Holzverbindungen

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Holzverbindungen – mit Nägeln, Schrauben oder Dübeln für eine stabile Verbindung sorgen

Mehrere Bauteile aus Massivholz wie zum Beispiel die Pfosten und die Latten eines selbst gebauten Holzzauns lassen sich auf vielerlei Arten miteinander verbinden. Zu den wichtigsten Produkten, mit denen sich Holzverbindungen herstellen lassen, gehören jedoch die Nägel, die Schrauben und die Dübel.

Holzverbindungen mit Nägel

Holzverbindung durch Nagel © francescomou, stock.adobe.com
Schnell und einfach: die Holzverbindung durch Nägel © francescomou, stock.adobe.com

Die einfachste Methode, ein Holzelement an einem anderen zu fixieren, ist das Einschlagen von Nägeln, die offiziell Drahtstifte heißen. Solch eine Holzverbindung wird noch dauerhafter, wenn Sie vorher etwas Leim auf die beiden Holzteile geben. Eine weitere Möglichkeit ist das sogenannte Durchnageln. Hierbei schlagen Sie lange Nägel durch die beiden Holzteile, die Sie verbinden möchten.

Danach arbeiten Sie auf der Rückseite weiter und schlagen die herausragenden Teile der Nägel flach. Dies gelingt Ihnen am besten, indem Sie eine alte Dreikantfeile an den Nagel legen und ihn mit einem Hammer in Richtung der Feile schlagen. Liegt er schließlich auf der Feile, entfernen Sie die Feile und schlagen den Nagel komplett in das Holz. Eine Durchnagelung ist natürlich nicht sonderlich schön, für Verschläge und ähnliche Bauten, bei denen die Optik keine Rolle spielt, aber vollkommen ausreichend. Sie ist zudem recht stabil und erfordert als einziges Werkzeug einen Hammer.

Rückseite bei einer Durchnagelung
Rückseite bei einer Durchnagelung

Kleine Nägel als Hilfsmittel bei stumpfen Verleimungen

Nägel sind außerdem bei einer stumpfen Verleimung hilfreich. Bei ihr besteht stets die Gefahr, dass sich die beiden Holzteile beim Anbringen der Schraubzwingen verschieben. Wenn Sie dies verhindern möchten, können Sie kleine Drahtstifte in das Holz schlagen und die Köpfe abkneifen. Die aus dem Holz ragenden Teile der Drahtstifte bohren sich in das Gegenstück, sodass es nicht mehr verrutschen kann.

Tipps für das Nageln

5 hilfreiche Tipps für das Nageln
5 hilfreiche Tipps für das Nageln
  1. Beim Gebrauch von Nägeln gilt, dass zwei Drittel des Schafts in das unten liegende Holzelement ragen sollten.
  2. Handelt es sich hierbei um Hirnholz, schlagen Sie die Nägel am besten leicht schräg ein, denn senkrecht eingeschlagene Nägel lassen sich aus Hirnholz oft leicht wieder herausziehen. Solch eine Holzverbindung ist daher nur bedingt belastbar. Wenn Sie die Nägel schräg einschlagen, kann es jedoch leicht passieren, dass die beiden zu verbindenden Holzelemente verrutschen. Beginnen Sie deshalb an den Enden und schlagen Sie dort zunächst zwei Nägel senkrecht ein. Durch diese Fixierung erleichtern Sie sich das Einschlagen der anderen Nägel, die Sie immer abwechselnd von der rechten und linken Seite in das Holz treiben.
  3. Risse im Holz verhindern Sie, indem Sie die Löcher vorbohren. Wählen Sie außerdem möglichst dünne Nägel. Auch das Stauchen der Nägel, also ein Schlag mit dem Hammer auf die Spitzen, ist oft hilfreich, um Rissen oder einer Spaltung des Holzes vorzubeugen. Eine weitere Möglichkeit ist die versetzte Anordnung der Nägel, die beim Nageln von etwas breiteren Brettern in Betracht kommt. Indem Sie die Nägel nicht in eine Flucht setzen, vermeiden Sie, dass Sie immer wieder in die gleiche Holzfaser schlagen und das Brett dadurch sozusagen aufsprengen.
  4. Hat Massivholz beim Einschlagen der Nägel Dellen bekommen, können Sie etwas Wasser auf die betroffenen Stellen geben. Dadurch quillt das Holz auf. Ist es wieder trocken, lässt es sich mit etwas Schleifpapier wieder glatt schleifen.
  5. Passen Sie beim Nageln außerdem auf Ihren Daumen auf. Besonders wichtig ist dies bei kleinen Nägeln, die Sie am besten einzeln in einen Streifen Pappe stecken. Auf diese Weise können Sie ihn an der gewünschten Stelle platzieren, ohne Zuhilfenahme der Finger einschlagen und die Pappe danach einfach abreißen.
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Holzverbindungen mit Schrauben

Holz bohren © Rojo, stock.adobe.com
Massivholz am besten immer vorbohren © Rojo, stock.adobe.com

