Algen, Pilze und Verschmutzungen von der Fassade entfernen

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Algen, Pilze und Verschmutzungen von der Fassade entfernen

Auf der Fassade kann sich Verschiedenes ansammeln, das von Zeit zu Zeit entfernt werden sollte: organischer Bewuchs wie Pilze, Algen und Flechten, Staub und Schmutz aus der Luft und dem Regenwasser oder – vor allem in Städten – Schmierereien und unerwünschte Graffiti. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch die Fassadenfarbe oder den Putz schädigen.

Hausfassade mit Rotalgen © Petair, stock.adobe.com
Unerwünschter Fassadenschmuck: An der Wetterseite dieses Hauses haben sich verschiedene Algen angesiedelt © Petair, stock.adobe.com

Algen- und Pilzbefall, Staub und Emissionsverschmutzungen setzen die Oberfläche der Farbe zu, beschleunigen den Verschleiß und können erwünschte Eigenschaften wie die Dampfdurchlässigkeit („Atmungsaktivität“) der Hauswand oder das schnelle Trocknen der Fassade nach nassem Wetter verhindern.

Ursachen für Algen- und Pilzbefall an Fassaden

Wird die Fassade immer wieder grün oder besonders schnell schmutzig, gibt es dafür meistens mehrere Ursachen. Zum Beispiel eine schattige oder feuchte Lage im Tal, am Hang oder beim Fluss. Oder ein geringer Dachüberstand, so dass die Fassade viel Regenwasser abbekommt. Auch die Fassadendämmung kann den Pilz- und Algenwuchs begünstigen, weil gedämmte Fassaden außen kühler sind und darum langsamer trocknen. Dieser Effekt tritt bei bestimmten Dämmtechniken und Dämmmaterialien verstärkt auf, etwa an Fassaden von Häusern, die mit EPS-Dämmplatten (Polystyrol, Styropor) eingepackt sind.

Statistisch gesehen treten organische Bewüchse in ländlichen Regionen häufiger auf, weil die Luft in der Nähe von Feldern und Wäldern mehr Pilzsporen und anderes Pflanzenmaterial enthält. Dagegen finden sich an den Fassaden von Stadthäusern öfter Emissionsverschmutzungen wie Feinstäube oder Ruß. Mit einer guten Fassadenfarbe, etwa einer rein mineralischen Silikatfarbe, kann man Pilzbefall und Algenbewuchs vorbeugen. Es werden auch Fassadenfarben „mit Lotuseffekt“ angeboten; dabei handelt es sich um schmutz- und wasserabweisende Silikonharzfarben, die das Sauberhalten und Reinigen der Fassade erleichtern. Mehr zu deren Eigenschaften lesen Sie in unseren Artikel über die besten Fassadenfarben.

Fassade Algen © Dieter Pregizer, fotolia.com
Algen auf der Fassade © Dieter Pregizer, fotolia.com

Organischer Bewuchs benötigt vor allem ausreichend Feuchtigkeit, um sich an der Fassade anzusiedeln und wohlzufühlen. Doch während Algen und Moose, die Fotosynthese treiben, schon mit Wasser und Licht zufrieden sind, brauchen Pilze wie der Schimmelpilz zusätzlich organische Nährstoffe. Anders als die meisten Pflanzen können Pilze ihre Energie nicht allein aus Licht gewinnen, sondern müssen essen, d. h. wie Menschen und Tiere andere Lebewesen absorbieren. Wenn auf der Fassade bereits Algen wachsen, bedeutet das für Pilze also einen reich gedeckten Tisch und optimale Lebensbedingungen.

Leider ist noch nie eine Fassade allein davon wieder schön sauber geworden, dass der Pilz alle Algen aufgegessen und sich dann brav zum nächsten Haus verzogen hat. Stattdessen ist der Hausbesitzer gefragt: Entweder muss er selbst regelmäßig mit dem Hochdruckreiniger ran, oder er muss einen Fachbetrieb beauftragen, der eine professionelle Fassadenreinigung durchführt und die Fassade gegebenenfalls renoviert, repariert oder saniert.

