Möbel lackieren

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Möbel lackieren – mit einer frischen Farbe alte Schätzchen neu gestalten

Stuhl lackieren © pauchi, fotolia.com
Alte Möbel – mit neuer Lackierung wieder richtig schön © pauchi, fotolia.com

Ein Möbelstück, das schon seit längerer Zeit in Gebrauch ist, sieht frisch lackiert wieder fast wie neu aus. Mit einer Dose Lack und einem Pinsel verwandeln Sie daher selbst ein interessantes Fundstück vom Trödelmarkt oder dem Dachboden der Großeltern in eine schicke und einzigartige Ausstattung für ein Zimmer. Mit einer neuen Lackierung können Sie außerdem kleine Beschädigungen beseitigen. Durch sie schließen sich Kratzer und kleine Löcher, sodass die Oberfläche wieder vollständig geschlossen und das Holz bestens vor Feuchtigkeit geschützt ist.

Ideal für Möbel: Klar- und Buntlacke

Zum Lackieren von Möbeln eignen sich vor allem die Klarlacke und die Buntlacke. Ein Klarlack bildet einen durchsichtigen Film, sodass die Maserung des Holzes weiterhin sichtbar bleibt. Wenn Sie einen Klarlack verwenden möchten, ist es daher besonders wichtig, das Möbelstück vor dem Lackieren sorgfältig zu schleifen und alle Gebrauchsspuren zu beseitigen. Ein Klarlack kann eine glänzende oder eine matte Oberfläche haben. Auf die Qualität der Lackierung hat dies keinen Einfluss, deshalb wählen Sie einfach die Variante, die Ihnen besser gefällt.

Metalldose mit Lack © Sebastian Duda, stock.adobe.com
Mit einem Acryllack Möbel in der Lieblingsfarbe streichen © Sebastian Duda, stock.adobe.com

Buntlacke bekommen Sie inzwischen in unzähligen Farben. Darüber hinaus können Sie sich Ihren Wunschfarbton mischen lassen. Diesen Service bieten neben traditionellen Malerbetrieben auch viele Baumärkte an. Zum Lackieren von Möbeln eignen sich vor allem Acryllacke. Sie werden auf Basis von Wasser hergestellt und dünsten daher keine Substanzen aus, die Ihrer Gesundheit schaden oder unangenehm riechen könnten. Acryllacke zeichnen sich außerdem durch eine hohe Stoß- und Schlagfestigkeit aus. Sie sind auch in Ausführungen für den Außenbereich erhältlich, falls Sie eine Gartenbank oder Ihre Gartenmöbel streichen möchten.

Vorteile von Acryllacken
Vorteile von Acryllacken

Zum Streichen von Acryllacken verwenden Sie am besten Pinsel mit Kunststoffborsten und bei größeren Flächen einen Lackroller mit einer Rolle aus Schaumstoff. Denken Sie beim Kauf eines Lackrollers an eine Lackwanne, in die Sie den Lack gießen. Einen Pinsel können Sie dagegen direkt in die Dose tauchen. Er lässt sich wie die Rolle nach dem Gebrauch unter fließendem Wasser säubern. Spezielle Mittel für die Reinigung der Werkzeuge sind bei einem Anstrich mit einem Acryllack daher nicht erforderlich.

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Den Untergrund vorbereiten

Damit die neue Lackierung gut aussieht, ist es wichtig, den Untergrund sorgfältig vorzubereiten. Entfernen Sie Staub und Schmutz sowie die Scharniere. Von ihnen lässt sich getrockneter Lack nur schlecht wieder entfernen. Durch das Abschrauben erleichtern Sie sich außerdem die Reinigung der Scharniere. Sollte dies nicht möglich sein, kleben Sie Scharniere, Griffe und alle anderen Möbelteile, die nicht lackiert werden sollen, mit Klebeband ab. Decken Sie außerdem Möbelteile aus anderen Materialien wie zum Beispiel Füllungen aus Glas ab.

abbeizen: Lack entfernen © pedrosala, stock.adobe.com
Mit einem Abbeizer und einem Spachtel alten Lack entfernen © pedrosala, stock.adobe.com

Eine alte Lackierung lässt sich am besten mit einem Abbeizer von der Holzoberfläche lösen. Solch ein Mittel tragen Sie mit dem Pinsel auf und lassen es gemäß der Angaben des Herstellers einwirken. Danach entfernen Sie die Lackschicht mit einem Spachtel und die noch übrigen Reste mit etwas Wasser und einem Schwamm. Weil das Holz hierbei feucht wird, lassen Sie es zunächst wieder trocknen.

Wichtig! Abbeizer enthalten aggressive Substanzen. Tragen Sie deshalb eine Schutzmaske oder erledigen Sie diese Arbeit im Freien. Auch Ihre Hände sollten nicht mit Abbeizer in Kontakt kommen.
Holzstuhl abschleifen © Halfpoint, fotolia.com
Vor der ersten Lackierung die Oberflächen sorgfältig schleifen © Halfpoint, fotolia.com

Damit die Oberflächen des Möbelstücks schön glatt werden, schleifen Sie das Holz in Richtung der Maserung mit Schleifpapier in der Körnung 120 und im Anschluss noch einmal mit feinem Papier in der Körnung 180. Je nach Ausstattung Ihrer Hobbywerkstatt verwenden Sie für diese Tätigkeit einen Handschleifklotz oder eine elektrische Maschine wie zum Beispiel einen Exzenterschleifer.

