Fassaden-Reinigung: Schmutz und Mikroorganismen

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Feste Partikel wie Staub und Ruß, die als Schwebstoffe in der Luft vorhanden sind, setzen sich auf der Fassade ab – jeder kennt die unschön angegrauten Fassaden an vielbefahrenen Großstadt-Straßen. Durch Wind und Regen werden die Schmutzteilchen nicht abgewaschen, sondern ganz im Gegenteil in die Vertiefungen der Oberfläche transportiert.

Fassade Algen © Dieter Pregizer, fotolia.com
Fassade Algen © Dieter Pregizer, fotolia.com

Das noch größere Problem sind Mikroorganismen wie Algen, Pilze und Moose, die langfristig teure Schäden anrichten können. Umstritten ist, ob die zunehmende Dämmung die Bildung organischer „Fassaden-Bewohner“ begünstigt. Fakt ist, dass die immer besser gedämmten Fassaden die Wärme im Haus halten – was einerseits für die Energiebilanz von Vorteil ist, führt andererseits zur Abkühlung der Außenfläche und damit zur Tauwasserbildung, was wiederum beste Lebensbedingungen für Mikroorganismen schafft. Auch milde Winter und feuchtwarme Sommer, fehlende Dachüberstände und fassadennahe Bäume und Sträucher erhöhen das Risiko für Algenwuchs.

Fassaden Reinigung: Unterscheidung von Schwebstoffen und Mirkoorganismen
Fassaden Reinigung: Unterscheidung von Schwebstoffen und Mirkoorganismen
Tipp: Bereits mit der Auswahl von Putz und Farbe können Sie der späteren Verschmutzung vorbeugen. Moderne Zusätze sorgen dafür, dass Schmutzpartikel schwerer haften – Stichwort „Lotus-Effekt“. Auch Feuchtigkeit perlt schneller ab, so dass die Oberfläche trocken bleibt und Schimmelsporen, Moos und Algen keine Chance haben.
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Schmutz und Mikroorganismen selbst entfernen

Wenn Sie Schmutz und Mikroorganismen selbst zu Leibe rücken möchten, hat sich für robuste Kalkzement-Putze und Klinkerfassaden ein Hochdruckreiniger bewährt, der meist gegen eine geringe Gebühr in Baumärkten ausgeliehen werden kann. Stellen Sie den Wasserdruck auf eine niedrige Stufe, sonst besteht die Gefahr, dass der Putz bröckelt. Schonender ist es, wenn Sie mit Bürstenaufsätzen und einem milden, umweltfreundlichen Fassadenreiniger nachhelfen. Weniger Wasser als Hochdruckreiniger benötigen Dampfreiniger. Der heiße Wasserdampf tötet zudem Algen und Pilzsporen ab.

Fassade reinigen mit Hochdruckreiniger © coco, fotolia.com
Fassade reinigen mit Hochdruckreiniger © coco, fotolia.com

Bei empfindlicheren Kunstharzputzen und WDVS sollten Sie weder Hochdruckreiniger noch Dampfstrahler einsetzen, sondern nur mit normalem Wasserdruck, weichen Bürsten und empfohlenen Reinigungsmitteln arbeiten.

Schmutz an der Fassade entfernen: Es kommt auf die Fassade an
Schmutz an der Fassade entfernen: Welches Verfahren gewählt werden kann hängt auch von der Fassadenart ab

Ist die Fassade bereits stark von Pilzsporen befallen, sollten Sie unbedingt einen Fachmann hinzuziehen, der eine Schimmelsanierung des Putzes vornimmt.

Wichtig: Achten Sie auf ausreichende Sicherheit, d.h. auf eine standfeste Leiter oder ein Gerüst. Vorsicht allerdings bei WDVS – hier können Leitern Druckstellen an der Fassade verursachen und die Verankerung eines Gerüsts sollte nur von einem Fachmann ausgeführt werden. Besser ist hier der Einsatz eines Hubwagens, so dass die Fassade nicht angebohrt werden muss.

Professionelle Reinigungsverfahren

Professionelle Reinigungsverfahren, die allerdings nur von geschulten Fachbetrieben durchgeführt werden sollten, sind das Sandstrahlen und das Trockeneisstrahlen.

Beim schonenden Sandstrahlen kann die Reinigung durch die Wahl von Korngröße, Struktur und Härtegrad individuell auf die jeweilige Fassadenoberfläche eingestellt werden. Auch abblätternde Farbschichten auf Holzfassaden können so problemlos entfernt werden – ein großer Zeitvorteil zum Abbeizen, außerdem fallen keine umweltschädlichen Chemikalien zur Entsorgung an. Um empfindlichere Hausteile wie z.B. Fensterscheiben zu schützen, ist beim Sandstrahlen ein sehr sorgfältiges Abdecken / Abkleben nötig.

Noch umweltfreundlicher ist das Trockeneisstrahlen, das immer beliebter wird. Denn das schonende Trockeneis reinigt ganz ohne schleifende Materialien und ist damit auch für sehr empfindliche Oberflächen geeignet. Das ungiftige Kohlendioxid wird durch Abkühlung auf minus 78,5 Grad zu Kohlendioxid-Schnee, der in Kügelchen gepresst wird, das sog. „Trockeneis“. Diese Kügelchen werden nun – ähnlich wie beim Sandstrahlen – mit hoher Geschwindigkeit auf die Fassade gestrahlt. Erwärmt sich das Trockeneis, wird es wieder gasförmig und dehnt sich aus, so dass die Schmutzpartikel und Algen durch viele kleine Miniexplosionen von der Oberfläche abgesprengt werden. Das Trockeneis selbst löst sich im wahrsten Sinne des Wortes „in Luft auf“, so dass nur der abgelöste Schmutz entsorgt werden muss.

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