Beton selber mischen

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Beton mischen – so stellen Sie selbst Universalbeton und Magerbeton her

In den Baumärkten bekommen Sie Fertigbeton, den Sie nur mit Wasser vermischen müssen. Fast ebenso einfach ist es jedoch, den Beton selbst zu mischen. Dies ist meist günstiger und lohnt sich daher umso mehr, je größer die Menge Beton ist, die Sie brauchen. Zudem können Sie den Beton exakt so anmischen, wie Sie ihn sich wünschen. Für die Herstellung benötigen Sie:

  • Sand und/oder Kies
  • Zement und
  • Wasser
Eimer mit Quarzsand und Schaufel © M. Schuppich, stock.adobe.com
Feiner Quarzsand sorgt für eine glatte Oberfläche © M. Schuppich, stock.adobe.com

Sand und Kies unterscheiden sich im Prinzip nur durch ihre Körnungsgröße. Sandkörner haben einen Durchmesser von maximal zwei Millimetern und bestehen für gewöhnlich aus Quarz. Den Sand für Ihren Beton finden Sie im Handel daher auch unter der Bezeichnung Quarzsand. Sind die Körner größer als zwei Millimeter, spricht man von Kies. Er ist in zahlreichen Körnungen erhältlich, sollte für einen Beton jedoch nicht größer als 32 Millimeter sein.

Der Zement dient bei der Herstellung von Beton als Bindemittel. Seine Grundsubstanzen sind Sand, gebrannter und gemahlener Kalkstein, Ton sowie Eisenerz. Zusätzlich kann er Stoffe enthalten, die dem Beton später besondere Eigenschaften verleihen. In jedem Fall macht Zement den Beton jedoch hart. Desto größer der Anteil Zement ist, desto härter wird der Beton.

Durch Wasser entsteht aus Sand und Zement Beton

Die Beifügung von Wasser löst eine chemische Reaktion aus. Sobald der Zement mit Wasser in Kontakt kommt, bilden sich Kristalle. Durch sie entsteht eine feste Verkettung mit dem Sand beziehungsweise Kies und der Beton wird hart. Diese chemische Reaktion heißt im Fachjargon Hydratation und unterscheidet sich von anderen Prozessen, bei der enthaltenes Wasser schlichtweg verdunstet. Ein typisches Beispiel hierfür wäre die Wandfarbe, bei der die Farbpigmente in Wasser gelöst sind. Beton muss daher nicht trocknen, auch wenn dies oft so ausgedrückt wird.

Fundament auf Baustelle © in-foto-backgrounds, stock.adobe.com
Für ein Betonfundament ist Universalbeton ideal © in-foto-backgrounds, stock.adobe.com

Das richtige Mischungsverhältnis zwischen Sand oder Kies, Zement und Wasser hängt davon ab, wofür Sie den Beton verwenden möchten. Für viele Vorhaben eignet sich der Universalbeton. Ihn können Sie zum Beispiel für ein Fundament für die Terrasse oder ein Gartenhaus benutzen. Zum Einbetonieren von Zaunpfählen, großen Gartenspielgeräten für die Kinder, zum Setzen von Randsteinen für eine Pflasterung oder zum Verlegen von Gehwegplatten reicht jedoch ein Magerbeton. Dieser Beton ist außerdem eine Alternative zu einer Sauberkeitsschicht aus Kies unter einem Fundament. Er bietet dem Fundament, das Sie darauf anlegen, einen noch besseren Halt als eine Kiesschicht. Für ein Fundament ist Magerbeton jedoch nur bedingt geeignet, denn er enthält weniger Zement und ist dadurch weniger belastbar als Universalbeton. Auf ein Fundament aus Magerbeton sollten Sie deshalb keine schweren Bauten wie ein großes Gartenhaus, sondern maximal einen kleinen Schuppen für die Gartengeräte stellen. Der geringere Anteil Zement macht ihn außerdem weniger witterungsbeständig und durchlässiger für Wasser.

Gartenzaun setzen © maho, stock.adobe.com
Ein Zaunpfosten steht auch in Magerbeton sicher © maho, stock.adobe.com

Für einen Universalbeton mischen Sie

  • 4 Teile Sand und/oder Kies
  • 1 Teil Zement

Die Wassermenge, die Sie bei einem Universalbeton hinzufügen, richtet sich nach dem Gewicht des Zements und beträgt immer die Hälfte. Dies wären beispielsweise bei zehn Kilogramm Zement fünf Kilo oder Liter Wasser. Etwas mehr oder weniger Wasser schadet nicht, wenn der Beton eine bestimmte Konsistenz haben soll. Beton in einer etwas flüssigeren Konsistenz lässt sich zum Beispiel leichter in eine Schalung gießen. Zu viel Wasser kann jedoch zu einer Rissbildung führen, denn für die oben beschriebene chemische Reaktion ist nur eine begrenzte Menge Wasser erforderlich. Fügen Sie dem Sand-Zement-Gemisch zu viel Wasser hinzu, bleibt daher Wasser übrig. Es kann nur noch verdunsten und hinterlässt unter Umständen Risse im Beton.

