Altbausanierung Förderung

Teilen:

Altbausanierung: Fördermittel 2019 nutzen

In Deutschland genießt der Gebäudebestand einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft, denn historische Bauwerke spiegeln auch immer den Lauf der Geschichte wieder. Demgegenüber steht der schlechte Zustand, in dem sich viele Altbauten befinden. Besonders große Mängel zeigen sich im Hinblick auf die Energieeffizienz. Um die internationalen Klimaschutzziele, zu deren Umsetzung sich Deutschland mit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls verpflichtet hat, zu erreichen, hat die Bundesregierung das CO2-Gebäudesanierungsprogramm ins Leben gerufen, das über finanzielle Förderungen Anreize zum energieeffizienten Bauen schafft.

Fördermittel © Doc Rabe, fotolia.com
Fördermittel bei der Sanierung nutzen © Doc Rabe, fotolia.com

Eine umfangreiche Auswahl an Förderprogrammen existiert ebenfalls für die energetische Sanierung von Altbauten. Am bekanntesten sind wohl die Förderprogramme der KfW-Bank. Sowohl die Umsetzung von energetischen Einzelmaßnahmen als auch die komplette Modernisierung von Altbauten zu sogenannten KfW-Effizienzhäusern wird gefördert.

Energetische Sanierung: Hier sollten Sie nach Fördermittel anfragen
Energetische Sanierung: Hier sollten Sie nach Fördermittel anfragen
Tipp: Günstigste regionale Handwerker und Fachbetriebe finden, Angebote vergleichen und bis zu 30% sparen. Jetzt unverbindlich anfragen

Förderprogramme der KfW-Bank zur energetischen Sanierung

KFW-Bank
KFW-Bank
KFW-Bank Die nationale Förderbank KfW wurde 1948 mit dem Ziel gegründet, den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft zu finanzieren. Neben der Förderung von Existenzgründungen des Mittelstands unterstützt die KfW zahlreiche Projekte, die das Bauen, Wohnen und Energiesparen betreffen. Im Mittelpunkt der KfW-Förderprogramme steht das KfW-Effizienzhaus. Diese Bezeichnung steht für einen Energiestandard von Gebäuden, der sich an den festgelegten Maximalwerten zum Energiebedarf aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) orientiert. Unterschiedliche Förderstufen, die die Anforderungen aus der EnEV um einen bestimmten Prozentsatz unterschreiten, stehen zur Auswahl. So verbraucht beispielsweise ein KfW-Effizienzhaus 55 nur 55 Prozent der Energie eines vergleichbaren Neubaus, der nach den Vorgaben zum Energieverbrauch der EnEV errichtet ist.

Für Bestandsimmobilien existiert mit dem Förderprogramm »Energieeffizient sanieren« ein spezielles Programm, das die besonderen Bedingungen der Sanierung miteinbezieht. Das KfW-Effizienzhaus 115 beispielsweise lässt eine Überschreitung der Zielwerte der EnEV um 15 Prozent zu und wird trotzdem gefördert. Hierdurch sind auch Gebäude förderfähig, die durch ihre spezielle Bauweise und Bausubstanz keine besseren Werte erreichen können. Weiterhin werden von der KfW-Bank auch Einzelmaßnahmen bei einer energieeffizienten Sanierung gefördert. Hierunter fallen die Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen, Keller- und Geschossdecken, die Erneuerung der Fenster und Außentüren, die Erneuerung oder Optimierung der Heizungsanlage und die Erneuerung oder der Einbau einer Lüftungsanlage. Auch Beratungskosten und die Honorarkosten für die Planung und die Baubegleitung der Maßnahme sind mit entsprechenden Nachweisen förderfähig.

Sowohl für die energetischen Einzelmaßnahmen als auch für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus existieren Förderhöchstbeträge, die pro Wohneinheiten gelten. Die Beantragung erfolgt in der Regel durch die Bank, die auch die allgemeine Baufinanzierung übernimmt. Gefördert wird unter anderem durch einen Tilgungszuschuss zum aufgenommenen Kredit, der die Laufzeit des Darlehens verkürzt und den Bauherren finanziell entlastet. Für alle Förderprogramme der KfW-Bank gilt: Je höher der Energiestandard, desto höher ist auch der Zuschuss. Als Voraussetzung müssen allerdings die technischen Mindestanforderungen aus den Merkblättern zum jeweiligen Förderprogramm erfüllt werden. Die Einbindung eines Sachverständigen auf dem Gebiet des energetischen Bauens, also eines Energieberaters oder entsprechend qualifizierten Architekten, ist ebenfalls für die Förderung zwingend erforderlich.

