Styropor schneiden und kleben

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Tipps für die Verarbeitung von EPS

Styropor, das offiziell expandiertes Polystyrol oder kurz EPS heißt, ist als Dämmstoff vor allem wegen seines geringen Gewichts und seiner einfachen Verarbeitung beliebt. Aus Polystyrol werden außerdem Zierleisten für die Zimmerdecken und viele weitere Produkte hergestellt. Dieses Material lässt sich mit verschiedenen Werkzeugen zuschneiden und mit dem richtigen Kleber auf einen Untergrund oder eine weitere Lage Styropor kleben.

Dämmung oberster Geschossdecke © skatzenberger, stock.adobe.com
Durch dicke Styroporplatten entweicht weniger Wärme über das Dach © skatzenberger, stock.adobe.com

Werkzeuge für den Zuschnitt von Styropor

Cuttermesser und andere Messer haben den Nachteil, dass sie schnell im Styropor stecken bleiben. Dies führt zu unsauberen Schnittkanten, die häufig ausgefranst sind, und zu einem Fußboden voller Styroporkügelchen. Zudem können die Platten brechen. Gleiches gilt für die Arbeit mit herkömmlichen Sägen. Ein nachträgliches Schleifen ist schwierig, denn hierbei franst das Material ebenfalls aus. Der Zuschnitt mit dem Cutter- oder Teppichmesser oder auch einem großen Küchenmesser ist deshalb nur für dünnere Platten und kleinformatige Produkte wie die Stuck-ähnlichen Deckenleisten aus Styropor zu empfehlen.

Styroporzuschnitt mit Cutter © Haas, stock.adobe.com
Das Cuttermesser ist nicht die beste Wahl © Haas, stock.adobe.com

Müssen Sie eine größere Anzahl Styroporplatten beispielsweise für den Ausbau des Dachbodens oder dickere Platten zuschneiden, lohnt sich die Anschaffung eines Dämmstoffmessers oder einer Dämmstoffsäge. Darüber hinaus gibt es elektrische Geräte, mit denen sich selbst Rundungen exakt schneiden lassen. Sie durchtrennen das Styropor unter Einsatz von Hitze und sind auch als Leihgeräte verfügbar. Bei einem Styroporschneider erhitzt sich eine Klinge, bei einem Heißdrahtgerät ein Draht. Durch die Hitze gleitet die Klinge beziehungsweise der Draht mühelos durch das Styropor. Die Hitze lässt das Material außerdem leicht schmelzen. Dadurch werden die Schnittkanten glatter als bei einem Schnitt mit dem Messer oder einer Säge.

Isolierung und Dämmstoffmesser © ArtHdesign, stock.adobe.com
Für den Zuschnitt von Hand eignet sich das Dämmstoffmesser © ArtHdesign, stock.adobe.com

Styroporschneider, die auch Thermosägen genannt werden, sind handlicher und damit komfortabler im Gebrauch. Beide Geräte erfordern allerdings ein wenig Übung. Nehmen Sie deshalb zunächst an einem Reststück einige Probeschnitte vor. Dadurch überprüfen Sie gleichzeitig, ob der Draht beziehungsweise die Klinge schon heiß genug ist.

Mit Handsäge Styropor schneiden © Miljan Živković, stock.adobe.com
Eine lange Dämmstoffsäge leistet ebenfalls gute Dienste © Miljan Živković, stock.adobe.com
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Anleitung für den Zuschnitt von Styropor

Zum Anzeichnen der Schnittlinien verwenden Sie am besten einen weichen Stift wie einen Filzstift oder Edding. Die Verwendung einer Schablone kann bei ungewöhnlichen Konturen hilfreich sein.

