Schimmel am Fenster

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Schimmel am Fenster – wie er entsteht und was man tun kann

Das Fenster ist eine besonders beliebte Stelle für die kleinen schwarzen Flecken, die Hausbesitzern und Mietern das Leben schwer machen. Der Schimmel bahnt sich seinen Weg entlang der Dichtung, wuchert über die Laibung und – als wäre das noch nicht genug – nimmt er sogar den Fensterfalz ein. Doch woran liegt das? Und was genau können Sie dagegen tun?

Schimmel im Bereich des Fensters © fevziie, stock.adobe.com
Schimmel im Bereich des Fensters © fevziie, stock.adobe.com

Das macht Fenster zum Lieblingsort für Schimmelsporen

Das Fensterglas ist normalerweise der kälteste Ort eines Raumes. Besonders im Winter schlägt sich deswegen die warme Raumluft auf dem Glas nieder. Die Luft kühlt ab und kann die hohe Luftfeuchtigkeit nicht mehr halten. Es bildet sich Kondenswasser.

Bis zu dieser Stelle gibt es noch kein Problem. Entdecken Sie die kleinen Tropfen auf Ihrer Scheibe, wissen Sie: Es wird höchste Zeit, ordentlich für Durchzug zu sorgen. Also: Fenster auf, Tür auf – Stoßlüften!

Ein Problem entsteht dann, wenn das Fensterglas nicht die kälteste Stelle des Raumes ist. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Fensterlaibung durch langes Kipplüften sehr stark auskühlt. Nun ist nicht mehr die Fensterscheibe, sondern die Laibung rings herum der Ort, an dem sich die Luftfeuchtigkeit aus dem Raum absetzt. Im Vergleich zur Fensterscheibe hat das einen entscheidenden Nachteil: Sie merken es nicht. Die Feuchtigkeit sickert völlig unbemerkt in das Material und lädt bereits die ersten Schimmelsporen ein, sich im perfekten Milieu niederzulassen.

Ähnliches gilt für unzureichende Dichtungen am Fenster. Werden sie kälter als die umliegenden Wände oder das Fensterglas, sind sie der Ort, an dem sich die Luftfeuchtigkeit absetzt. Auch hier haben Schimmelsporen leichtes Spiel.

Wie gelangt die Feuchtigkeit in den Fensterfalz?

Sie haben ein perfekt isoliertes Haus, womöglich sogar ein Passivhaus? Dann haben Sie mit Wärmebrücken oder kältedurchlässigen Dichtungen wenig zu tun. Aber wie kommt dann die Feuchtigkeit in Ihren Fensterfalz?

Gehen Sie nicht länger auf Spurensuche, wo genau das Wasser von außen eintritt. Mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit stammt es auf Ihrer Raumluft. Da Ihre Wände und Ihre Fenster so gut isoliert sind, findet die Feuchtigkeit keinen anderen Weg, um aus dem Raum zu entweichen. Steigen Feuchtigkeit und Luftdruck im Raum, weil es keine Entlüftungsanlage gibt, sucht sich die Feuchtigkeit einen anderen Weg nach draußen. Hierfür bieten sich zum Beispiel die Scharniere Ihrer Fenster an. Die feuchte Luft dringt in den Falz und kondensiert. Bleibt das unentdeckt, bietet es ungestörten Raum für Schimmelsporen. Hierfür sind insbesondere Fenster in den oberen Etagen anfällig, da der Druck hier besonders hoch ist.

Zusammengefasst:

Die Ursache für Schimmel am Fenster liegt insbesondere in

  • langem Kipplüften bei niedrigen Außentemperaturen
  • unzureichenden Dichtungen
  • besonders guter Isolierung bei fehlender Entlüftung.
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Was können Sie gegen Schimmel am Fenster unternehmen?

Ist der Schimmel in der Laibung, an umliegenden Wänden oder in dem Falz bereits entstanden, bleibt Ihnen keine andere Wahl als ihn zu beseitigen. Dabei gilt: Je schneller, desto besser. Denn die Sporen des Schimmels gelangen auch in Ihre Atemluft und stellen so langfristig ein gesundheitliches Risiko dar. Verwenden Sie bei Ihrem Einsatz an der betroffenen Stelle deswegen am besten auch eine Atemmaske und Handschuhe.

Dem Schimmel rücken Sie am besten mit einem Schimmelentferner oder hochprozentigem Alkohol (mindestens 70 %) zu Leibe. Wie Sie dabei vorgehen und welche Schimmelentferner sich besonders gut eignen, lesen Sie in diesem Artikel: Schimmel: Bekämpfung.

Achten Sie bei der Entfernung des Schimmels unbedingt genau auf die Substanz. Grade Holzfenster oder Papiertapeten bieten einen guten Nährboden. Oberflächliche schwarze Flecken sind hier oft nur ein kleiner Teil des gesamten Befalls. Seien Sie kritisch: Bei besonders ausgeprägtem Befall hilft nur noch eine Sanierung, zum Beispiel durch Austausch des Fensters oder Entfernung der Tapeten.

Schimmelprobe nehmen © Verband Privater Bauherren e.V.
Schimmelprobe nehmen © Verband Privater Bauherren e.V.

Das benötigen Sie, um Schimmel am Fenster zu entfernen:

  • Schimmelentferner (zum Beispiel Chlorreiniger)
  • alternativ: Spiritus
  • Atemmaske
  • Handschuhe
  • nach Bedarf: Tücher, die nach der Behandlung entsorgt werden können

Wie verhindern Sie Schimmel am Fenster, bevor er entsteht?

Das beste Mittel gegen Schimmel: Prävention. Schon mit richtigem Lüften verringern Sie das Risiko von Schimmel am Fenster enorm. Verzichten Sie im Winter auf langes Kipplüften und lüften Sie stattdessen stoßweise. Darüber freuen sich auch die Umwelt und Ihre Energiekostenabrechnung. Denn nach dem Stoßlüften ist Ihr Raum wesentlich schneller wieder auf Wohlfühltemperatur.

Fenster lüften und Schimmel vermeiden © gpointstudio, fotolia.com
Fenster richtig lüften und Schimmel vermeiden © gpointstudio, fotolia.com
Richtig lüften: Fenster weit öffnen und auf Durchzug achten
Richtig lüften: Fenster weit öffnen und auf Durchzug achten

Überprüfen Sie auch die Dichtungen an Ihrer Laibung noch einmal kritisch. Entdecken Sie hier kalte, zugige Stellen als Wärmebrücken, wird es höchste Zeit für eine Erneuerung.

Leben Sie in einem gut isolierten (Passiv-) Haus oder einem sanierten Altbau, sollten Sie unbedingt eine Entlüftung nachrüsten. Sie verhindert einen Überdruck in den oberen Etagen und führt überschüssige Luftfeuchtigkeit gezielt ab.

Zusammengefasst:

So verhindern Sie Schimmel am Fenster:

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