Decke und Wände verkleiden mit Paneelen

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Paneele oder Vertäfelungen (der Begriff „Paneel“ kommt vom niederländischen bzw. niederdeutschen Wort für „Tafel“) bestehen klassischerweise aus Holz. Heute werden jedoch neben Echtholzpaneelen wie Brettern oder furnierten Holzplatten auch Paneele aus anderen Werkstoffen für dekorative Wand- und Deckenverkleidungen angeboten. Beliebt sind etwa Paneele aus Kunststoff, PVC oder beschichtetem Metall, mit denen sich die Optik von Wänden und Decken sehr vielseitig gestalten lässt. So können die Paneele in zwei- oder dreidimensionaler Holzoptik, Betonoptik, Stein- oder Stuckoptik ausgeführt sein; auch Textil- und Polsterpaneele („Wandkissen“) sind für individuelle Gestaltungsideen erhältlich.

Wohnzimmer mit Holzpaneele © XtravaganT, stock.adobe.com
Paneele unterstützen flexibel verschiedene Wohnstile und sorgen mit wenig Aufwand für ein tolles Ergebnis © XtravaganT, stock.adobe.com

Paneele können nicht nur gut aussehen, mit wenig Aufwand viel kaschieren und bestimmte Wohnstile unterstützen (z. B. rustikal, mediterran, Loft etc.), sondern auch nützliche Dämmeigenschaften mitbringen. Akustikpaneele werden einzeln oder flächig angebracht, um die Raumakustik oder den Schallschutz zu verbessern. Sandwich-Paneele, die mehrschichtig aus verschiedenen Materialien aufgebaut sind, sorgen für mehr Wärmedämmung, höhere Belastbarkeit oder günstige Reinigungseigenschaften der Wand oder Decke.

Wand- und Deckenvertäfelungen bestehen üblicherweise aus einer Unterkonstruktion aus Holzlatten, an denen die Paneele dann entweder vernagelt, verschraubt, verklebt oder mit Halteklammern befestigt werden können. Um die Stoßkanten zu kaschieren, wurden früher gewöhnlich Zierleisten verwendet. Moderne Paneele lassen sich dagegen ohne sichtbare Befestigungen verlegen; das Verspachteln oder Verfüllen von Fugen ist ebenfalls nicht notwendig. Meist sind die Paneele mit Nut und Feder versehen, so dass Sie sich beim Montieren einfach ineinanderschieben lassen, wobei genau das gewünschte Fugenbild entsteht.

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Alternativ kann die Decke abgehängt und dann die Abhängdecke mit Paneelen verkleidet werden. Auch Trockenbaukonstruktionen wie Vorwände oder Raumtrenner lassen sich durch Paneele verschönern und individualisieren.

Paneele montieren – Werkzeug- und Materialliste

Um die Wand oder Decke mit Paneelen zu verkleiden, werden folgende Werkzeuge und Materialien benötigt:

  • Paneele (mit Abschlussleisten und Befestigungsklammern/-clips)
  • Latten für die Unterkonstruktion
  • Dämmmaterial und Folie
  • Nägel, Schrauben, Dübel
  • Bohrmaschine (ggf. Bohrhammer)
  • Akkuschrauber
  • Handsäge, Stichsäge oder Handkreissäge zum Zuschneiden der Latten und Paneele
  • Lochsäge (zum Aussägen von Installationsöffnungen)
  • diverses Bordwerkzeug (Hammer, Wasserwaage, Zollstock, Bleistift, Winkel)

Wie viel Unterkonstruktion ist für Wand- und Deckenpaneele erforderlich?

Wenn Sie keine zusätzliche Dämmung anbringen möchten (oder aus anderen Gründen sehr viel Platz hinter der Verkleidung benötigen), reicht es, alle 40-50 cm eine senkrecht oder waagrecht verlaufende Unterkonstruktionslatte an der Wand oder Decke zu befestigen. Ein Abstand von 40 cm ist für viele gängige Paneelgrößen optimal; ansonsten passen Sie den Abstand entsprechend den gewählten Paneelen an. Die Latten werden stabil an der Wand verschraubt bzw. festgedübelt.

Hinweis: Um Dübellöcher in Betondecken oder -wände zu bohren, brauchen Sie einen Bohrhammer, den Sie im Baumarkt/Fachhandel auch ausleihen können. Löcher im Putz, Porenbeton oder Backstein schafft auch eine gute (Schlag-) Bohrmaschine.

