Drückendes Wasser

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Sanierung von Schäden durch drückendes Wasser

Drückendes Wasser liegt vor, wenn ein Gebäude oder Bauteile Grund- oder Schichtenwasser ausgesetzt sind. Je höher das Wasser am Gebäude steht, desto stärker wirkt der Wasserdruck auf das Gebäude. Das Wasser drückt von unten gegen die Bodenplatte oder seitlich auf Wände. Infolgedessen kann des zu Wasserschäden kommen.

Wasserschaden im Keller © E. Adler, fotolia.com
Wasserschaden im Keller durch drückendes Wasser © E. Adler, fotolia.com

Für eine nachträgliche Sanierung von fehlerhaften oder unzureichenden Bauwerksabdichtungen gibt es keine Normen, die ein Vorgehen festlegen. Jedoch hat die Wissenschaftlich-Technische-Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege (WTA) Möglichkeiten nachträglicher Abdichtungen beschrieben.

Hinweis: WTA-Merkblatt: „Nachträgliches Abdichten erdberührter Bauteile“. WTA Merkblatt 4-6-14/D, ist als E-Book für 30,00 Euro auf der Internetseite „Baufachinformationen“ des Frauenhoferinstituts abrufbar.
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Schutz durch eine neue Abdichtung

Sind die Kellerwände durch drückendes Wasser feucht, erfordert dies oft eine neue Außenabdichtung. Hier helfen nur Kellerwände aufgraben und den Keller abdichten.

Isolierung der Kellerwände © Verband Privater Bauherren e.V.
Freigraben der Kellerwände © Verband Privater Bauherren e.V.

In der Praxis bedeutet dies: Kellermauerwerk bis zur Gebäudesohle freilegen und das Erdreich außen am Graben mit einer Folie gegen Absturz sichern.

Tipp: Die Arbeiten am freigelegten Kellermauerwerk bei warmer und trockener Witterung durchführen! Am besten den Wetterbericht hören und dann die Abdichtmaßnahmen möglichst schnell und fortlaufend ausführen.

Eine neue Beschichtung haftet nur auf festsitzendem Untergrund. Deshalb losen Putz von der Wand schlagen und poröse Mörtelfugen auskratzen. Danach gründlich mit einem Besen abfegen, der möglichst grobe Borsten hat. Das Mauerwerk einige Tage an der Luft trocknen lassen.

Ist die Wand abgetrocknet, die Wand grundieren, damit der folgende Zementputz der Mörtelgruppe P III haftet. Den Putz nach Herstellerangaben anrühren. Den Putz mit einer Maurerkelle mit Schwung aus dem Handgelenk auf das Mauerwerk werfen. „Angeworfenen“ Putz mit einer Glättkelle gleichmäßig verteilen. Nach 30 bis 90 Minuten den Putz mittels Reibe-, Filz- oder feuchtem Schwammbrett glattziehen. Je nach Schichtstärke braucht der Putz rund 48 bis 72 Stunden zum Trocknen (Herstellerhinweise beachten!).

Danach Bitumendickbeschichtung mittels Kelle ca. 4 mm dick aufziehen. Innenecken und Bodenanschlüsse als Hohlkehle ausbilden. Bei wasserundurchlässigen Böden mit stauendem Sickerwasser zwei Schichten mit insgesamt bis zu 7 mm aufziehen. Zwei Tage trocknen lassen.

Es folgen Dämmplatten, die je nach Ausführung, durch Stufenfalz ineinander greifen und mit Bitumen verklebt werden. Diese schützen die Bitumenabdichtung vor Beschädigungen durch das Erdreich.

Zur Ableitung des Grund- oder Schichtwassers werden Noppenbahnen angebracht. Dann wird der Graben wieder verfüllt, die überstehende Noppenbahn abgeschnitten.

Tipp: Wenn man Kellerwände freilegt, stößt man in der Regel auf die Ringleitung oder die Dränage. Bei dieser Gelegenheit sollte man Ring- oder Dränageleitung auf ihre Funktionsfähigkeit überprüfen.
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