TIPP

Nutzen Sie unseren kostenlosen Angebotsservice: Preise von Handwerkern vergleichen und bis zu 30 Prozent sparen

BAFA fördert Energieberatung und erneuerbare Energietechnik

BAFA Logo
BAFA
Ein zweites großes Förderprogramm zur Unterstützung von Bauherrn bei der energetischen Bauweise bietet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA.

Neben der allgemeinen Wirtschaftsförderung sorgt diese Bundesbehörde für die Sicherung einer nachhaltigen Energieversorgung in Deutschland. Auch private Bauherren können für festgelegte energetische Sanierungsmaßnahmen Investitionszuschüsse beantragen. Gefördert wird die Umstellung der Heizungsanlage im Gebäude auf erneuerbare Energien. Sowohl der komplette Ersatz der alten Heizung als auch die Installation von energieeffizienter Anlagentechnik zur Unterstützung der bestehenden Heiztechnik sind förderfähig. Bezuschusst wird unter anderem die Investition in die Errichtung von thermischen Solarkollektoranlagen und Heizanlagen, die auf Basis nachwachsender Rohstoffe betrieben werden. Hierzu zählen vor allem Pelletöfen, die mit Holzpellets befeuert werden. Der Zuschuss wird in der Regel nach Inbetriebnahme der Anlage beantragt und nach Bewilligung ausgezahlt.

Interessant für die Altbausanierungen ist auch die finanzielle Unterstützung der BAFA für eine Vor-Ort-Beratung durch einen Energieberater. Die Beratung umfasst neben dem Beratungstermin auch die Erstellung eines energetischen Sanierungsplans. Hierbei kann der Bauherr zwischen einem Plan zur Komplettsanierung des Gebäudes zum KfW-Effizienzhaus oder einem Sanierungsfahrplan mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen wählen. Voraussetzung für die Anerkennung der Beratungsleistungen durch die BAFA ist, dass der Energieberater über die erforderlichen fachlichen Qualifikationen verfügt. Neben der Berechtigung zur Ausstellung von Gebäudeenergieausweisen muss er spezifische Kenntnisse zur Durchführung einer Vor-Ort-Beratung bei einer Fortbildung erworben haben.

Fördermittel Altbausanierung: Gut zu wissen
Fördermittel Altbausanierung: Gut zu wissen

Weitere Fördermöglichkeiten für die Sanierung

Nicht nur der Bund unterstützt Bauherren bei einer energieeffizienten Bauweise. Viele Bundesländer, Städte und Kommunen bieten ebenfalls attraktive Förderprogramme. In entsprechenden Förderdatenbanken findet man die zur Verfügung stehenden Förderungen für das eigene Bauvorhaben am jeweiligen Standort. Auch eine direkte Anfrage bei der Stadt oder der Kommune lohnt sich. Finanzielle Unterstützung vom Staat gibt es für regenerative Energietechnik auch in anderer Form als über Investitionszuschüsse. So profitieren private Bauherren, die ihren Strom aus erneuerbaren Energien selbst erzeugen, von der sogenannten Einspeisevergütung. Diese sichert ihnen eine festgelegte Vergütung, wenn sie die selbst erzeugte Energie in das öffentliche Stromnetz einspeisen.

Da sämtliche Förderungen von der aktuellen Haushaltslage des Staates abhängen und somit politischen Entscheidungsprozessen unterliegen, sind einige Programme zeitlich begrenzt, andere werden aktualisiert oder hinzugefügt oder komplett gestrichen. Informationen zu Fördermöglichkeiten sollten also immer erst zum gegebenen Zeitpunkt eingeholt werden. Auch hier kann ein qualifizierter Energieberater oder Architekt helfen, das geeignete Förderprogramm für die individuelle Baumaßnahme zu finden.

Tipp: Jetzt zum Newsletter anmelden

Erhalten Sie die wichtigsten News monatlich aktuell und kostenlos direkt in Ihr Postfach
Ihre Email-Adresse wird nur für den Newsletterversand verwendet Datenschutzerklärung

Artikel teilen: