshalb sorgfältig, um alle Rückstände der Säure zu entfernen. Für diese Arbeit reicht etwas Wasser vollkommen aus.

Verschütteter Rotwein auf Holzboden © Sascha Burkard, stock.adobe.com
Stets problematisch: Rotweinflecken © Sascha Burkard, stock.adobe.com

Rotweinflecken sind äußerst hartnäckig, wenn der Wein schon in das Holz eingedrungen ist. Auch bei diesen Flecken ist es daher wichtig, die verschüttete Flüssigkeit möglichst schnell mit einem Tuch oder Küchenpapier zu entfernen. Rotweinflecken im Holz können Sie dagegen nur durch das Abschleifen der Holzoberfläche beseitigen.

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Flecken und Verfärbungen im Außenbereich

Ist Holz im Außenbereich verfärbt, sollten Sie zunächst klären, ob es sich um die sogenannte Bläue handelt. Diese Verfärbung ist oft bläulich, kann aber auch grau sein und wird von Pilzen verursacht. Sie lässt sich nur schwerlich wieder entfernen, deshalb ist es bei anfälligen Holzarten wie der Fichte immer ratsam, sie bei der Verwendung im Außenbereich mit einem Bläueschutz zu streichen. Eine bereits aufgetretene Bläue sollte Ihnen jedoch keine allzu großen Sorgen bereiten. Sie hat zwar einen gewissen Einfluss auf die Haltbarkeit des Holzes, ist aber vor allem ein optisches Problem. Möchten Sie dieses beseitigen, können Sie das Holz streichen.

Holz im Aussenbereich mit rostenden Schrauben © Volodymyr Chaban, stock.adobe.com
Holz im Aussenbereich mit rostenden Schrauben: Zum Schutz vor Rostflecken im Außenbereich nur Edelstahlschrauben verwenden © Volodymyr Chaban, stock.adobe.com

Ursache für eine schwarze Verfärbung sind oft eisenhaltige Schrauben oder Nägel. Das in ihnen enthaltene Eisen reagiert mit der Gerbsäure im Holz, sodass rund um die Schrauben beziehungsweise Nägel schwarze Flecken entstehen. Sie lassen sich mit Oxalsäure entfernen. Dieses Mittel hat einen aufhellenden Effekt und wird auch zum Bleichen von Holzoberflächen genutzt.

Mit Oxalsäure Flecken entfernen – so gehen Sie vor

Oxalsäure bekommen Sie im Handel als Pulver und als fertig angemischten Reiniger. Beachten Sie bei der Verarbeitung, dass Oxalsäure gesundheitsschädlich ist und Verätzungen verursachen kann. Eine gute Schutzausrüstung in Form von Gummihandschuhen, Schutzkleidung und einer Schutzbrille ist daher wichtig. Für eine ausreichende Belüftung, auf die Sie bei der Verwendung von Oxalsäure ebenfalls achten sollten, ist im Freien ohnehin gesorgt.

Hinweis: Oxalsäure kommt in verschiedenen Pflanzen vor und wurde erstmals im Sauerklee entdeckt. Dieser Klee heißt mit botanischem Namen Oxalis acetosella und gab der Säure ihren Namen. Seinetwegen wurde die Oxalsäure früher auch Kleesäure genannt.

Haben Sie sich für ein Pulver entschieden, ist es außerdem wichtig, beim Anmischen zunächst das Wasser in ein Gefäß zu geben. Es sollte warm bis heiß sein. In dieses Wasser streuen Sie das Pulver und rühren so lange, bis es sich aufgelöst hat. Das Mischungsverhältnis gibt der Hersteller an. Ist die Lösung fertig, muss sie für etwa zehn Minuten ruhen. Eine fertige Lösung ist dagegen gebrauchsfertig.

Oxalsäure streichen Sie einfach mit einem Pinsel auf die Flecken. Hierbei sollte es sich um einen metallfreien Pinsel mit Borsten aus einem synthetischen Material handeln. Nach dem Auftragen lassen Sie die Säure etwa eine halbe Stunde einwirken. Danach säubern Sie die behandelten Stellen gründlich mit Wasser.

Tipp: Mit Oxalsäure lassen sich auch Flecken auf Mauern und anderen Bauteilen entfernen, die auf das sogenannte Ausbluten des Holzes zurückzuführen sind. Hierbei gibt das Holz Farbstoffe an die Umgebung ab.
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