Pinsel und Farbroller: Holz streichen oder lackieren

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Holz streichen oder lackieren – so finden Sie den richtigen Pinsel und Farbroller

Gartenstuhl aus Holz wird gepflegt © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
Mit dem geeigneten Pinsel geht die Arbeit gut von der Hand © Ingo Bartussek, stock.adobe.com

Das Angebot an Pinseln und Farbrollern ist mittlerweile fast unüberschaubar. Dennoch ist es wichtig, das richtige Werkzeug zu verwenden. In diesem Ratgeber erfahren Sie deshalb, mit welchen Pinseln und Farbrollern Sie beim Streichen der verschiedenen Farben, Lacke und Lasuren die besten Ergebnisse erzielen.

Lacke und Lasuren: Die richtigen Pinsel und Walzen
Lacke und Lasuren: Die richtigen Pinsel und Walzen

Pinsel – rund, flach oder extra breit

Malerpinsel © Harald Biebel, fotolia.com
Flachpinsel – in vielen Breiten erhältlich © Harald Biebel, fotolia.com

Bei den Pinseln unterscheidet man zwischen den runden und den flachen Pinseln, die jeweils in vielen Größen erhältlich sind. Runde Pinsel eignen sich gut zum Streichen von kleineren Flächen, Ecken, Rundungen sowie unebenen Holzoberflächen. Zum Streichen von ebenen Flächen verwenden Sie jedoch besser einen Flachpinsel oder einen Flächenstreicher. Letzterer hat eine Breite von sieben Zentimetern oder mehr und kommt vor allem beim Streichen von sehr großen Flächen wie Holzwänden zum Einsatz.

Holz mit Öl behandeln © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
Mit dem Flächenstreicher ist selbst eine Terrasse schnell bearbeitet © Ingo Bartussek, stock.adobe.com

Die Einfassung – aus Kunststoff oder Metall

Unterschiede gibt es außerdem bei der Einfassung der Borsten. Sie kann aus Metall oder einem Kunststoff bestehen. Mit Kunststoff eingefasste Pinsel können Sie für jedes beliebige Anstrichmittel verwenden. Bei den Pinseln mit Metalleinfassung gibt es dagegen eine Einschränkung, denn Beizen dürfen nicht in Kontakt mit Metall kommen. Dies könnte zu einer Verfärbung führen.

Tipp: Wenn Sie einen runden Pinsel beim Streichen leicht drehen, wird die Farbschicht noch gleichmäßiger und sauberer.
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Die Borsten – aus Naturfasern oder Kunststoff

Die Borsten von Pinseln können aus Naturfasern oder Kunststoff bestehen. Möchten Sie Holz mit einem Lack, einer Lasur oder einem anderen Mittel streichen, das Kunstharz oder Lösemittel enthält, ist ein Pinsel mit Naturborsten zu empfehlen, denn Lösemittel greifen Kunststoffe an, sodass Kunststoffborsten leicht verkleben können. In diesem Fall sollte der Pinsel außerdem dichte Borsten besitzen. Durch sie lässt sich der Lack oder die Lasur in einer dünnen Schicht auftragen. Wurde das Produkt auf Wasserbasis hergestellt, ist ein Pinsel mit Kunststoffborsten dagegen die bessere Wahl, denn Wasser lässt Naturborsten aufquellen. Seine Borsten sind im Idealfall vorn gespalten. Dadurch wird die Lack- beziehungsweise Lasurschicht etwas dicker und verläuft besser.

Kunstfaser: Eigenschaften und Vorteile
Kunstfaser: Eigenschaften und Vorteile
Pinsel aus Naturfasern: Vorteile
Pinsel aus Naturfasern: Vorteile
Tipp: Das Spalten oder Spleißen lässt die Borsten weiß schimmern. Dadurch lassen sich Pinsel mit gespaltenen Borsten gut von den Pinseln mit ungespaltenen Borsten unterscheiden.

Spezialpinsel: Lasurpinsel, Fensterpinsel und Plattpinsel

Geknickter Plattpinsel © RAM, stock.adobe.com
Mit dem geknickten Plattpinsel kommen Sie gut in die Ecken © RAM, stock.adobe.com

Im Handel finden Sie außerdem Pinsel für bestimmte Einsatzgebiete. Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel die Lasurpinsel mit Naturborsten, bei denen weniger schnell Streifen oder Tropfen entstehen. Für den Anstrich von Holzfenstern gibt es die Fensterpinsel mit schräg geschnittenen Borsten, die eine präzise Linienführung ermöglichen. Auch zum Streichen von anderen schwer zugänglichen Stellen und für Anstriche, die an einer bestimmten Stelle mit einer geraden Linie enden sollen, sind diese Pinsel daher gut geeignet. An schlecht zugänglichen Stellen können Sie außerdem einen Plattpinsel verwenden. Sein typisches Merkmal ist der abgeknickte Griff.

