Mehr Raum und Lebensqualität durch Hausanbau

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Mehr Raum und Lebensqualität durch Hausanbau

Haus mit Anbau © KB3, stock.adobe.com
Haus mit Anbau © KB3, stock.adobe.com

Haben Sie schon einmal über einen Hausanbau nachgedacht? Oder spielen Sie möglicherweise bereits konkret mit dieser Idee? Dann gibt es so einiges, was Sie beachten sollten, damit es später keine unliebsamen Überraschungen gibt. Wir informieren Sie in diesem Artikel über die gängigsten Gründe für einen Anbau, die unterschiedlichen Varianten und die wichtigsten Überlegungen, die Sie anstellen sollten.

Gründe für einen Hausanbau

Die Motivation für einen Anbau am Haus kann ganz unterschiedlich sein. Prinzipiell geht es natürlich um zusätzlichen Wohnraum, und schon dafür gibt es zahlreiche Gründe. So ist die Familienplanung ganz im Gegensatz zu ihrem Namen eben nicht immer planbar. Wenn plötzlich ein weiteres Kinderzimmer fehlt, ansonsten aber alles stimmt, ist das ein besonders schöner Grund.

Aktuell erlangt zudem das Home-Office einen ganz neuen Status. Doch wer dauerhaft zuhause arbeitet, braucht dort einen separaten Raum, der ruhig, aufgeräumt und nur auf die Arbeit ausgerichtet ist. Nur dann ist konzentriertes Arbeiten möglich und das Home-Office effizient, ohne ins Privatleben einzugreifen.

Vielleicht haben Sie auch ein neues Hobby für sich entdeckt und brauchen dafür eine kleine Werkstatt oder ein lichtdurchflutetes Atelier, in dem Sie sich gern aufhalten.

Sie sehen: Zu wenig Platz muss nicht immer gleich ein Grund zum Umziehen sein. Wenn Sie sich in Ihrem Zuhause ansonsten rundum wohlfühlen, wäre es fatal, dieses Glück für ein paar Quadratmeter mehr aufs Spiel zu setzen.

Kernsanierung eines Wohnhauses © beugdesign, stock.adobe.com
Auch ein Altbau kann mit einem Anbau versehen werden © beugdesign, stock.adobe.com
Tipp: Wenn Sie Ihren Anbau als Home-Office nutzen wollen, können Sie die Kosten unter Umständen sogar von der Steuer absetzen!
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Anbau über eine komplette Seitenwand

Die „große“ Lösung bietet sich, wenn Sie einen Anbau über eine gesamte Seitenwand des Hauses vornehmen. Je nach Grundriss vergrößern Sie damit den Raum dahinter um etliche Quadratmeter oder schaffen einen ganz neuen Raum. Wenn Sie sich beispielsweise ein geräumigeres Wohnzimmer wünschen, und dafür gern auf ein Stück Garten verzichten, bietet sich der Ausbau in Richtung der Terrasse an. Diese grenzt in der Regel an das Wohnzimmer. Gleichzeitig können Sie dann mit den neuen äußeren Wänden zum Beispiel für mehr Licht sorgen, wenn Sie große Glasflächen wählen.

Anbau an ein Einfamilienhaus © by-studio, stock.adobe.com
Verabschieden Sie sich von alten Mustern und seien Sie offen für neue Ideen. Dann kann ein Anbau zur neuen Wohlfühloase werden © by-studio, stock.adobe.com

Der Garten für den Winter

Wintergärten waren mal ein großer Trend, doch heute wollen wir uns selten auf eine Nutzungsmöglichkeit beschränken. Eine Mischform bietet Ihnen mehr Möglichkeiten bei den gleichen Vorteilen. Zum Beispiel können Sie so einen neuen Essbereich erschließen, der ans vorhandene Wohnzimmer anschließt. Auch hier spielen große Glasflächen natürlich eine Rolle, damit Sie den Raum auf Wunsch begrünen und für einen starken Sonneneinfall sorgen können. Wenn Sie jedoch gleichzeitig einplanen, dass nicht alle Seiten gläsern sind oder Sie an bestimmten Stellen eine Abschirmung einplanen, vergrößern Sie die Einsatzmöglichkeiten.

Wintergarten © Roland Spiegler, fotolia.com
Wintergarten können ans Wohnhaus angebaut werden © Roland Spiegler, fotolia.com

Kleine Lösungen mit großer Wirkung

Es muss gar nicht immer gleich ein kompletter neuer Raum sein, den Sie durch einen Anbau schaffen. Wenn es Ihnen in Ihrem Heim einfach alles etwas eng und dunkel erscheint, genügen oft schon ein paar Quadratmeter für einen ganz neuen Eindruck. So lassen sich beispielsweise Räume durch einen Durchbruch der Außenfassade ein Stück nach außen verlängern. Perfekt ist es, wenn darunter der Balkon liegt, für den Sie sich damit gleichzeitig eine schützende Überdachung schaffen.

Dachgaube © contrastwerkstatt, stock.adobe.com
Eine Dachgaube schafft zusätzlichen Wohnraum © contrastwerkstatt, stock.adobe.com

Auf- statt Anbau

Ihr Haus besitzt ein Flachdach? Dann haben Sie unter Umständen auch die Möglichkeit, nach oben hin anzubauen. Flächenmäßig sind Sie dann recht flexibel, aber Achtung: Hier spielt die Traglast des vorhandenen Daches die entscheidende Rolle! Außerdem sollten Sie bedenken, dass ein Aufbau die äußere Wirkung des Hauses deutlich stärker verändern wird.