Danach entfernen Sie sämtlichen Schleifstaub mit einer Abstaubbürste oder einem Tuch. Der Schleifstaub sollte möglichst nicht dort liegen bleiben, wo Sie Ihr Möbelstück lackieren möchten, denn er wird durch Bewegungen leicht aufgewirbelt und bleibt in einer frischen Lackschicht haften.

Hinweis: Möchten Sie nur Kratzer von einer bereits lackierten Holzoberfläche entfernen, beginnen Sie gleich mit feinem Schleifpapier. Bei minimalen Beschädigungen kann sogar das Schleifen mit einem Schleifschwamm ausreichen. Machen Sie sich deshalb nicht unnötig viel Arbeit.
Arbeiten mit dem Schleifschwamm
Arbeiten mit dem Schleifschwamm

Das Möbelstück lackieren

Eine Grundierung sorgt dafür, dass die Lackschicht absolut gleichmäßig wird. Unbedingt erforderlich ist sie in der Regel jedoch nicht. Ausnahmen bilden lediglich besonders harzhaltige Holzarten und Möbel für den Außenbereich. Sie können das Holz daher zunächst mit einer Grundierung streichen oder Sie tragen direkt den gewünschten Lack auf.

Holz braun lackieren © M. Dörr und M. Frommherz, stock.adobe.com
Holz braun lackieren: Den Lack gleichmäßig ausstreichen © M. Dörr und M. Frommherz, stock.adobe.com

Beim Lackieren beginnen Sie immer mit den Kanten und streichen im Anschluss die größeren Flächen. Achten Sie hierbei darauf, von einer Ecke zur anderen zu streichen und recht zügig zu arbeiten. Durch die Nass-in-nass-Technik entsteht eine gleichmäßige Lackschicht. Nass-in-nass bedeutet jedoch nicht, dass Sie möglichst viel Lack auftragen sollten. Sonst entstehen Läufer, die Sie durch Schleifen wieder entfernen müssen. Diese Läufer werden im Fachjargon auch Nasen genannt.

Lackieren: Nutzen Sie die Nass-in-nass Technik
Lackieren: Nutzen Sie die Nass-in-nass Technik

Eine einzige Lackierung reicht bei den meisten Möbelstücken nicht aus. Lassen Sie die erste Lackschicht deshalb trocknen und schleifen Sie die Oberflächen danach mit einem feinen Schleifschwamm. Er ist flexibel und eignet sich daher auch bestens zum Schleifen von Profilen, Rundungen und Stellen, die mit anderen Schleifwerkzeugen nur schlecht erreichbar sind. Sie können aber auch feines Schleifpapier in der Körnung 240 verwenden. Ob die Oberflächen ausreichend glatt sind, lässt sich am besten mit den Händen erfühlen. Sind Sie zufrieden, entfernen Sie wiederum sämtlichen Schleifstaub und tragen die zweite Lackschicht auf. Bis eine Lackierung vollständig ausgehärtet ist, kann ein Tag oder mehr vergehen. Gönnen Sie sich deshalb eine Pause, bevor Sie die Scharniere wieder anbringen oder andere anstehende Arbeiten erledigen.

Möbel im Shabby Chic-Stil lackieren

Möbel im Shabby Chic Look © eskstock, stock.adobe.com
Für Kreative: Möbel im Shabby Chic Look © eskstock, stock.adobe.com

Möbelstücke, die den Eindruck erwecken, als wären sie schon Jahrzehnte alt, haben einen besonderen Charme. Viele Heimwerker lassen ihre Möbel deshalb mit Absicht alt aussehen. Wenn auch Ihnen dieser Trend gefällt, können Sie eine Holzoberfläche mit einem Lack in jeder beliebigen Farbe streichen und im Anschluss einen Krakelierlack und eine weitere Lackschicht in einer zweiten Farbe auftragen. Der Krakelierlack reißt beim Trocknen, sodass die unterste Farbschicht wieder zu sehen ist.

Dadurch scheint es, als wäre die oberste Lackschicht an einzelnen Stellen schon abgeblättert. Möchten Sie Möbel im Stil des Shabby Chic gestalten, gibt es außerdem viele weitere Techniken wie die Bearbeitung mit scharfen Gegenständen, durch die Kratzer oder sogar Löcher entstehen, die Behandlung mit Kaffee, einer Natronpaste oder einer Beize aus Essig und Stahlwolle oder die Bearbeitung mit einem Gasbrenner. Der Shabby Chic-Stil bietet Ihnen daher viele Möglichkeiten, kreativ zu sein und auch mal ungewöhnliche Wege bei der Gestaltung von Holzoberflächen zu gehen.

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