Holz wachsen

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Holz wachsen – eine Anleitung und Tipps für den Kauf des richtigen Holzwachses

Bienenwachs ©  David, stock.adobe.com
Wachs schützt Holz vor allem vor Feuchtigkeit © David, stock.adobe.com

Ein Holzwachs verleiht Ihren Möbeln und anderen Holzoberflächen eine samtige Haptik. Wachs wird deshalb auch gern für die Behandlung von Kinderspielzeugen aus Holz genutzt. Es versiegelt das Holz und schützt es dadurch vor Feuchtigkeit. Gleichzeitig verhindert es ein Austrocknen des Holzes und damit die Entstehung von Rissen. Wachs schützt das Holz außerdem vor Abrieb. Auf die Optik einer Holzoberfläche hat Wachs dagegen kaum einen Einfluss. Es ist daher ideal, wenn Sie die ursprüngliche natürliche Optik des Holzes möglichst wenig verändern möchten. Neben den transparenten Wachsen gibt es allerdings auch farbige Holzwachse.

Etwas nachteilig ist beim Wachs die Empfindlichkeit gegenüber Wärme. Auf gewachste Oberflächen sollten Sie deshalb keine heißen Gegenstände stellen. Gewachstes Holz benötigt außerdem hin und wieder eine Nachbehandlung, durch die der Schutz erneuert wird. Wie groß die Zeitabstände zwischen zwei Behandlungen sind, hängt davon, wie stark das Holz beansprucht wird. So müssen Sie zum Beispiel eine gewachste Tischplatte häufiger nachbehandeln als ein Bettgestell aus Massivholz.

So finden Sie das richtige Holzwachs für Ihr Projekt

Holzwachse werden aus natürlichen Rohstoffen und auf synthetische Weise hergestellt. Zu den wichtigsten natürlichen Rohstoffen gehören das Bienenwachs und das Wachs von der Carnaubapalme, die in Südamerika heimisch ist. Bei ihr wird das Wachs aus den Blättern gewonnen. Die synthetischen Wachse entstehen meist auf Basis von Erdöl. Auch natürliche Wachse enthalten jedoch oft chemisch hergestellte Substanzen oder werden aus verschiedenen Wachsen gemischt. Auf diese Weise sorgt man dafür, dass sich die Wachse besser verarbeiten lassen.

Bienenwachs © Mateusz, stock.adobe.com
Auch Bienenwachs bietet dem Holz einen ausgezeichneten Schutz © Mateusz, stock.adobe.com
Holzboden mit Bienenwachs Pflegen: Vorteile und Nachteile
Holzboden mit Bienenwachs Pflegen: Vorteile und Nachteile

Eine weitere Gruppe bilden die sogenannten Antikwachse. Sie bestehen in der Regel hauptsächlich aus Bienenwachs und Terpentin. Diese Mischung wurde schon vor Jahrhunderten genutzt, um Möbel vor äußeren Einflüssen zu schützen. Terpentin ist jedoch schädlich für die Gesundheit. Mit einem Antikwachs nach traditioneller Rezeptur sollten Sie deshalb keine Schlafzimmer- oder Küchenmöbel behandeln. Mittlerweile sind jedoch auch terpentinfreie Antikwachse erhältlich. Unbedenklich für die Gesundheit sind dagegen die Holzwachse, die gemäß der DIN EN 71-3 für Kinderspielzeuge zugelassen sind. Mit solch einem Wachs behandelte Spielzeuge dürfen Ihre Kinder sogar in den Mund nehmen. Dementsprechend sind diese Holzwachse auch für Allergiker eine gute Wahl.

Baby nuckelt am Spielzeug © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Kinder nehmen ihre Spielzeuge gern in den Mund © Robert Kneschke, stock.adobe.com

Holzwachse unterscheiden sich außerdem durch ihre Konsistenz. Einige sind recht fest, andere flüssiger und dadurch leichter aufzutragen. Feste Wachse bieten dem Holz jedoch in der Regel einen besseren Schutz, sodass sich der größere Aufwand lohnt. Um sich die Arbeit zu erleichtern, können Sie einen relativ festen Holzwachs vorsichtig erwärmen. Dadurch wird er flüssiger und lässt sich leichter auf dem Holz verteilen. Beachten Sie beim Erwärmen jedoch die Angaben des Herstellers.

Von einer gewachsten Holzoberfläche perlt das Wasser ab © montebelli, stock.adobe.com
Von einer gewachsten Holzoberfläche perlt das Wasser ab © montebelli, stock.adobe.com
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So wachsen Sie Möbel und anderes Holz

Im Vergleich mit anderen Behandlungsmethoden wie dem Lackieren ist das Wachsen von Holz sehr einfach. Selbst wenn Sie zum ersten Mal Holz bearbeiten, erzielen Sie mit einem Wachs daher ein gutes Ergebnis, wenn Sie folgendermaßen vorgehen:

  1. Bevor Sie ein Wachs auftragen, sollten Sie das Holz sorgfältig vorbereiten. Entfernen Sie sämtliche Flecken und vor allem die Rückstände von alten Anstrichen. Schleifen Sie das Holz außerdem mit feinem Schleifpapier richtig glatt und befreien Sie es im Anschluss von Schleifstaub. Sollten Sie für die Reinigung Wasser oder eine andere Flüssigkeit verwenden, muss das Holz vor der Behandlung mit einem Wachs wieder vollkommen trocken sein.
  2. Holzboden und Parkett wachen und Pflegen © Emmanuelle Guillou, stock.adobe.com
    Holzwachs lässt sich ganz einfach mit einem Tuch auftragen © Emmanuelle Guillou, stock.adobe.com
  3. Einen Holzwachs tragen Sie am besten mit einem Tuch auf. Es sollte aus einem fusselfreien Material wie der Baumwolle bestehen und weich sein. Durch kreisende Bewegungen lässt sich das Wachs gleichmäßig verteilen.
  4. Sollten Sie an der einen oder anderen Stelle zu viel Wachs aufgetragen haben, entfernen Sie das überschüssige Wachs mit einem sauberen Tuch. Danach lassen Sie die Wachsschicht trocknen. Dies dauert einige Stunden oder länger.
  5. Sind Sie mit dem Resultat noch nicht zufrieden, wachsen Sie das Holz ein zweites Mal und geben ihm wiederum genügend Zeit zum Trocknen. Ob eine zweite Wachsschicht erforderlich ist, hängt vor allem davon ab, wie stark das Holz saugt. Gänzlich unbehandeltes Holz muss jedoch oft zweimal gewachst werden, damit eine glatte Oberfläche entsteht.
  6. Soll die Holzoberfläche glänzen, polieren Sie das Holz mit einem weichen Tuch oder einem Poliervlies. Bevorzugen Sie eine matte Oberfläche, erübrigt sich dieser Schritt. In diesem Fall ist Ihr Werk bereits vollendet.
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