Fundamente anlegen

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Fundamente anlegen – Punktfundamente, Streifenfundamente und Fundamentplatten

Möchten Sie ein Fundament anlegen, haben Sie die Wahl zwischen einem Punktfundament, einem Streifenfundament und einer Fundamentplatte. Hier erfahren Sie, wofür sich die einzelnen Fundamente eignen und wie Sie diese anlegen. Vorab jedoch noch ein Hinweis: Planen Sie die Arbeit für einen Zeitraum mit moderatem Wetter. Zu hohe und zu niedrige Temperaturen sowie Dauerregen schaden dem Beton, solange er noch nicht ausgehärtet ist.

Beim Abstecken des Fundaments helfen Ihnen Holz- oder Metallpflöcke sowie robuste Schnüre und bei der Planung einer Fundamentplatte ein großer Winkel. Ob alle Ecken einen rechten Winkel haben, lässt sich aber auch durch das Messen der Diagonalen überprüfen. Sie haben bei perfekt abgesteckten Rechtecken und Quadraten exakt die gleiche Länge.

Das Punktfundament

Punktfundamente eignet sich gut zum Einbetonieren von Pfosten, die Sie zum Aufstellen beispielsweise eines Zauns oder einer Wäschespinne brauchen. Diese Pfosten können Sie in den Beton einlassen oder Sie verwenden Pfostenanker, an denen Sie die Pfosten später festschrauben. Die Verwendung von Pfostenankern bietet sich vor allem für Pfosten aus Holz und anderen empfindlichen Materialien an, die keinen direkten Kontakt zum Erdreich haben sollten.

Für Punktfundamente benötigen Sie nur wenig Beton, denn diese Fundamente legen Sie nur dort an, wo später Pfosten stehen sollen. Die Kosten sind daher niedriger als bei den anderen Fundamenten und auch das Anmischen ist relativ schnell erledigt.

Fundamentarbeiten © schulzfoto, stock.adobe.com
Für Pfosten und Pfostenträger: Punktfundamente © schulzfoto, stock.adobe.com

So legen Sie Punktfundamente an

  1. Punktfundamente sollten eine Größe von etwa 40 x 40 Zentimetern haben und bis in eine frostfreie Tiefe von 80 Zentimetern ragen. Dadurch ist gewährleistet, dass der Beton in kalten Wintern keinen Schaden nimmt. Graben Sie mit dem Spaten oder noch besser mit einem Erdbohrer daher entsprechend große und tiefe Löcher.
  2. Zement ausgleichen © DedMityay, stock.adobe.com
    Eine exakt ausgerichtete Schalung erleichtert das Abziehen © DedMityay, stock.adobe.com
  3. Die Löcher versehen Sie mit einer Schalung aus zwei bis drei Zentimeter dicken Brettern. Sie verhindern, dass der noch flüssige Beton sich zu den Seiten ausbreitet. Ist der Untergrund sehr locker, drückt der Beton die Schalungsbretter eventuell auseinander. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Bretter von den Außenseiten abzustützen. Auch das Verschrauben der Bretter mithilfe von Winkeln ist oft hilfreich. Achten Sie außerdem darauf, dass alle oberen Kanten der Schalungsbretter auf der gleichen Höhe liegen. Dadurch können Sie den Beton nach dem Einfüllen bündig abziehen. Überprüfen Sie den Sitz der Bretter deshalb mit der Wasserwaage.
Tipp: Kunststoffrohre mit entsprechend großem Durchmesser eignen sich ebenfalls sehr gut als Schalung. Diese Rohre müssen Sie nur auf die nötige Länge schneiden und in die gegrabenen Löcher stecken.
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Das Streifenfundament

Ein Streifenfundament bietet sich für den Bau einer Mauer oder einer Wand an. Bei ihm verteilt sich das Gewicht der Steine gleichmäßig auf den Untergrund, sodass spätere Schäden durch ein Absacken in einzelnen Bereichen unwahrscheinlich sind. Darüber hinaus kann das Graben zahlreicher Löcher für Punktfundamente recht lange dauern. Müssen Sie viele Pfosten einbetonieren, ist ein Streifenfundament deshalb eventuell die bessere Lösung. Ein Streifenfundament empfiehlt sich darüber hinaus für besonders lockere Untergründe und Böden mit einer ungleichmäßigen Dichte. Dort könnten einzelne Punktfundamente absacken und beispielsweise einen Zaun in einer Schieflage bringen.