Schrauben haben den großen Vorteil, dass sie sich wieder herausdrehen lassen, sofern Sie nicht zusätzlich Leim verwenden. Mit Schrauben lassen sich daher auch Verbindungen realisieren, die Sie aus dem einen oder anderen Grund zu einem späteren Zeitpunkt wieder lösen möchten. Ist dies nicht erforderlich, macht etwas Holzleim die Verbindung noch fester. Auf den Einsatz von Schraubzwingen können Sie bei der Verwendung von Leim und Schrauben jedoch verzichten, denn die beiden Holzteile werden durch die Schrauben aneinander gepresst. Beim Verschrauben von Holz kommen meist die Holzschrauben aus verzinktem Stahl zum Einsatz. Für Holzverbindungen, die Feuchtigkeit oder den Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, verwenden Sie jedoch besser Edelstahlschrauben. Sie eignen sich selbst für Projekte wie den Bau einer Holzterrasse, die zwangsläufig hin und wieder nass wird. Um ein Bauteil auf einem anderen zu fixieren, sind außerdem Schrauben mit Teilgewinde ideal, denn sie ziehen das obere Brett auf das untere.

Durch Vorbohren Risse verhindern

Schraube im Holz © poko42, stock.adobe.com
Ein Senkbohrer bohrt gleichzeitig ein Loch für den Schraubenkopf © poko42, stock.adobe.com

Beim Setzen von Schrauben in Massivholz ist es wichtig, die beiden Holzteile vorzubohren, denn es entstehen leicht Risse, wenn Sie die Schrauben direkt in das Holz drehen. Der Durchmesser des Bohrers sollte beim Vorbohren des Holzteils, das Sie auf einem anderen befestigen möchten, dem Gewindedurchmesser der Schrauben entsprechen und beim Bohren des unteren Bauteils mit dem Kerndurchmesser der Schrauben identisch sein. Zum Vorbohren verwenden Sie am besten eine Standbohrmaschine. Durch sie ist gewährleistet, dass die Bohrungen absolut senkrecht sind. Hilfreich ist außerdem ein Senkbohrer. Durch ihn entsteht auf der Holzoberfläche ein etwas größeres Loch, das den gesamten Schraubenkopf aufnimmt und dadurch verhindert, dass er aus dem Holz ragt.

Die Schraubenköpfe verstecken

Bei geschraubten Verbindungen bleiben die Schraubenköpfe für gewöhnlich sichtbar. Sie können sie jedoch mit Abdeckkappen versehen, die Sie im Handel in verschiedenen Farben und Ausführungen bekommen. Eine weitere Möglichkeit, die Schraubenköpfe zu verstecken, ist die Verwendung von runden Konusplättchen. Für diese Variante benötigen Sie einen Forstnerbohrer, mit dem Sie schon vor dem Setzen der Schrauben Sacklöcher in das Holz bohren. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Tiefe der Bohrungen etwas geringer sein sollte als die Höhe der Konusplättchen. Ragen die Plättchen ein Stück weit aus dem Holz, lassen sie sich durch Hobeln und Schleifen perfekt an die Holzoberfläche anpassen.

Holzverbindungen mit Dübel

Flachdübel © M. Schuppich, stock.adobe.com
Nach dem Verleimen unsichtbar: Flachdübel © M. Schuppich, stock.adobe.com

Eine unsichtbare Holzverbindung entsteht durch Dübel. Hierbei unterscheidet man zwischen runden Dübeln und Flachdübeln, die in den Tischlereien auch Lamellos genannt werden. Runde Holzdübel sind in verschiedenen Größen und in Form von Dübelstangen erhältlich. Letztere sind ideal, wenn Sie eine bestimmte Länge benötigen, denn sie lassen sich auf jedes beliebige Maß schneiden. Sowohl Runddübel als auch Flachdübel besitzen strukturierte Oberflächen, deren Vertiefungen dem Leim genügend Platz bieten. Beide werden für gewöhnlich aus Buchenholz hergestellt.

Lamelofräse, Flachdübelfräse © Anselm, stock.adobe.com
Speziell für Flachdübel: die Flachdübel- oder Lamellofräse © Anselm, stock.adobe.com

Die Bohrlöcher für runde Holzdübel bohren Sie am besten mit Hilfe einer Standbohrmaschine, denn die Bohrungen müssen exakt sein, wenn Sie beispielsweise zwei Holzplatten im rechten Winkel verleimen möchten. Diese Arbeit von Hand auszuführen, ist zwar nicht unmöglich, aber recht schwierig. Zum Bohren der Nuten für Flachdübel gibt es spezielle Fräsen, die Flachdübelfräsen oder Lamellofräsen genannt werden. Als Alternative bietet sich ein Aufsatz für den Winkelschleifer an.

Holzdübel © cristi180884, stock.adobe.com
Mit einer geriffelten Oberfläche für den Leim: Holzdübel © cristi180884, stock.adobe.com

Rund- und Flachdübel quellen durch den Leim, den Sie in die Bohrlöcher geben, leicht auf und sorgen dadurch für einen guten Halt. Bei beiden Varianten fixieren Sie die Verbindung durch Schraubzwingen, bis der Leim abgebunden hat. Dies dauert bei einem herkömmlichen Holzleim und der Arbeit in einem Raum mit Zimmertemperatur etwa 20 Minuten. Um sicher zu gehen, dürfen Sie aber ruhig etwas länger warten.

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