Styropor mit Messer schneiden © bilanol, stock.adobe.com
Mit einer Schiene wird der Schnitt gerade © bilanol, stock.adobe.com

Möchten Sie Styropor von Hand mit einem Messer zuschneiden, ist langsames Arbeiten wichtig. Desto langsamer und vorsichtiger Sie den Schnitt ausführen, desto sauberer werden die Schnittkanten. Damit der Schnitt gerade wird, führen Sie das Messer entlang einer Metallschiene oder einem anderen geraden Gegenstand. Denken Sie beim Festhalten des Lineals jedoch daran, dass Styropor schnell Druckstellen bekommt. Sie lassen sich nicht mehr beseitigen. Beim Zuschnitt mit dem Messer sollte eine Styroporplatte außerdem komplett auf einem Untergrund wie zum Beispiel einer alten Spanplatte liegen. Andernfalls bricht sie leicht. Auch die Schärfe der Klinge spielt eine entscheidende Rolle, denn durch eine stumpfe Klinge franst die Schnittkante stark aus. Ebenso langsam und gleichmäßig schneiden Sie Styropor mit einer Säge. Zum Sägen eignen sich vor allem der Fuchsschwanz und die Laubsäge. Deren Sägeblatt sowie die Klinge eines Messers können Sie vor dem Gebrauch erwärmen, damit sie leichter durch das Styropor gleiten.

Verwenden Sie für den Zuschnitt einen Styroporschneider oder ein Heißdrahtgerät, sollten Sie beim Schneiden nur wenig Druck ausüben. Druck ist nicht erforderlich und kann einen Draht sogar beschädigen. Denken Sie bei der Arbeit mit einem Styroporschneider oder einem Heißdrahtgerät jedoch an einen Atemschutz und arbeiten Sie möglichst im Freien. Durch die Hitze entstehen gesundheitsschädigende Dämpfe, denn letztendlich handelt es sich bei Styropor um einen aufgeschäumten Kunststoff.

Tipp: Styroporkügelchen laden sich statisch auf und bleiben dadurch überall haften. Mit dem Staubsauger ist der Arbeitsplatz jedoch schnell wieder sauber.

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Styropor kleben – mit diesen Klebstoffen gelingt es

Zum Verkleben von Styropor bekommen Sie in den Baumärkten Styroporkleber. Sie sind in Ausführungen für verschiedene Untergründe im Innen- und Außenbereich erhältlich. In Wohnräumen können Sie außerdem viele andere Kleber, die von den Herstellern für Styropor zugelassen sind, verwenden. Sie dürfen keine Lösemittel enthalten, denn Lösemittel würden das Material angreifen und schlimmstenfalls komplett zersetzen. Darüber hinaus schaden Lösemittel der menschlichen Gesundheit. Auch der PU-Schaum, der auf fast jedem Untergrund haftet, ist zum Verkleben von Styroporplatten gut geeignet. Er zeichnet sich neben seinen guten klebenden Eigenschaften durch eine geringe Wärmeleitfähigkeit aus und kommt deshalb häufig zum Einsatz, wenn das Styropor als Dämmung dienen soll. In diesem Fall können Sie den PU-Schaum auch zum Verschließen der Fugen zwischen den Platten und anderer Hohlräume verwenden. Für Verklebungen im Außenbereich, wo die Wasserfestigkeit und die UV-Beständigkeit des Klebers eine wichtige Rolle spielen, eignet sich außerdem Epoxidharzkleber.

Neben dem Kleber benötigen Sie einen Zahnspachtel oder einen Pinsel, mit dem Sie den Kleber auf die gesamte Rückseite der Styroporplatte auftragen. Bei einem Sprühkleber können Sie natürlich darauf verzichten. Ein Sprühkleber ist daher noch einfacher in der Anwendung. Bei allen Klebern ist eine anschließende gute Belüftung wichtig, damit der Kleber aushärten kann. Erst nach seiner vollständigen Aushärtung sollten Sie mit den geplanten Arbeiten fortfahren.

Dämmung mit Styropor © bilanol, stock.adobe.com
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