Ein Magerbeton besteht aus

  • 8 Teilen Kies in einer Körnung bis acht Millimeter
  • 1 Teil Zement

Soll der Beton etwas höheren Beanspruchungen standhalten, können Sie die Menge Kies auf bis zu fünf Teile reduzieren.

Ein Magerbeton sollte nach dem Anmischen eine lehmige Konsistenz haben. Der Mischung aus Kies und Zement fügen Sie daher nur so viel Wasser hinzu, bis sie erdfeucht ist.

Rührwerk zum Beton anmischen © mika, stock.adobe.com
Ein Quirl macht das Anmischen von Beton leicht © mika, stock.adobe.com
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Sicherheitsmaßnahmen bei der Herstellung von Beton

Eine kleine Menge Beton können Sie in einem Eimer, einem Bottich oder einer Schubkarre anmischen, eine größere Menge stellen Sie besser in einem Betonmischer her. Bevor Sie sich an die Arbeit machen, sollten Sie jedoch an den Schutz Ihrer Gesundheit denken. Zementstaub reizt die Schleimhäute, deshalb ist ein Atemschutz zu empfehlen. Darüber hinaus reizt angemischter Beton die Haut. Tragen Sie deshalb möglichst Handschuhe und Kleidung mit langen Ärmeln. Besonders gefährlich ist Beton für die Augen. Vermeiden Sie deshalb Spritzer oder setzen Sie eine Schutzbrille auf.

Beton im Eimer, Bottich oder in der Schubkarre mischen

Mischen Sie den Beton in einem Gefäß an, feuchten Sie zunächst den Boden des Gefäßes mit Wasser an. Dadurch bleiben der Sand und der Kies nicht auf dem Boden kleben. Dann geben Sie den Sand und/oder den Kies sowie den Zement hinein und vermischen die Substanzen miteinander. Nun fügen Sie, während Sie gleichzeitig rühren, etappenweise das Wasser hinzu. Als Werkzeug eignet sich eine Maurerkelle. Noch einfacher ist es jedoch mit einem Quirl für die Bohrmaschine. Die Bohrmaschine lassen Sie etwa vier Minuten laufen, damit sich alle Komponenten des Betons gleichmäßig miteinander vermischen. Mischen Sie den Beton mit der Maurerkelle, ist daher Muskelkraft und Ausdauer vonnöten.

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So stellen Sie Ihren Beton in einem Betonmischer her

Haben Sie sich für einen Betonmischer entschieden, beginnen Sie mit dem Wasser. Etwa zwei Drittel der benötigten Menge schütten Sie in den bereits eingeschalteten Betonmischer. Dann fügen Sie immer abwechselnd einige Schaufeln Sand und/oder Kies und eine Schaufel Zement hinzu. Das restliche Wasser schütten Sie zum Schluss in den Betonmischer und lassen ihn noch etwa vier Minuten laufen.

Betonmischer © Christian Schwier, stock.adobe.com
Mit einem Betonmischer und einer Schubkarre sind selbst Fundamente schnell fertig © Christian Schwier, stock.adobe.com

Hinweise für die Verarbeitung von Beton

Ihr Beton ist gebrauchsfertig, wenn er eine gleichmäßige Konsistenz hat und leicht glänzt. Ihn sollten Sie schnellstmöglich verarbeiten, damit er nicht schon im Kübel auszuhärten beginnt. Denken Sie bei der Verarbeitung aber auch an eine möglichst baldige Reinigung der benutzten Werkzeuge, Kübel und gegebenenfalls des Betonmischers. Ausgehärteter Beton lässt sich kaum noch entfernen.

Die Aushärtung eines Betonfundaments dauert rund vier Wochen. Bei dünneren Betonschichten geht es entsprechend schneller. Beachten Sie hierbei, dass der Hydratationsprozess nur bei Temperaturen von über 10 °C stattfindet. Legen Sie ein Betonfundament in den Wintermonaten im Garten an, sollten Sie es deshalb mit einer Plane abdecken. An heißen Sommertagen ist eine Abdeckung ebenfalls ratsam, damit das enthaltene Wasser nicht verdunstet oder der Beton zu schnell aushärtet. Auch bei einer zu schnellen Aushärtung entstehen leicht Risse. Zusätzlich können Sie die Betonoberfläche regelmäßig befeuchten. Am besten wählen Sie für diese Arbeiten jedoch einen Zeitraum mit moderaten Temperaturen.

dreckige Betontreppe © xy, stock.adobe.com
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