Echtholz-Paneele sollten vor der Montage mindestens 24 Stunden im Raum liegen, damit das Holz sich dem Raumklima anpassen kann. Paneele aus anderen Materialien sind in aller Regel dimensionsstabil, können sich also nicht ausdehnen oder schrumpfen.

Paneele auf der Unterkonstruktion befestigen.

Das Montieren von Paneelen mit Befestigungsklammern hat gegenüber dem Festnageln oder Verkleben den Vorteil, dass es materialschonender ist, die Luftzirkulation (Hinterlüftung) fördert und dem Holz Raum zum Arbeiten lässt. Die Befestigungsklammern kaufen Sie idealerweise gleich mit; sie werden jeweils an der Nut der einzelnen Decken- oder Wandpaneele befestigt.

Tipp: Müssen in der Wandverkleidung Öffnungen für Steckdosen, Schalter, Lampenanschlüsse o. Ä. ausgesägt werden, sollten Sie diese schon vor dem Montieren der Paneele anzeichnen.

Die erste Befestigungsklammer wird so an die Unterlattung genagelt, dass das erste Paneel 1-2 cm Abstand zum Wand- oder Deckenabschluss hat. Diese Dehnungsfuge sollte an sämtlichen Kanten mit eingebaut werden. Die Feder des ersten Paneels muss zur Kante weisen; so kann jedes weitere Paneel bequem mit der Feder in die Nut seines Vorgängers geschoben und an der eigenen Nut mit einer weiteren Befestigungsklammer fixiert werden.

Hohlwanddose und Elektroinstallation © alho007, stock.adobe.com
Hohlwanddosen ermöglichen es, Schalter, Steck- oder Verteilerdosen bündig mit der Paneelverkleidung zu montieren © alho007, stock.adobe.com

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Sind alle Paneele verlegt, schneiden Sie mit einer Lochsäge die vorher angezeichneten Öffnungen aus. Schalter oder Steckdosen können dann mit sogenannten Hohlwanddosen bündig zur Oberfläche montiert werden. Viele Heimwerker übernehmen auch den Anschluss selbst, doch laut § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung müssen elektrische Anschlussarbeiten von einer dafür ausgebildeten Elektrofachkraft ausgeführt werden. Zum Kaschieren der Dehnungsfuge bringen Sie Abschlussleisten an – entweder die zum gewählten Paneel(‑System) gehörigen oder Zierleisten Ihrer Wahl.

Hinweis: Um beim Montieren der Paneele so wenig Verschnitt wie möglich zu haben, messen Sie vor dem Kauf die Wand oder Decke genau aus und kaufen Paneele, deren Maße gut dazupassen. Achten Sie außerdem darauf, keine zu kurzen Stücke zu sägen, die die Optik stören – lieber das erste und letzte Paneel ein wenig einkürzen als nur eines pro Reihe zuzusägen.

Unterkonstruktion mit Konterlattung bauen (z. B. für Wandverkleidung plus Dämmung)

Soll unter der Wand- oder Deckenverkleidung noch eine Dämmung angebracht werden, wird der Dämmstoff (etwa Dämmmatten oder Dämmplatten) zwischen den an die Wand gedübelten Latten befestigt. Darauf kommt dann eine PE-Folie, die an der Lattung dicht verklebt werden sollte. Die sogenannte Konterlattung wird dann – ebenfalls mit Unterkonstruktionslatten – quer zu den darunterliegenden Latten darüber angebracht, so dass ein Lattengitter entsteht. Um die Latten richtig auszurichten, kontrollieren Sie sie bei der Montage mit der Wasserwaage.

Tipp: Wenn Sie eine Konterlattung anbringen, kann es sinnvoll sein, die unteren Latten nicht senkrecht, sondern waagerecht an der Wand zu befestigen. Üblicherweise ist die Montage am einfachsten, wenn die oberste Lattung quer zur Lauf- bzw. Verlegerichtung der Paneele angebracht wird.

Paneele anbringen mit System

Üblicherweise bietet der Hersteller neben den Paneelen auch Profilleisten bzw. Abschlussleisten in derselben Optik sowie passende Befestigungselemente an. So können Sie alle schwierigen Stellen problemlos kaschieren und erhalten ein stimmiges Gesamtbild. Abschlussleisten sind als Fußleisten, Deckenleisten, Hohlkehlleisten und Winkel erhältlich; sehen Sie sich bei der Auswahl der Paneele das Angebot des Herstellers an und rechnen Sie gleich alle benötigten Abschlussleisten mit ein.

Holzwand schleifen © Sanja, stock.adobe.com
Deckenpaneele streichen/auffrischen

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