Besondere Pinselarten können die Arbeiten erleichtern
Besondere Pinselarten können die Arbeiten erleichtern
Hinweis: Auch zum Entfernen von alten Farbschichten mit einem Abbeizer bekommen Sie in den Baumärkten spezielle Pinsel. Abbeizpinsel besitzen meist Borsten aus Nylon, die den aggressiven Inhaltsstoffen von Abbeizern standhalten, und Fassungen aus Kunststoff. Für einen anschließenden neuen Anstrich können Sie einen Abbeizpinsel allerdings nicht verwenden.

Ideal zum Streichen von Flächen: die Farbroller

Holz braun lackieren © M. Dörr und M. Frommherz, stock.adobe.com
Mit dem Farbroller entsteht eine gleichmäßig dicke Farbschicht © M. Dörr und M. Frommherz, stock.adobe.com

Mit einem Farbroller lässt sich Farbe gleichmäßiger auftragen als mit einem Pinsel. Selbst bei weniger großen Flächen empfiehlt es sich deshalb, mit dem Farbroller zu arbeiten und nur die Stellen mit dem Pinsel zu streichen, die Sie mit dem Roller nicht erreichen. Möchten Sie einen Farbroller verwenden, benötigen Sie zusätzlich eine Farbwanne und ein Gitter, an dem Sie den Roller nach dem Eintauchen in die Farbe abstreifen.

Die Walzen – aus vielen verschiedenen Materialien

Walzen und Rollen © donatas1205, stock.adobe.com
Bei den Walzenbezügen von Farbrollern kommen viele Materialien zum Einsatz © donatas1205, stock.adobe.com

Auch bei den Farbrollern unterscheidet man zwischen den Rollern für lösemittelhaltige Produkte und den Werkzeugen, mit denen Sie wasserbasierte Substanzen streichen. Diese Unterteilung ergibt sich durch das Material, aus dem der Bezug der Walze besteht. Bei seiner Herstellung kommen mittlerweile viele Natur- und Kunstfasern zum Einsatz. Hier deshalb ein Überblick, der Ihnen bei der Auswahl des richtigen Farbrollers hilft:

Filt oder Felt/ Polyester
  • Dünnflüssige Farben
  • Lacke und Lasuren auf Wasser- oder Lösemittelbasis
Flock
  • Kunstharzlacke
  • wasserbasierte Farben und Lacke, die in einer dicken Schicht aufgetragen werden sollen
  • Dickschichtlasuren
Lammfell
  • Wasserbasierte Produkte
  • Mittel mit einem geringen Anteil Lösemittel
Microfaser
  • Lasuren
  • Lacke
  • Farben
  • Grundierungen
  • Imprägnierungen
Nylon/ Polyamid
  • Lacke und Farben mit hohem Anteil Lösemittel wie zum Beispiel Kunstharzlacke, Zwei-Komponenten-Lacke und Epoxidlacke
Polyacryl
  • Lacke auf Wasserbasis
Schaumstoff/ Polyurethan oder Polyester
  • Lacke auf Wasserbasis oder mit einem geringen Anteil Lösemittel
Velours
  • Lösemittelhaltige Farben und Lacke
Holzterrasse mit Teleskopstange lasieren © Jerome Romme , stock.adobe.com
Mit einer Teleskopstange können Sie bequem im Stehen arbeiten © Jerome Romme , stock.adobe.com
Tipp: Für viele Farbroller sind passende Teleskopstangen erhältlich. Durch solch eine Stange können Sie auf eine Leiter oder ein Gerüst verzichten, wenn Sie Stellen streichen möchten, die weit vom Boden entfernt sind.

Unabhängig vom Werkzeug, das sich für Ihr Vorhaben am besten eignet, sollten Sie beim Kauf von Pinseln und Farbrollern auf eine gute Qualität achten. Sehr günstige Pinsel verlieren beim Streichen oft Borsten oder verformen sich und machen die Arbeit dadurch mühsam. Gleiches gilt für Farbroller mit minderwertigen Bezügen, mit denen sich selbst die beste Farbe nicht gleichmäßig verteilen lässt. Zudem können Sie gute Pinsel und Farbroller viele Jahre benutzen, sofern Sie die Werkzeuge gleich nach dem Gebrauch sorgfältig reinigen. Letztendlich sparen Sie daher sogar Geld, wenn Sie öfter Holz streichen.

Pinsel sollten sorgfältig und sofort gereinigt werden
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