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Gründliche Fassadenreinigung nur mit Wasser und Druck

Ist nur der Sockel des Hauses bzw. der untere Teil der Fassade verschmutzt und die Oberfläche darunter intakt und stabil, ist das Entfernen der Beläge auch für Laien kein Problem. Sie brauchen dafür lediglich einen Hochdruckreiniger, etwa den Klassiker von Kärcher, und entsprechendes Zubehör. Davon gibt es jede Menge für verschiedene Einsatzbereiche, darunter Teleskopstrahldüsen für Winkel und schwer zugängliche Stellen, Flächendüsen, die verhindern, dass das Wasser allzu wild herumspritzt, und Schlauchverlängerungen, um z. B. auch auf einer hohen Leiter sicher arbeiten zu können. Falls Wasser und Druck allein nicht ausreichen, etwa bei sehr hartnäckigen, fettigen oder öligen Belägen, gibt es auch Schaumdüsen und -bürsten zum Einsetzen spezieller (Fassaden‑)Reinigungsmittel.

Graffiti auf einer Backsteinwand © Pixs:sell, stock.adobe.com
Mit dem Hochdruckreiniger werden Steine und Fugen von Mauerwerk schnell wieder sauber © Pixs:sell, stock.adobe.com

Die Anschaffung eines Hochdruckreinigers lohnt sich für jeden Hausherrn und auch für Mieter, Gartennutzer und Hobbyhandwerker. Denn damit lassen sich nicht nur Fassaden aller Art (z. B. Stein, Klinker, Beton, Holz oder Metall) rasch, gründlich und umweltfreundlich reinigen, sondern auch Balkonböden, Terrassenplatten, Gartenmöbel, das Auto und alle beschichteten und unbeschichteten Oberflächen, sofern sie intakt und nicht allzu empfindlich sind. Den meisten Nutzern macht diese Arbeit viel Freude, weil sich sofort enorme Erfolge zeigen und das Hantieren mit dem Hochdruckreiniger weit weniger mühselig ist als z. B. das Abbürsten oder Schrubben der Oberfläche.

Reinigung der Fasssade mit dem Hochdruckreiniger
Reinigung der Fasssade mit dem Hochdruckreiniger

Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers, und tragen Sie bei der Arbeit eine Schutzbrille, um Ihre Augen vor Spritzwasser und herumfliegenden Partikeln zu schützen. Rechnen Sie außerdem fest damit, nass und schmutzig zu werden. Wer das nicht will, muss einen Ganzkörper-Schutzanzug tragen.

Schmutz an der Fassade entfernen: Es kommt auf die Fassade an
Schmutz an der Fassade entfernen: Es kommt auf die Fassade an

Effiziente und umweltschonende Tiefenreinigung

Mit dem Hochdruckreiniger bekommen Sie nicht nur Algen, Pilzbewuchs und alle Arten von Land- und Stadtschmutz leicht von der Fassade ab, sondern können sogar Graffiti entfernen. Der Wasserdruck reicht in den meisten Fällen aus, um den Sprühlack vom Untergrund, etwa Fassadenfarbe, Putz oder Mauerwerk, zu lösen. Probieren Sie am besten immer zuerst diese schonende und schnelle Reinigungsmethode, bevor Sie dem Haus mit gesundheits- und umweltschädlichen Lackentfernern, Algiziden oder Fungiziden auf die Fassade rücken. Das ist gut fürs Gewissen und besser fürs Gewässer, denn auch die korrekte Entsorgung chemischer Fassadenreinigungsmittel ist ohne Spezialhilfsmittel (z. B. Absaugvorrichtungen oder Auffangwannen) kaum zu bewerkstelligen. Bei Laien landet die Brühe üblicherweise auf dem Bürgersteig bzw. im Gully, und dann ist es schön, wenn sich nicht mehr Schadstoffe darin befinden als nötig.

Fassade: Verfahren für die Graffiti-Entfernung
Fassade: Verfahren für die Graffiti-Entfernung

Um auf Nummer sicher zu gehen, testen Sie zuerst an einer unauffälligen Stelle, ob der Untergrund dem Wasserdruck standhält. Stellen Sie den Hochdruckreiniger bzw. die Düse so ein, dass der Druck gerade ausreicht, um den Belag mühelos zu entfernen – oft ist dazu gar nicht der maximale Druck erforderlich. Löst sich mit dem Schmutz auch der Putz oder blättert die Farbe ab, braucht die Fassade eine Reparatur und/oder einen neuen Anstrich. In diesem Fall stellt die gründliche Reinigung dafür eine gute Vorbereitung dar – anschließend sehen Sie genau, was noch hält und wo nachgebessert werden muss. Entdecken Sie allerdings schwere Schäden am Putz oder Mauerwerk, z. B. tiefe Risse, Löcher oder großflächig aufgeweichte Areale, rufen Sie lieber einen Profi zu Hilfe, der die Situation richtig einschätzen und entsprechende Sanierungsmaßnahmen vorschlagen oder durchführen kann.

Professionelle Fassadenreinigung durch einen Fachbetrieb

Bei schadhaften oder besonders empfindlichen Oberflächen, verwinkelten Fassaden und natürlich für Arbeiten in gefährlicher Höhe ist das Beauftragen erfahrener Handwerker die beste Lösung. Neben Malern und Stuckateuren führen auch andere Fachbetriebe, z. B. Gebäudereiniger, Fassadenreinigungen und -reparaturen durch. Um einen geeigneten Betrieb in Ihrer Nähe zu finden und die Preise verschiedener regionaler Anbieter zu vergleichen, können Sie unseren kostenlosen Angebotsservice nutzen. Verpflichtungen entstehen Ihnen dadurch nicht – Sie können frei entscheiden, ob Sie eins der Angebote nutzen wollen oder nicht.

Fassadenreinigung – Kosten

Kosten und Preise © foto-tech, stock.adobe.com
Kosten und Preise einer Fassadenreinigung © foto-tech, stock.adobe.com

Die Kosten für eine Fassadenreinigung durch einen Fachbetrieb setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen und müssen daher immer individuell veranschlagt bzw. berechnet werden. Ein wichtiger Kostenpunkt ist das Gerüst, das mit rund 5-10 Euro pro Quadratmeter zu Buche schlägt. Es wird ab etwa 10 Metern Höhe notwendig, weil man vom Boden aus selbst mit guten Teleskopstangen nicht höher kommt.

Eine professionelle Fassadenreinigung mit Hochdruckreiniger und Wasser kann je nach Verschmutzungsart und -grad zwischen 5 und 20 Euro pro m² kosten. Durch die Verwendung von Reinigungs- oder Strahlmitteln können mehrere hundert Euro Mehrkosten entstehen. Noch teurer ist eine zusätzliche Nachbehandlung, etwa das Imprägnieren oder Versiegeln der frisch gereinigten Fassade, um sie vor Feuchtigkeit oder Neuverschmutzung zu schützen. Hierfür berechnen die meisten Betriebe noch einmal zwischen 5 und 20 Euro pro Quadratmeter. Dazu kommen noch etwa 100 bis 200 Euro für die fachgerechte Schmutzwasserentsorgung.

Fassadenreinigung Kostenbeispiel
Fassadenreinigung Kostenbeispiel

Wer sich selbst einen Hochdruckreiniger kaufen will, kann schon ab rund 100 Euro brauchbare Modelle finden. Leistungsstarke Geräte mit viel Zubehör, die sich auch für professionelle Anwendungen eignen, kosten um die 500 Euro und mehr. Wenn Sie damit jedes Jahr Frühjahrsputz rund um Haus und Garten machen, lohnt sich die Investition auf jeden Fall. Ansonsten können Sie Hochdruckreiniger auch mieten, was pro Tag bzw. übers Wochenende zwischen 20 und 100 Euro kostet. Natürlich sind diese Angaben nur grobe Orientierungswerte – wenn Sie es genau wissen wollen, fragen Sie einfach beim Baumarkt Ihres Vertrauens nach oder schauen Sie auf die Internetseiten der Hersteller.

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