Holzschutzmittel

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Holzschutzmittel – ein Überblick

Gartenstuhl aus Holz wird gepflegt © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
Gut geschützt hat Holz selbst im Freien eine lange Lebensdauer © Ingo Bartussek, stock.adobe.com

Damit Holz möglichst lange hält, benötigt es einen Schutz gegen verschiedene äußere Einflüsse. Es reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit, die das Holz aufquellen lässt. Ebenso kann es von Insekten befallen werden, die sich durch das Holz fressen. Ein weiterer Feind sind Pilze, die das Holz ebenfalls zersetzen oder es verfärben. Ein Beispiel hierfür ist die Holzbläue, von der vor allem Nadelhölzer betroffen sind. Mit verschiedenen Holzschutzmitteln lassen sich Schäden jedoch verhindern. Zu diesen Mitteln gehören

  • die Imprägnierungen
  • die Holzöle
  • die Holzwachse
  • die Hartwachsöle und
  • die Holzlasuren.

Bei allen bleibt die Holzmaserung weiterhin sichtbar und die natürliche Optik des Holzes daher erhalten. Mit Ausnahme des Imprägniergrunds gilt für all diese Mittel außerdem, dass der Schutz nach einer gewissen Zeit erneuert werden sollte. Hierzu schleifen Sie das Holz zunächst wieder glatt und tragen im Anschluss eine neue Schicht Öl, Wachs oder Lasur auf. Anders als bei Farben und Lacken ist eine regelmäßige Auffrischung bei der Verwendung von Holzschutzmitteln daher recht einfach.

Warum Sie Holzschutzmittel nutzen sollten
Warum Sie Holzschutzmittel nutzen sollten

Die Imprägnierung

Kesseldruckimprägnierte Holzpfosten © Bierwirm, stock.adobe.com
Kesseldruckimprägnierte Holzpfosten: Dicke imprägnierte Pfosten behalten über viele Jahre ihre Stabilität © Bierwirm, stock.adobe.com

Eine Imprägnierung wird oft von den Herstellern vorgenommen. Weil diese Behandlung in der Regel in großen Kesseln stattfindet, spricht man von einer Kesseldruckimprägnierung. Bei ihr presst man in speziellen Anlagen und unter hohem Druck Salze in das Holz. Sie schützen es von innen vor Pilzen, Insekten und Feuchtigkeit. Kesseldruckimprägniertes Holz eignet sich dadurch bestens für den Außenbereich und braucht keinen zusätzlichen Anstrich. Sie können es aber durchaus in der gewünschten Farbe streichen oder auf andere Weise behandeln.

Weitere Informationen über die Kesseldruckimprägnierung finden Sie in unserem Ratgeber Kesseldruckimprägniertes Holz – was ist das und wofür wird es gebraucht?

Jägerzaun © kristina rütten, stock.adobe.com
Eine Imprägnierung macht den Holzzaun länger haltbar © kristina rütten, stock.adobe.com

Möchten Sie Holz selbst imprägnieren, können Sie es mit einem Imprägniergrund streichen. Er ist nicht ganz so effektiv wie eine Kesseldruckimprägnierung, bietet dem Holz aber ebenfalls einen guten Schutz vor Pilzen, Insekten und Feuchtigkeit. Ein Imprägniergrund ist außerdem zu empfehlen, wenn Sie Nadelholz im Freien verwenden möchten, denn er verhindert die bläuliche Verfärbung, die als Holzbläue bezeichnet wird. Sie entsteht durch den Befall mit bestimmten Pilzarten. Einen Imprägniergrund können Sie wahlweise streichen oder sprühen. Im Anschluss dürfen Sie das Holz nach Belieben gestalten und beispielsweise mit einer Lasur streichen.

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Die Holzöle

Auch die flüssigen Holzöle dringen ein Stück weit in das Holz ein. Dadurch verhindern sie, dass Wasser bis in die tieferen Schichten dringt und das Holz aufquellen lässt. Holzöle eignen sich deshalb selbst für die Behandlung von Badmöbeln, die laufend einer hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind, und für das Holz in Küchen, das fast zwangsläufig ab und zu nass wird. Holzöle kommen außerdem oft bei Gartenmöbeln und Terrassenfußböden aus Holz zum Einsatz. Dort sorgen sie nicht nur für einen guten Schutz, sondern verhindern auch eine Vergrauung durch Sonneneinstrahlung. Zudem halten sie das Holz geschmeidig, sodass weniger schnell Risse entstehen.

Holz mit Öl behandeln © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
Durch ein Hartöl bekommt der Terrassenboden wieder eine frische Farbe © Ingo Bartussek, stock.adobe.com

Eine besondere Variante der Holzöle sind die Hartöle. Sie machen eine Holzoberfläche widerstandsfähiger, denn sie bilden eine härtere Schutzschicht als ein herkömmliches Öl. Aus diesem Grund werden sie vor allem für Holz genutzt, das stark beansprucht wird. Hierzu gehören zum Beispiel Fußböden und Treppenstufen. Hartöle werden deshalb oft auch als Bodenöle bezeichnet. Im Handel finden Sie außerdem Öle speziell für Kinderspielzeuge und Küchenarbeitsplatten. Bei beiden wird strikt darauf geachtet, dass sie keine für die Gesundheit bedenklichen Substanzen enthalten. Holzöle bekommen Sie sowohl in farblosen als auch in eingefärbten Ausführungen. Ein besonders weit verbreitetes eingefärbtes Holzöl ist das Teaköl. Es verleiht Ihren Möbeln nach einem langen Sommer, in dem die Sonne das Holz ausgebleicht hat, wieder eine schöne Farbe.