Fundament vorbereiten © Carola Schubbel, stock.adobe.com
Ideal für den Mauerbau: das Streifenfundament © Carola Schubbel, stock.adobe.com

So bereiten Sie ein Streifenfundament vor

  1. Ein Streifenfundament sollte ebenfalls 80 Zentimeter tief sein. Die richtige Breite hängt davon ab, wie dick beispielsweise die Mauer werden soll. Rechnen Sie auf beiden Seiten etwa zehn Zentimeter hinzu. Das Minimum beträgt wie beim Punktfundament 40 Zentimeter.
  2. Den ausgehobenen Graben kleiden Sie mit Schalungsbrettern aus. Denken Sie auch hierbei – sofern erforderlich – an eine Abstützung von außen und richten Sie die Bretter mit der Wasserwaage aus.
Hinweis: Eine Schalung dürfen Sie nach Belieben im Boden lassen oder nach dem Aushärten des Betons entfernen.
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Freistehende Schalung ©  ilyaska, stock.adobe.com
Eine freistehende Schalung benötigt Stützen © ilyaska, stock.adobe.com

Die Fundamentplatte

Fundamentplatten werden unter anderem beim Terrassenbau sowie bei der Aufstellung von Gartenhäusern, Carports und ähnlich großen Bauten angelegt. Auch andere schwere Gegenstände wie ein großer Grillkamin stehen auf einer Fundamentplatte sicher. Eine Fundamentplatte sollte an allen Seiten etwa zehn Zentimeter größer als das geplante Bauwerk sein und wie die Punkt- und Streifenfundamente bis in eine frostfreie Tiefe von mindestens 80 Zentimetern reichen.

Fundament glätten © Bobcat Beasley, stock.adobe.com
Auf einer Fundamentplatte steht das Gartenhaus sicher © Bobcat Beasley, stock.adobe.com

So geht es nach den Vorbereitungen weiter

  1. Unabhängig von Ihrer Entscheidung für ein Punkt- oder Streifenfundament oder eine Fundamentplatte empfiehlt sich eine Drainageschicht aus Kies oder einem Sand-Kies-Gemisch. Sie lässt Regenwasser schneller in das Erdreich versickern und schützt dadurch den Beton vor Schäden. Geben Sie deshalb zunächst eine circa 20 Zentimeter hohe Schicht aus Sand und Kies oder ausschließlich Kies in die Schalung. Diese Drainageschicht verdichten Sie mit einem Stampfer oder bei einem größeren Vorhaben mit einer Rüttelplatte.
  2. Füllen Sie zunächst nur einen Teil des Betons ein. Beim Einfüllen entstehen oft Luftblasen und Hohlräume, die sich bei einer geringen Tiefe leichter beseitigen lassen. Der Beton verdichtet sich, wenn Sie mit einem dicken Stück Holz, einem Spaten oder einem anderen Gegenstand auf seine Oberfläche und gegen die Schalung schlagen.
  3. Metallgitter für Fundament © Touch1976, stock.adobe.com
    Bewehrungsmatten erhöhen die Tragfähigkeit von Fundamenten © Touch1976, stock.adobe.com
  4. Eine Bewehrungsmatte aus Stahl ist kein Muss, erhöht aber die Tragfähigkeit des Betons. Dementsprechend empfiehlt sie sich für Fundamente, die später eine hohe Last zu tragen haben. Möchten Sie eine Baustahlmatte verwenden, legen Sie diese auf den Beton, wenn die Schalung bis zur halben Höhe gefüllt ist, und fahren danach mit dem Einfüllen fort. Achten Sie beim Zuschnitt und beim Verlegen darauf, dass der Stahl nicht seitlich aus dem Fundament ragen darf. Die gesamte Stahlmatte muss von Beton umschlossen sein.

    Sofern Sie Pfosten einbetonieren möchten, dürfen Sie natürlich nicht vergessen, diese rechtzeitig in den Beton zu setzen. Sie müssen zum Schluss genau ausgerichtet und fixiert werden, damit sie beim Aushärten des Betons nicht verrutschen oder sich zu einer Seite neigen.

  5. Beton mit Maurerkelle glatt streichen © lovelyday12, stock.adobe.com
    Mit der Kelle wird die Betonoberfläche glatt © lovelyday12, stock.adobe.com
  6. Ist die Schalung bis zur Oberkante der Bretter mit Beton gefüllt, ziehen Sie den Beton mit einer langen Metallschiene oder einem geraden Brett ab. Kleinere Unebenheiten in der Oberfläche lassen sich mit einer Glättkelle beseitigen.

    Fundamente bis in eine frostfreie Tiefe brauchen einige Wochen, bis sie vollständig ausgehärtet und belastbar sind. Herrscht in diesem Zeitraum warmes und trockenes Wetter, sollten Sie den Beton täglich oder an jedem zweiten Tag mit Wasser befeuchten. Dadurch verhindern Sie eine zu schnelle Trocknung, bei der leicht Risse entstehen. Zu viel Feuchtigkeit ist jedoch ebenfalls schädlich. Bei regnerischem Wetter decken Sie das Fundament deshalb am besten mit einer Plane ab.

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