Dübel entfernen

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Dübel entfernen – mit diesen Tricks geht es leichter

Festsitzende Universaldübel bekommen Sie mit verschiedenen Werkzeugen und Hilfsmitteln wieder aus der Wand. Suchen Sie sich daher einfach die Methode aus, die Ihnen am sympathischsten ist. Weiter unten erfahren Sie außerdem, wie Sie Holzdübel und Spezialdübel wie die Hohlraumdübel wieder entfernen.

Handwerker zieht Dübel aus Wand © Dan Race, stock.adobe.com
Mit der Zange lassen sich viele Dübel leicht herausziehen © Dan Race, stock.adobe.com

So ziehen Sie Universaldübel aus Kunststoff oder Metall aus der Wand

  1. Hat sich das Bohrloch im Laufe der Zeit vergrößert, sitzt der Dübel unter Umständen so locker, dass Sie ihn am Rand mit einer Zange greifen können. So lässt er sich leicht herausziehen.
  2. Dübel entfernen mit einer Zange
    Dübel entfernen mit einer Zange
  3. Bei einem Dübel, der fest in der Wand sitzt, hilft oft eine Schraube. Diese drehen Sie nur so weit in den Dübel, bis sie Halt findet, denn bei einem zu weiten Eindrehen spreizt sich der Dübel und lässt sich noch schlechter herausziehen. Danach nehmen Sie eine Zange und ziehen die Schraube mitsamt Dübel aus dem Bohrloch. Drehen Sie, während Sie ziehen, die Zange fortlaufend von einer Seite zur anderen. Durch eine schaukelnde Bewegung müssen Sie weniger Kraft ausüben.
  4. Dübel entfernen mit einem Hebelkorkenzieher
    Dübel entfernen mit einem Hebelkorkenzieher
  5. Den gleichen Zweck wie eine Schraube erfüllt ein Korkenzieher, der im Idealfall zwei Hebel besitzt, die beim Herunterdrücken den Korken aus der Flasche und einen Dübel aus der Wand ziehen. Achten Sie bei diesem Trick darauf, den Korkenzieher nicht weiter als unbedingt nötig in den Dübel zu drehen. Sonst könnte es passieren, dass er steckenbleibt.
  6. Hebelkorkenzieher © Olaf Wandruschka, stock.adobe.com
    Der Hebelkorkenzieher eignet sich zum Entfernen von Dübeln am besten © Olaf Wandruschka, stock.adobe.com
  7. Sollte eine eventuelle Beschädigung der Wand keine Rolle spielen, weil Sie ohnehin renovieren möchten, können Sie anstelle einer Schraube einen Haken in den Dübel eindrehen. Danach nehmen Sie einen Schraubendreher, legen den oberen Teil in den Haken und den Griff an die Wand. Durch Ziehen an der Klinge entsteht eine Hebelwirkung, die den Dübel zumindest ein Stück weit aus dem Bohrloch zieht. Den Rest erledigen Sie mit einer Zange oder Sie drehen den Haken noch einmal etwas tiefer ein.
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  9. Hilft keine der oben genannten Methoden, bohren Sie den Dübel aus der Wand. Hierfür benötigen Sie neben einer Bohrmaschine einen möglichst scharfen Metallbohrer, der den gleichen Durchmesser wie das Bohrloch hat oder ein klein wenig dicker ist. Mit ihm zerstören Sie den Dübel, sodass Sie ihn im Anschluss in vielen kleinen Teilen aus dem Bohrloch entfernen können. Arbeiten Sie hierbei langsam und mit einer niedrigen Drehzahl. Eine gewisse Menge des zerstörten Dübels wird der Bohrer schon beim Bohren hinausbefördern. Denken Sie deshalb an Ihre Augen und tragen Sie eine Schutzbrille. Die noch übrigen Reste lassen sich mit dem Staubsauger heraussaugen.
  10. Steckt eine abgebrochene Schraube im Dübel, helfen alle genannten Tricks nicht. In diesem und in ähnlichen Fällen versenken Sie den Dübel am besten noch tiefer in der Wand und verschließen das Bohrloch im Anschluss mit einem geeigneten Material. Zum Versenken eines Dübels mitsamt Schraube eignet sich ein Betonbohrer. Ist das Bohrloch tief genug, kann es aber auch ausreichen, mit einem Hammer und einem Hilfsmittel auf die abgebrochene Schraube zu schlagen. Eine kleine Vertiefung reicht vollkommen aus, um das Bohrloch sauber zu verspachteln.

Tipps für die Entfernung von Holz- und Spezialdübeln

Selbstschneidende Rigips- und Dämmstoffdübel besitzen ein Gewinde und lassen sich daher in der Regel durch Drehungen gegen den Uhrzeigersinn wieder entfernen. Zum Herausdrehen verwenden Sie das Werkzeug, das vielen Packungen mit diesen Dübeln beiliegt. Gipskartondübel aus Metall können Sie in den meisten Fällen aber auch mit einem herkömmlichen Schraubendreher oder einem Akkuschrauber mit Bit aus den Platten drehen.

Hohlraumdübel für die Wand © zeralein, stock.adobe.com
Mit aufgehobener Spreizung lassen sich Hohlraumdübel wieder entfernen © zeralein, stock.adobe.com

Hohlraumdübel aus Metall greifen durch einen speziellen Mechanismus hinter eine Beplankung aus beispielsweise Gipskartonplatten. Die Elemente, die sich beim Setzen der Dübel gespreizt haben, müssen Sie daher zunächst wieder in ihre Ausgangsposition zurückbringen. Dies gelingt Ihnen, indem Sie eine lange Gewindeschraube in den Dübel drehen, bis sie Halt findet. Sie muss den geschlossenen Bereich hinter den Spreizelementen, den Sie auf dem Foto sehen, erreichen. Danach schlagen Sie mit dem Hammer auf den Schraubenkopf, bis er nahezu auf der Platte aufliegt. Nun können Sie Dübel und Schraube von Hand oder mit einer Zange aus dem Bohrloch ziehen.

Hohlraumdübel - Kippdübel aus Metall © fefufoto, stock.adobe.com
Beim Federklappdübel lässt sich nur die Gewindestange entfernen © fefufoto, stock.adobe.com

Federklappdübel besitzen eine Feder, die die beiden Flügel auseinander drückt, wenn Sie den Dübel durch ein Bohrloch schieben. Durch diesen Klappmechanismus lassen sich Federklappdübel, die meistens in Decken verwendet werden, nicht mehr entfernen. Sofern vorhanden, können Sie die Gewindestange jedoch herausdrehen. Die gleiche Vorgehensweise empfiehlt sich bei Klapp- und Kippdübeln.

Bei der Verwendung von Holzdübeln wird meist etwas Weißleim in die Bohrlöcher gegeben. Er wird auf Wasserbasis hergestellt und lässt sich daher durch etwas Wasser wieder anlösen. Als Alternative bietet sich reiner Alkohol an. Ist der Holzdübel nicht verleimt, können Sie ihn in der Regel mit einer Zange herausziehen oder Sie wenden den Trick mit dem Korkenzieher an.

Handwerker spachtelt Gipskartonplatte © Approbe, fotolia.com
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