Holz ölen © Lars Zahner, stock.adobe.com
Mit einem Tuch lässt sich Öl gut verstreichen © Lars Zahner, stock.adobe.com

Holzöle lassen sich streichen oder rollen. Noch einfacher ist es jedoch, sie mit einem Tuch aufzutragen. Achten Sie hierbei darauf, dass es aus einem fusselfreien Material bestehen sollte, denn Fusseln bleiben leicht am Holz hängen. Weitere Tipps finden Sie in unserem Artikel Holz richtig ölen – so wird’s gemacht.

Die Holzwachse

Auch ein Holzwachs tragen Sie am besten mit einem Tuch auf. Es ist jedoch fester als ein Holzöl, sodass Sie etwas stärker reiben müssen, um das Wachs gleichmäßig auf der Holzoberfläche zu verteilen. Im Anschluss können Sie die Wachsschicht zusätzlich polieren. Dadurch bekommt das Holz einen Glanz.

Möbel pflegen mit Hartwachs © Irina, stock.adobe.com
Möbel pflegen mit Hartwachs © Irina, stock.adobe.com

Ein Holzwachs versiegelt das Holz stärker als ein Holzöl. Dadurch kann kaum noch Feuchtigkeit eindringen und das Holz ist noch besser vor Abrieb geschützt. Zudem bekommt es durch Wachs eine glatte und samtige Oberfläche. Die Wachsschicht schützt das Holz außerdem vor Schmutz und Flecken. Holzwachse eignen sich deshalb auch sehr gut für die Behandlung von Tischplatten. Sie reagieren allerdings empfindlich auf Hitze, deshalb sollten Sie auf eine gewachste Holzoberfläche keine heißen Gegenstände stellen.

Bienenwachs © David, stock.adobe.com
Bienenwachs © David, stock.adobe.com

Holzwachse bekommen Sie ebenfalls in farblosen und farbigen Ausführungen. Wie die Holzöle sind diese Holzschutzmittel außerdem mit einer Zertifizierung für Kinderspielzeuge erhältlich. Möchten Sie noch mehr über die Holzwachse erfahren, sollten Sie unseren Ratgeber Holz wachsen – eine Anleitung und Tipps für den Kauf des richtigen Holzwachses lesen.

Die Hartwachsöle

Hartwachsöle sind eine Kombination aus Wachs und Öl. Sie vereinen daher die Vorteile dieser beiden Holzschutzmittel, lassen sich aufgrund ihrer flüssigen Konsistenz gut verarbeiten und bieten dem Holz einen guten Schutz vor Wasser und anderen Flüssigkeiten, durch die Flecken entstehen könnten. Im Hinblick auf die Widerstandsfähigkeit der behandelten Oberflächen sind sie mit den Hartölen vergleichbar. Hartwachsöle werden deshalb ebenfalls gern für Holzfußböden genutzt. Der Schutz vor Feuchtigkeit ist durch das enthaltene Wachs noch besser als beim Hartöl. Eine Wachsschicht verschließt allerdings die Holzporen und verhindert dadurch, dass das Holz Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann. Der positive Einfluss auf das Raumklima ist bei einem Hartöl daher besser, deshalb müssen Sie selbst entscheiden, welcher Aspekt Ihnen wichtiger ist. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Entscheidung außerdem, dass eine Holzoberfläche durch ein Hartwachsöl hitzeempfindlicher wird.

Die Lasuren

Holztisch lasieren © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
Mit einer Lasur lässt sich die Farbe des Holzes verändern © Ingo Bartussek, stock.adobe.com

Lasuren kommen vor allem im Außenbereich zum Einsatz, eignen sich aber auch für den Innenbereich, sofern sie für die Wohnräume zugelassen sind. Im Freien schützen sie das Holz nicht nur vor Feuchtigkeit, sondern auch vor holzzerstörenden Insekten und Pilzen. Weil hierfür gewisse Inhaltsstoffe vonnöten sind, die Ihrer Gesundheit schaden, sollten Sie eine Lasur für den Außenbereich nicht in den Wohnräumen verwenden.

Bei den Lasuren unterscheidet man zwischen Dünn- und Dickschichtlasuren. Dickschichtlasuren bilden wie Lacke eine geschlossene Oberfläche, die das Eindringen von Wasser verhindert. Diese Lasuren sind vor allem für Fenster, Türen und andere Bauteile zu empfehlen, die ihre ursprüngliche Form und Größe unbedingt behalten müssen. Ist die Maßhaltigkeit nicht ganz so wichtig, ist jedoch eine Dünnschichtlasur die bessere Wahl, denn diesen Schutz für das Holz können Sie beliebig oft durch einen weiteren Anstrich erneuern. Einen alten Anstrich mit einer Dickschichtlasur müssen Sie dagegen sorgfältig schleifen und oft sogar komplett entfernen, wenn Ihnen die Oberfläche nicht mehr gefällt.

Holzterrasse lasieren © marcfotodesign, stock.adobe.com
Eine schöne Alternative: farbige Lasuren © marcfotodesign, stock.adobe.com

Lasuren bekommen Sie in zahlreichen Holzfarbtönen sowie in Farben wie zum Beispiel Rot. Sie lassen sich gut mit dem Pinsel oder einem Roller streichen oder auf das Holz sprühen. Wie Sie hierbei am besten vorgehen, erfahren Sie in unserem Artikel Holz lasieren – durch eine Lasur Holzoberflächen schützen und gleichzeitig gestalten.

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