Feuchtigkeitsschäden: Ursachen

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Feuchtigkeitsschäden: Die Ursachen

Zur Feststellung der Ursache des Schadens bedarf es zunächst einer genauen Schadensanalyse. Wer unsicher ist, sollte einen Bausachverständigen für Bautenschutz oder eine Bautenschutz-Fachfirma einschalten. Erst danach kann mit der Behebung des Schadens oder einer erfolgreichen Sanierung des Gebäudes begonnen werden.

Wasserschaden im Keller © E. Adler, fotolia.com
Wasserschaden im Keller © E. Adler, fotolia.com

Hier die häufigsten Ursachen für Feuchtigkeits- oder Wasserschäden:

Schadhafte oder verstopfte Regenfallrohre oder Dachrinnen

Die Dachrinne sammelt das von der Dacheindeckung ablaufende Regenwasser an der Dachtraufe und führt es durch das Regefallrohr ins Erdreich ab. Sind Dachrinne oder Fallrohr defekt oder verstopft, kann Regenwasser in das Außenmauerwerk gelangen.

Defekte Wasser- oder Heizungsleitungen

Wasser- und Heizungsleitungen liegen in der Regel im Mauerwerk und verursachen bereits bei kleinsten Defekten auf Dauer Feuchtigkeitsschäden.

Schadhafte Fenster

Schließen Fenster nicht richtig, gelangt Regenwasser ins Mauerwerk. Außerdem verursachen Temperaturunterschiede Schwitzwasser und bilden Flecken oder Schimmelbildung am Fenstersturz oder Fensterbacken.

Schadhaftes Dach

Schon kleine Schäden an der Dacheindeckung lassen Wasser einsickern. Aufgepasst: der Wasserschaden muss nicht unbedingt auf dem Speicher oder der darunter liegenden Decke auftreten. Auch tiefere Geschosse können betroffen sein!

Fehlende oder defekte Rückstausicherung

Durch die Rückstausicherung werden Gebäude gegen einen Stau des Abwassers im Kanalsystem geschützt. Staut sich das Abwasser im Kanal drängt es in die angeschlossenen Hausabflussleitungen zurück. Fehlt die Rückstausicherung werden alle tieferliegenden Bereiche des Hauses überflutet.

Mangelhafte Lichtschächte

Der Lichtschacht schafft zwischen dem Erdreich und dem Kellerfenster einen Abstand, der für Licht und Frischluft in Kellerräumen sorgt. Die mit dem Mauerwerk verbundenen Lichtschächte müssen mit dem Mauerwerk gegen Kälte und Feuchtigkeit isoliert werden. Fehlt diese Isolierung, oder ist schadhaft, dringt Feuchtigkeit ins Mauerwerk.

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Fehlende Sickerschicht

Die Sickerschicht lässt anfallendes Wasser in die Dränleitung abfließen und schützt das erdberührende Außenmauerwerk vor Feuchtigkeit. Fehlt die Sickerschicht, nimmt das Mauerwerk das anfallende Wasser auf.

Fehlende oder verstopfte Dränage

Die Dränage führt Grund- beziehungsweise Niederschlagswasser unterhalb der Geländeoberfläche ab. Fehlt die Dränge oder ist verstopft, drück das Grund- oder Regenwasser ins Mauerwerk.

Verstopfte Grundleitungen

Die Grundleitungen dienen der Abführung des Abwassers in den Kanal. Verstopfte Grundleitungen lassen das Abwasser nicht mehr abfließen. Es kommt zum Rückstau und Überflutungen.

Fehlende Abdichtung im erdberührenden Bereich

Mauerwerk im Erdboden muss gegen drückendes und aufstauendes Wasser abgedichtet werden. Fehlt diese Abdichtung kommt es zwangsläufig zu erheblichen Wasserschäden.

Setzrisse im Fundamentbereich

Das Fundament eines Hauses „versperrt“ drückendem Grundwasser den „natürlichen“ Weg. Kommt es zu Setzrissen im Fundament, drückt das Grundwasser durch die Risse ins Gebäude.

Fehlende oder defekte Hebeanlage

Hebeanlagen pumpen das Abwasser, das unter der sogenannten Rückstauebene anfällt, auf ein höher liegendes Niveau und leiten es so in den Kanal. Fehlt diese Anlage oder fällt sie aus, werden tieferliegende Gebäudeteile durch das Abwasser überflutet.

Schadhafte oder verstopfte Hofeinläufe

Ein Hofeinlauf (Gully) leitet das Oberflächenwasser auf befestigten Flächen zum Abwasserkanal. Ist der Hofeinlauf defekt oder verstopft, kann das Oberflächenwasser auf nicht isolierte Außenwände oder Türen und Fenster treffen.

Fehlende Türschwelle

Die Türschwelle deckt nicht nur Stoßfugen ab und dient als unterer Anschlag für das Türblatt. Durch die Verwendung von Türschwellen wird das Eindringen von Wasser unterhalb der Tür verhindert. Fehlt die Türschwelle kann Wasser in Räume eindringen.

Fehlender oder schadhafter Spritzwassersockel

Der Spritzwassersockel bildet am Haus den untersten, außen liegenden, sichtbaren Teil der Fassade. Er muss dauerhaft Spritzwasserschutz gewährleisten und mit der erdberührten Bauwerksabdichtung verbunden sein. Fehlt der Spritzwassersockel oder ist schadhaft, dringt Wasser ins Mauerwerk oder es ist dauerhaft Feuchtigkeit ausgesetzt.

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