Holz bürsten

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So gestalten Sie Holz durch Bürsten

Schöne Holzoberfläche © warin, stock.adobe.com
Durch das Bürsten entsteht eine reliefartige Oberfläche © warin, stock.adobe.com

Das Bürsten ist eine gute Möglichkeit, die natürliche Maserung von Holz noch deutlicher hervortreten zu lassen und einer Holzoberfläche eine Struktur zu verleihen. Durch diese Bearbeitung wirkt sie dreidimensionaler und damit lebendiger. Darüber hinaus bekommt sie häufig eine leicht rustikale Optik und erscheint älter, als sie tatsächlich ist. Auch bei einer künstlichen Alterung von Möbeln und anderen Produkten aus Holz kommen deshalb oft Bürsten zum Einsatz. Das Bürsten verändert Holzoberflächen jedoch nicht nur optisch. Sie fühlen sich auch anders an, wenn Sie mit der Hand über das Holz streichen.

Frühholz und Spätholz – was ist das?

Eine Messingbürste mit Schlaufe © bonnontawat, stock.adobe.com
Eine Messingbürste mit Schlaufe lässt sich gut führen © bonnontawat, stock.adobe.com

Eine Bürste mit harten Borsten entfernt das Frühholz. Es entsteht im Frühling, wenn die Bäume ihre Winterruhe beenden und besonders schnell wachsen. Dadurch ist das Frühholz relativ weich. Ab dem Spätsommer verlangsamt sich jedoch das Wachstum. Das Holz, das sich bis zum Ende des Herbstes bildet, ist deshalb härter. Es wird als Spätholz bezeichnet und bildet die Jahresringe, durch die sich das Alter eines Baumes bestimmen lässt. Wenn Sie die Schnittfläche eines gefällten Baumstamms betrachten, sehen Sie daher sehr deutlich den ständigen Wechsel zwischen Frühholz und Spätholz.

Was passiert beim Bürsten von Holz?

Bürstenaufsatz für die Bohrmaschine © Maryia, stock.adobe.com
Mit einem Bürstaufsatz für die Bohrmaschine geht es schneller © Maryia, stock.adobe.com

Bürsten Sie eine Holzoberfläche, löst sich das weiche Frühholz und nur das härtere Spätholz bleibt stehen. Dadurch entsteht eine dreidimensionale Struktur, die umso deutlicher hervortritt, je stärker Sie das Holz bürsten. Sie entscheiden daher selbst, ob eine Holzoberfläche nur leicht plastisch oder stark strukturiert wirkt. Das weichere Frühholz löst sich übrigens auch beim Holz im Garten, das der Witterung ausgesetzt ist, zuerst. Lieben Sie Holzoberflächen, die alt aussehen, beschleunigen Sie durch das Bürsten daher diesen natürlichen Prozess.

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Womit lässt sich Holz bürsten?

Holz bürsten mit Nylonbürsten © Michal, stock.adobe.com
Nylonbürsten eignen sich gut für die Nachbearbeitung © Michal, stock.adobe.com

Zum Bürsten von Holz verwendet man Werkzeuge mit harten Borsten wie die Messingbürsten, mit denen sich Holzoberflächen von Hand bearbeiten lassen. Ihre Borsten bestehen häufig aus Stahldraht, der mit Messing beschichtet ist. Sie können aber auch einen Bürstaufsatz für die Bohrmaschine oder einen guten Akkuschrauber kaufen. Solche Aufsätze sind aus verschiedenen Materialien wie Stahl, Edelstahl, Messing und Kunststoffen wie Nylon erhältlich und werden auch häufig nacheinander verwendet. So lässt sich zum Beispiel mit einer harten Drahtbürste die gewünschte Struktur herausarbeiten und im Anschluss mit einer weicheren Kunststoffbürste glätten. Aufsätze für die Bohrmaschine bekommen Sie außerdem in breiten und schlanken Ausführungen. Letztere eignen sich sehr gut für die Ausarbeitung von Details und zum Bürsten von tieferen Stellen in altem Holz. Sollte sich eine Anschaffung lohnen, finden Sie im Handel auch Bürstmaschinen bis hin zu stationären Maschinen, mit denen sich selbst große Flächen schnell bearbeiten lassen. Für Heimwerker reichen jedoch in der Regel Handbürsten oder Bürstaufsätze aus.

Welche Holzarten kann man bürsten?

Holz bürsten © Koirill, stock.adobe.com
Aus altem Holz entfernt eine Bürste sogar Verschmutzungen © Koirill, stock.adobe.com

Zum Bürsten eignen sich viele Holzarten. Vorsicht ist jedoch beim Holz von Birken, Eichen und Kastanien geboten, denn es enthält Tannin. Diese Gerbsäure reagiert mit dem Metallabrieb und lässt braune Punkte entstehen. Diese werden noch stärker sichtbar, wenn Sie das Holz im Anschluss beizen. Holzarten, die Tannin enthalten, sollten Sie deshalb nur mit eisenfreien Bürsten bearbeiten.

Auch Nadelhölzer wie Fichte, Tanne und Kiefer lassen sich gut bürsten. Bei ihnen treten vor allem Asteinschlüsse durch das Bürsten deutlich hervor.

Das Bürsten von furnierten Oberflächen ist nur möglich, wenn das Furnier einige Millimeter dick ist. Dennoch sollten Sie äußerst vorsichtig sein, denn tragen Sie zu viel Holz ab, scheint die Trägerplatte durch.

Worauf ist beim Bürsten zu achten?

Unabhängig von der Frage, ob Sie von Hand oder mit einer Maschine bürsten, ist es wichtig, immer in Richtung der Holzmaserung zu bürsten. Sofern Sie eine Bohrmaschine mit Schleifaufsatz verwenden, sollten Sie nur wenig Druck ausüben, denn sonst löst sich auch das harte Spätholz. Weil sich die Entfernung des weichen Frühholzes nur durch das Abschleifen der ganzen Oberfläche wieder rückgängig machen lässt, empfiehlt es sich außerdem, zunächst einige Reststücke zu bürsten.

Sollte sich die Oberfläche nach dem Bürsten rau anfühlen, können Sie diese mit einem Schleifvlies oder einem Schleifschwämmchen glätten. Das Holz vor dem Bürsten zu schleifen, ist dagegen nicht unbedingt erforderlich. Allein Säge- und Hobelspuren sollten Sie vor dem Bürsten beseitigen.

Hinweis: Denken Sie beim Bürsten mit einer Maschine an Ihre Gesundheit. Eine Borste oder ein Teil einer Borste kann sich lösen und Ihre Augen verletzen. Tragen Sie bei der Arbeit deshalb eine Schutzbrille sowie eine Atemschutzmaske, um den feinen Staub nicht einzuatmen.

Tipps für die weitere Gestaltung von gebürstetem Holz

Wenn Sie eine Beize auf eine gebürstete Oberfläche auftragen und diese im Anschluss schleifen, verbleibt die Beize nur in den tieferen Bereichen des Holzes. Dadurch entsteht ein schöner Kontrast zwischen gebeiztem und ungebeiztem Holz. Verwenden Sie anstelle einer Beize eine weiße Pigmentpaste, sieht die Holzoberfläche wie gekalkt aus. Soll sie möglichst natürlich aussehen, ist aber auch ein Öl oder ein Wachs eine gute Wahl. Grundsätzlich lässt sich gebürstetes Holz jedoch wie jedes andere Holz ganz nach Geschmack gestalten.

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