Holz im Garten

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Holz im Garten – mit einem guten Schutz sehr dauerhaft

Holzterrasse © papinou, stock.adobe.com
Holz – selbst für Terrassen bestens geeignet © papinou, stock.adobe.com

Holz ist ein äußerst beliebter Baustoff für den Garten, denn das Material strahlt Wärme aus und harmoniert sehr gut mit der Bepflanzung. Es unterliegt jedoch einem natürlichen Prozess, durch den es in der freien Natur verrottet. Bauteile aus Holz benötigen bei der Verwendung im Außenbereich deshalb in der Regel einen Schutz vor Feuchtigkeit, Pilzen und holzschädigenden Insekten, damit sie dauerhaft ihren Zweck erfüllen. Die einzelnen Holzarten unterscheiden sich jedoch in ihrer Witterungsbeständigkeit. Schon allein die Entscheidung für eine bestimmte Holzart hat daher einen Einfluss auf die Lebensdauer der Bauteile.

Witterungsbeständige Holzarten

Lärchenholz ist witterungsbeständig © stock.adobe.com
Für den Garten gut geeignet: Lärchenholz © stock.adobe.com

Zu den heimischen Holzarten, die über eine recht gute Witterungsbeständigkeit verfügen, gehören die Eiche, die Lärche und die Robinie. Wenig dauerhaft sind dagegen Kiefer, Fichte und Tanne. Mittlerweile werden in Gärten aber auch häufig Tropenhölzer wie Teak, Bangkirai und Garapa genutzt. Sie sind aufgrund ihrer Herkunft aus tropischen Regionen, in denen ständig eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, weniger empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Tropenhölzer kommen deshalb in vielen Fällen ohne Holzschutz aus. Nachteilig ist allerdings, dass sie häufig aus Wäldern stammen, die nicht nachhaltig bewirtschaftet werden. Liegt Ihnen der Umweltschutz am Herzen, sollten Sie beim Kauf von Tropenhölzern deshalb auf ein Zertifikat wie das FSC-Siegel achten.

Hinweis: Bleibt Holz im Freien unbehandelt, bildet sich oft eine graue Patina. Dem einen gefällt sie, dem anderen nicht, deshalb bleibt es Ihnen überlassen, ob Sie diese rein optische Veränderung durch einen Anstrich verhindern.
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Konstruktive Maßnahmen zum Schutz von Holz im Außenbereich

Holzzaun © Sergej Razvodovskij, stock.adobe.com
Auf spitz zulaufenden Brettern sammelt sich kein Wasser © Sergej Razvodovskij, stock.adobe.com

Ein baulicher oder konstruktiver Holzschutz lässt sich auf verschiedene Arten realisieren. So ist es schon sehr hilfreich, darauf zu achten, dass keine waagerechten Flächen entstehen, auf denen sich Regenwasser sammeln könnte. Wenn Sie beispielsweise die Latten eines Holzzauns an ihren oberen Kanten mit einer Abschrägung versehen oder sie spitz zulaufen lassen, kann das Wasser zügig abfließen. Eine weitere Möglichkeit ist das Abdecken der Kanten durch Bleche und ähnliche Materialien. Sie sollten wie die Schrauben und alle anderen Verbindungsmittel, die Sie im Außenbereich verwenden, vor Rost geschützt sein. Planen Sie ein größeres Projekt wie zum Beispiel den Bau eines Gartenhäuschens sollten Sie außerdem darauf achten, das Holz für die tragenden Elemente vor der Montage gut trocknen zu lassen. Eine geringe Holzfeuchte von weniger als 20 Prozent macht das Holz für Pilze und Insekten unattraktiv, denn auch sie benötigen Wasser. Durch die Verwendung von ausreichend trockenem Holz verhindern Sie gleichzeitig, dass sich die Bauteile verziehen.

Staunässe auf waagrechten Holzflächen vermeiden
Staunässe auf waagrechten Holzflächen vermeiden

Bei größeren Bauten wie Gartenhäusern, Geräteschuppen, Carports oder einem Lager für das Kaminholz können Sie außerdem einen Dachüberstand einplanen. Durch ihn fällt weniger Regen auf die Seiten. Als Schutz für das Dach eignen sich Dachschindeln, Abdeckungen aus Kunststoff oder Metall oder günstige Dachpappe. Damit auch vom Dach das Regenwasser zügig abfließen kann, sollte es zumindest eine leichte Schräge haben.

Gartenhaus mitt Dachüberstand © SARMAT, stock.adobe.com
Ein Dachüberstand hält die Wände trocken © SARMAT, stock.adobe.com

In den Boden eingelassene Kanthölzer durch Pfostenträger schützen

Möchten Sie Kanthölzer in den Boden einlassen, finden Sie in den Baumärkten Pfostenträger in zahlreichen Größen und Ausführungen. Sie reduzieren den Kontakt, den das Holz zum Erdboden hat und sorgen gleichzeitig für einen sicheren Stand. Diese Träger sind für verschiedene Untergründe und Montagearten verfügbar. Einige werden direkt in der Erde verankert, andere einbetoniert oder auf einen festen Untergrund aufgedübelt.

Kanthölzer richtig setzen und vor Feuchtigkeit schützen
Kanthölzer richtig setzen und vor Feuchtigkeit schützen

Durch ein besonderes Verfahren geschützt: kesseldruckimprägniertes Holz

Holzgeländer Kesseldruckimprägniert © fotoschlick, stock.adobe.com
Kesseldruckimprägniertes Holz hat eine lange Lebensdauer © fotoschlick, stock.adobe.com

Auch eine Imprägnierung schützt Holz vor Witterungseinflüssen, Pilzen und Schädlingen. Im Handel finden Sie deshalb viele kesseldruckimprägnierte Hölzer sowie fertige Produkte wie die Gartenspielgeräte für Kinder, die oft aus kesseldruckimprägniertem Holz bestehen. Eine Imprägnierung dringt tief in das Holz ein, sodass selbst bei einer Beschädigung der Oberfläche der Schutz bestehen bleibt. Anders als bei der Behandlung mit einem Holzschutzmittel wie einer Lasur müssen Sie das Holz deshalb nicht in regelmäßigen Abständen streichen, um den Schutz zu erneuern. Schneiden Sie das Holz nach dem Kauf zu oder müssen Sie Löcher bohren, entstehen jedoch ungeschützte Stellen. Diese sollten Sie von Hand mit einem Imprägniermittel streichen.

Was passiert bei der Kesseldruckimprägnierung
Was passiert bei der Kesseldruckimprägnierung
Tipp: Einen besonders guten Schutz besitzt kesseldruckimprägniertes Holz mit dem Gütezeichen RAL-GZ 411. Es eignet sich auch für Bauteile, die Kontakt zum Erdreich haben.
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