Arten von Deckenverkleidungen

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Die Verkleidung der Decke kann einem Raum eine ganz neue Wirkung verleihen, ohne dass dafür eine irreversible Baumaßnahme erforderlich ist. Mit der richtigen Deckenverkleidung können Sie das Erscheinungsbild des Raumes verbessern und das Ambiente aufwerten, etwa durch eine in der Deckenverkleidung integrierte Beleuchtung. Auch die Akustik lässt sich optimieren, etwa durch Verbesserung des Raumklangs oder einfach mehr Schallschutz, also weniger störende Außengeräusche, Trittschall etc.

Schalldämmung durch abgehängte Decke
Schalldämmung durch abgehängte Decke

Unter der eigentlichen Decke hängende oder „schwebende“ Akustikpaneele, die für einen angenehmeren Raumklang mit weniger Hall und störenden „Schallspitzen“ sorgen, erzielen ihre Wirkung dadurch, dass sie weder fest noch flächig mit der Decke verbunden sind. Dagegen können Dämmverkleidungen für mehr Schallschutz, besseren Brandschutz oder weniger Heizkosten nur dann wie gewünscht funktionieren, wenn sie dicht bzw. an den Kanten und Anschlüssen besonders gut angepasst sind. Das geschieht durch fachgerechtes Verfugen der Verkleidungselemente und/oder Einlegen einer zusätzlichen Dämmschicht, z. B. aus Mineralwolle.

Zwischendecke montieren © photo 5000, stock.adobe.com
In einer abgehängten Zwischendecke lassen sich z. B. Kabel und Leitungen gut verstecken © photo 5000, stock.adobe.com

Generell ist zu unterscheiden zwischen Verkleidungen, die direkt an bzw. auf der Decke angebracht werden, und Konstruktionen, durch die eine doppelte Decke mit dazwischenliegendem Hohlraum entsteht. Eine Variante der Doppeldecke ist die Abhängdecke, die unter anderem zum Verkleinern von Räumen aufgrund der Energieeffizienz, aber auch als Installations- und Funktionsdecke montiert werden kann. Ist kein Platz für eine Unterkonstruktion bzw. einen mehrschichtigen Aufbau, kann die Decke zur besseren Innendämmung auch direkt mit leichten Dämmplatten (z. B. Styropor) beklebt werden.

Soll die eingezogene Decke außerdem Stauraum oder sogar eine neue Wohnebene bieten (etwa als Hochbett oder Arbeitsplatz), muss sie entsprechend stabil und tragfähig sein. In diesem Fall brauchen Sie nicht nur belastbare Materialien für die untere Decke (z. B. Holz statt Gipskarton), sondern auch den Rat eines Statikers oder Bauingenieurs – und in den meisten Fällen zusätzliche Stützen, um die Konstruktion sicher und benutzerfreundlich zu gestalten.

Direkt aufgebrachte Deckenverkleidungen verkleinern den Raum natürlich am wenigsten und sind daher bei niedrigen Zimmern oft die einzig sinnvolle Option. Die Verkleidung kann unter anderem das aufwendigere Sanieren oder Renovieren einer unansehnlichen oder schadhaften Zimmerdecke ersetzen, etwa wenn Sie, statt den alten Putz zu entfernen und neuen aufzuziehen, einfach Gipskartonplatten oder dekorative Paneele an die Decke montieren. Auch beim Renovieren von Raucherwohnungen, verrußten oder fettigen Decken ist das Verkleiden oft die schnellste Art, schwierige Untergründe, ästhetische Probleme und unangenehme Gerüche dauerhaft „verschwinden zu lassen“.

Unterscheidung der Deckenverkleidung
Unterscheidung der Deckenverkleidung

Natürlich besteht die Möglichkeit, eine fleckige, vergilbte oder anders unschöne Decke einfach mit Stoff zu verkleiden. Der ist leicht, dünn und kann notfalls mit einer Handvoll Reißzwecken befestigt werden. Das ist allerdings keine besonders hochwertige Lösung, selbst wenn Sie edlen, schönen Stoff oder etwas Außergewöhnliches (z. B. einen ausrangierten Fallschirm) verwenden. Zudem sind solche textilen Ad-hoc-Bespannungen notorische Staub- und Schmutzfänger; sie müssen also regelmäßig abgenommen, gewaschen und neu angebracht werden, was weder dem Stoff noch dem Untergrund guttut.

Welche Vorteile haben Deckenverkleidungen in Trockenbauweise?

Die Trockenbauweise bietet eine Reihe von Vorteilen. Trockenbau ist kosteneffizient, erfordert weniger Zeit und Aufwand als traditioneller Massivbau und eröffnet eine breite Palette an Gestaltungsmöglichkeiten. Ob Sie eine einfache, unkomplizierte Verkleidung oder eine ausgefallene, maßgeschneiderte Lösung suchen, im Trockenbau finden Sie bestimmt eine passende Option, die vom jeweiligen Hersteller mitsamt allen erforderlichen Komponenten als praktische Systemlösung angeboten wird.

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Welche Trockenbau-Deckenverkleidungen gibt es?

Hier sind einige der bekanntesten und am häufigsten verwendeten Arten von Trockenbau-Deckenverkleidungen mit ihren Vor- und Nachteilen:

Rigipsdecke: Damit ist die Deckenverkleidung mit Gipskartonplatten gemeint, die es nicht nur von Rigips, sondern auch von anderen Herstellern wie Fermacell oder Knauf gibt. Rigipsdecken sind einfach zu montieren und preisgünstig. Die Gipskartonplatten können (bei entsprechend tragfähigem Untergrund) direkt mit Ansetzbinder aufgeklebt, angeschraubt oder auf eine Unterkonstruktion aus Holz oder Metall montiert werden.

Unterscheidung der Deckenverkleidung
Unterscheidung der Deckenverkleidung

In jedem Baumarkt bekommen Sie Gipskartonplatten in verschiedenen Größen und Stärken, die Sie dann auf der Baustelle individuell zuschneiden und nach dem Verspachteln der Fugen nach Wunsch verputzen, streichen oder tapezieren können. Alle Trockenbauhersteller bieten darüber hinaus Spezialplatten für den Brandschutz, den Schallschutz oder bessere Wärmedämmung an; lassen Sie sich das umfangreiche Sortiment im Baumarkt zeigen oder lesen Sie sich hier bei Sanier.de dazu um, etwa in unseren Artikeln zu:

Spanndecke: Spanndecken sind eine sehr gute Möglichkeit, das Aussehen der Decke zu verbessern oder eine ganz neue Ästhetik in den Raum zu bringen, ohne schwere Baustoffe verarbeiten, Untergerüste konstruieren oder den Untergrund vorher sanieren zu müssen. Sie bestehen aus einer Kunststofffolie, die unter der vorhandenen Decke von Wand zu Wand gespannt und dann erwärmt wird, um eine perfekt glatte Oberfläche zu erzeugen. Es gibt sehr ausgefallene Arten von Spanndecken, mit denen sich Decken auch mehrdimensional gestalten und sehr kreativ und schön ausleuchten lassen. Mehr über diese moderne Form der Deckenverkleidung lesen Sie in diesem Artikel.

Arten von Spanndecken
Arten von Spanndecken
Decke mit Gipskartonplatten © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
Eine Deckenverkleidung mit Gipskarton gelingt auch unerfahrenen Heimwerkern und sorgt schnell für gute Ergebnisse © Ingo Bartussek, stock.adobe.com

Lichtdecke: Spanndecken aus lichtdurchlässiger Folie, Glas oder Plexiglas, die zusätzlich mit Beleuchtung ausgestattet sind oder besondere Beleuchtungselemente und -optionen mitbringen, werden als Lichtdecken bezeichnet. Damit kaschieren Sie nicht nur, was immer Sie an der Decke nicht sehen wollen, sondern können ganze Räume direkt und/oder indirekt beleuchten.

Helles indirektes Licht mit Lichtdecke
Helles indirektes Licht mit Lichtdecke

Besonders vielseitig und wirkungsvoll ist das natürlich, wenn Sie die Verkleidung mit einer „smarten“ Beleuchtung kombinieren, bei der Sie z. B. zwischen verschiedenen Lichtfarben, Helligkeitsstufen und Farbwechselprogrammen wählen können. Die Einbindung der Lichtdecke in ein Smart-Home-System ist ebenso möglich wie die Beleuchtungssteuerung über eine Fernbedienung oder einen konventionellen Lichtschalter oder Dimmer.

Paneelen: Ausführungen für Decke und Wand
Paneelen: Ausführungen für Decke und Wand

Holzdecke: Holzdecken schaffen eine warme und wohnliche Atmosphäre und haben auch gute wärme- und schalldämmende Eigenschaften. Die Möglichkeiten für Holzdeckendesigns sind durch die große Auswahl von Paneelen, Nut-und-Feder-Brettern und leichten Holzimitaten praktisch unbegrenzt, von der traditionellen rustikalen Eichendecke bis hin zu modernen Designs, die sich mit den verschiedensten Beleuchtungselementen kombinieren lassen. Eine Decke mit Holz zu verkleiden kann daher auch sehr einfach sein – oder eine anspruchsvolle Aufgabe für einen Schreiner oder Zimmermann.

Schlafzimmer mit Holzdecke und  Handtüchern auf dem Bett © sergojpg stock.adobe.com
Eine Holzdecke wirkt besonders wohnlich und bietet gute Dämmeigenschaften © sergojpg stock.adobe.com
Wohnzimmer mit Holzpaneele © XtravaganT, stock.adobe.com
Decke und Wände verkleiden mit Paneelen

Paneele oder Vertäfelungen (der Begriff „Paneel“ kommt vom niederländischen bzw. niederdeutschen Wort für „Tafel“) bestehen klassischerweise aus Holz. Heute werden… weiterlesen

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