Ein Fundament aus Dämmstoff
Bei einem Neubau ist nach der aktuellen Bautechnik eine besondere Form der Dämmung möglich: die unterseitige Dämmung der Lastabtragenden Bodenplatte. Diese Dämmform bietet konstruktiv einen besonderen Vorteil: Sie erlaubt eine vollkommen wärmebrückenfreie Ausführung des Kellergeschosses. Für Passivhäuser, deren Energieverbrauch per Definition pro Jahr maximal nur noch 15 Kilowattstunden betragen darf, ist dieser Vorteil maßgebend. Denn ebenso wie der niedrige Energieverbrauch wird eine wärmebrückenfreie Ausführung des gesamten Gebäudes verlangt.

Dämmungs-Rechner:
Kosten und Einsparungen Ihrer Sanierung berechnen
Bei herkömmlichen Bauwerken, die nach dem Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) zwar auch hohe energetische Anforderungen erfüllen müssen, aber nicht so strengen Vorgaben wie Passivhäuser unterliegen, wird trotz des Vorteils häufig noch die Dämmung der Bodenplatte von innen bevorzugt. Bauherren sollten, wenn möglich, auf eine außenseitige Dämmung der Bodenplatte achten.

Sockeldämmung
Die Sockeldämmung: Perfekter Übergang für einen effizienten Wärmeschutz Um Energie zu sparen und damit die Heizkosten eines Eigenheims niedrig zu… weiterlesen
Der Bau beginnt mit der Dämmung
Nach der Vorbereitung des Baugrunds ist die Dämmung, die erste Schicht, die aufgebracht wird. Die Dämmplatten werden dazu im Verbund – das bedeutet mit versetzten Fugen – zu einer geschlossenen und ebenen Schicht ausgelegt. Die Dämmstoffe in diesem Bereich müssen später die gesamte Last des Gebäudes tragen. Sie müssen daher eine besonders hohe Druckfestigkeit aufweisen und dürfen sich nicht zusammenstauchen. In der Fachsprache spricht man von einem besonders geringen Kriechverhalten. Diese Eigenschaft weisen vorwiegend die Materialien XPS und Schaumglas auf.
XPS ist in Dämmplatten mit der Kantenausführung als Stufenfalz erhältlich. Das bedeutet, dass die Kanten eine Abstufung aufweisen, die beim Verlegen ineinandergreift. Damit ist die Ausführung einer geschlossenen Fläche besonders einfach.
Schaumglas ist spröde und verlangt einen sehr ebenen Untergrund, um seine Druckfestigkeit voll ausspielen zu können. Die Dämmplatten werden daher in der Regel in einer Schicht Heißbitumen verlegt.
Die Dämmschicht bildet schließlich die Grundlage, auf der die Gründungsplatte des Hauses gegossen wird.
Richtige Ausführung der Stirnseiten
Eine Detail, auf das besonderes Augenmerk gelegt werden muss, sind die Stirnseiten der Gründungsplatte. Auch sie müssen gedämmt werden. Dazu werden die Dämmplatten in entsprechender Größe in die Schalung mit eingelegt. Dies erfordert besondere Sorgfalt, denn Verlegefehler können zu Wärmebrücken führen.


Perimeterdämmung
Perimeterdämmung – die Außendämmung für den Keller Der Begriff Perimeterdämmung bezeichnet alle Dämmmaßnahmen, die mit dem Erdreich in Kontakt stehen.… weiterlesen