Dachaufstockung © by-studio, stock.adobe.com
Dachaufstockung © by-studio, stock.adobe.com

Grundriss und Lage sind entscheidend

Natürlich müssen Sie sich nach den vorhandenen Gegebenheiten richten. Bei einem Mittelreihenhaus bleibt nur der Weg in Richtung Garten, bei einem Doppelhaus fällt zumindest eine Seite weg und bei einem sehr kleinen Grundstück wird es im wahrsten Sinne eng, und es bleibt nur der Aufbau nach oben, sofern er möglich ist. Auch bestimmte Nutzungswünsche sind dabei zu berücksichtigen. Brauchen Sie ein Atelier mit viel Tageslicht, bringt auch ein gläserner Anbau Sie nicht ans Ziel, wenn er komplett im Schatten zwischen zwei Häusern liegt.

Die Qual der Wahl – das Material

Sie können den Anbau ganz unterschiedlich gestalten, und das beginnt schon beim Gerüst. In der Regel wählen Sie zwischen Holz und Metall. Unterschätzen Sie diese Wahl nicht, denn diese Materialien sorgen für ein sehr unterschiedliches Äußeres. In erster Linie sollte der Anbau natürlich zum bestehenden Haus passen und in jeder Art angeglichen werden. Alternativ entscheiden Sie sich für den ganz starken Kontrast, der durchaus attraktiv sein kann, aber auch ein gewisses Geschick erfordert.

Haus mit modernem Anbau © KB3, stock.adobe.com
Damit ein kontraststarker Anbau am Ende wirklich gefällt, ist im Vorwege nicht nur Kreativität, sondern auch Vorstellungsvermögen gefragt © KB3, stock.adobe.com

Was Sie im Vorwege berücksichtigen müssen

Bevor Sie überhaupt richtig durchstarten, sollten Sie sich unbedingt um einige wichtige Punkte kümmern. Nichts ist ärgerlicher als sich auf eine Idee zu versteifen, die dann am Ende nicht umsetzbar ist. Machen Sie sich daher zuallererst Gedanken zu den folgenden Fragen:

  • Wofür möchten Sie den Anbau nutzen?
  • Welche Größe muss der Anbau dafür haben?
  • Welche zusätzlichen Bedingungen (Licht, Zugang, Lautstärke) sind zu berücksichtigen?
  • Nehmen Sie sich mit dem Anbau möglicherweise Licht in den bestehenden Räumen?
  • Dürfen Sie einen Anbau überhaupt vornehmen?

Die ersten Fragen sind relativ leicht zu beantworten, schwieriger wird es bei der letzten. Dafür ist sie umso wichtiger. Grundvoraussetzung ist, dass es sich um Ihr Eigentum handelt. Haben Sie das Haus gemietet, so steht als allererstes die Anfrage beim Vermieter an. Dass er einen so massiven Eingriff in das Gebäude genehmigt, ist allerdings nicht sehr wahrscheinlich.

Selbst wenn all das gegeben ist – in Deutschland ist sehr vieles genehmigungspflichtig, und im Bauwesen ganz besonders. Wichtig: Die Regelungen dafür sind nicht einheitlich, sondern können von Bundesland zu Bundesland bzw. von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sein. Informieren Sie sich daher unbedingt und bevor Sie in die konkrete Planung gehen bei Ihrem zuständigen Bauamt:

  • Welche Größe darf ein Anbau haben, generell oder um eventuell genehmigungsfrei zu sein?
  • Wo darf an Ihrer Immobilie angebaut werden?
  • Wie sieht es mit der Grenzbebauung zum Nachbarn aus?
  • Was dürfen Sie selbst machen und wofür sind auf jeden Fall Fachleute zu engagieren?
  • Welche weiteren Vorgaben müssen eingehalten werden?

Kosten eines Anbaus

Eine Pauschalsumme für den Kostenaufwand lässt sich bei dieser Vielfalt an Möglichkeiten nicht ermitteln. Im besten Fall nehmen Sie sich einen Architekten, der Sie berät und auf Basis Ihrer Wünsche und Möglichkeiten einen Vorschlag erarbeitet und die Kosten ermittelt. Damit sind Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite, denn ein Architekt hat Erfahrung, kennt sich auch mit den Regularien aus und bringt obendrein neue Ideen ins Spiel. Natürlich müssen Sie sein Honorar aber mit einrechnen. Vergessen Sie außerdem nicht, dass bei größeren Vorhaben möglicherweise noch Kosten von Seiten der Behörden dazu kommen, denn auch wenn der Anbau genehmigt wird, müssen Sie für diese Genehmigung zahlen.

Fazit

Es ist absolut reizvoll, das eigene Haus mit einem Anbau zu vergrößern, zu verschönern oder einfach zu verändern. Sie schenken sich damit mehr Raum und durch dessen Nutzung mehr Lebensqualität. Die konkrete Nutzung ist dabei erst einmal zweitrangig. Hinzu kommt aber natürlich, dass sich die Lebensqualität zusätzlich erhöht, wenn Sie ein lang ersehntes Hobby endlich ausführen können oder aber dafür nicht mehr wegfahren müssen, weil sich Ihre Werkstatt in den eigenen vier Wänden befindet. Es wird also kaum passieren, dass Sie einen solchen Anbau später bereuen.

Dennoch gibt es viele Dinge zu beachten, bevor es konkret wird. Nur dann können Sie sicher sein, den gewonnenen Raum optimal nutzen und genießen zu können. Eine sorgfältige Planung im Voraus ist daher unabdingbar.

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