Wandmuster

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Kreative Wandgestaltung ohne Tapete: 5 einfache Techniken für tolle Wandmuster

Sie mögen gestrichene Wände lieber als tapezierte? Mit den richtigen Werkzeugen können Sie Ihre Wände sehr eindrucksvoll gestalten. Hier stellen wir ihnen verschiedene Techniken vor, mit denen Sie Muster und Wandmotive selbst streichen und ohne großen Aufwand tolle Effekte erzielen können.

Kraetive Wandmuster © eugenesergeev, fotolia.com
Kraetive Wandmuster © eugenesergeev, fotolia.com

1. Die ganze Welt der Musterrollen

Strukturrollen (Reliefwalzen, Musterwalzen, Strukturwalzen) gibt es in jedem Baumarkt, im Fachhandel und natürlich auch in großer Auswahl im Internet. Viele sind schon ab 10 Euro zu haben. Gerade bei Strukturrollen empfiehlt es sich auf Qualität zu achten, soll doch das Muster an der Wand schön und beständig sein. Wer hier an der falschen Stelle spart sieht dies mitunter am Ergebnis. Mit den Spezialrollern entstehen auch großflächige Muster ganz von selbst – einfach beim Darüberrollen und in der gleichen Zeit, die es dauern würde, die Wand einfarbig zu streichen. Je nach Rolle zaubern Sie damit Punkte, Linien oder Kreise, Mosaikreliefs, komplexe Blumenmuster oder klassische Ornamente an die Wand. Sie können auch mehrere Walzen für eine individuelle Musterung kombinieren.

Musterwalzen: Eine gute Lösung für kreative Wände
Musterwalzen: Eine gute Lösung für kreative Wände

Gummirollen mit Motiv oder Muster funktionieren nach dem Stempelprinzip. Es gibt sie in verschiedenen Größen, und sie passen auf die handelsüblichen Metallbügel für normale Farbroller. Beim Abrollen wird das Muster automatisch auf die Wand übertragen. Achten Sie lediglich darauf, dass nicht zu viel Farbe auf der Rolle ist – vor jedem neuen Ansatz sauber in der Wanne abrollen, damit nichts verschmiert oder tropft.

Das vorgesehene Muster ergibt sich beim einmaligen Abrollen. Durch mehrmaliges Rollen, Richtungswechsel oder nicht exakt nebeneinanderliegende Ansätze können Sie es variieren. Prüfen Sie die unterschiedlichen Effekte vorher auf einem großen Stück Pappkarton oder einem alten Brett aus.

Hinweis: Mit Strukturwalzen und Spezialrollern können Sie auch andere Oberflächen wie Holz oder Metall gestalten. Besonders dankbare Objekte sind z. B. Türen und Tischplatten.
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2. Maserungswerkzeuge

Mit Maserungswerkzeugen oder Maserungskämmen können Sie Holzmaserungen täuschend echt nachbilden. Je nachdem, welche Farbe(n) Sie verwenden, sieht die Wand nachher wie dunkles oder helles Holz aus – oder wie Sichtbeton, auf dem noch die Struktur der Schalungsbretter zu erkennen ist. Die Werkzeuge sind in der Regel aus Gummi oder Kunststoff und werden nicht gerollt, sondern gezogen.

Wand mit Holzmaserung gestalten
Wand mit Holzmaserung gestalten

So funktioniert die Technik:Zuerst streichen Sie die Wand in einer Untergrundfarbe ihrer Wahl und lassen die Farbe trocknen. Nach der Trocknungszeit (z. B. am nächsten Tag) tragen Sie dann die gewünschte Maserungsfarbe auf und ziehen, solange sie noch feucht ist, Bahnen mit dem Maserungswerkzeug hinein.

Hinweis: Neben Maserungswerkzeugen zum Ziehen gibt es auch Spezialrollen zum Imitieren von Holzmaserung. Der größte Unterschied ist, dass gerollte Muster sich logischerweise wiederholen, während sie beim Ziehen natürlicher („wie gewachsen“) gestaltet werden können.

3. Die gute, alte Schwammtechnik

Dafür können Sie entweder normale Schwämme (Spülschwamm, Badeschwamm), einen großen Malerschwamm oder spezielle Effektschwämme verwenden. Bei der Schwammtechnik sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt: Sie können damit tupfen und wischen, Flecken, Bögen oder Wellen malen, grobe und zarte Muster entstehen lassen und „nass in nass“ verschiedene Arten von Verläufen und Marmorierungen gestalten. Das Vorstreichen der Wand mit einer deckenden Grundfarbe ist empfehlenswert, aber nicht zwingend notwendig.

Die Schwammtechnik eignet sich gut für Einsteiger © SusaZoom, fotolia.com
Die Schwammtechnik eignet sich gut für Einsteiger © SusaZoom, fotolia.com

Für kreative Schwammtechnik wird oft mit mehreren Farben gleichzeitig gearbeitet. Sie brauchen für jede Farbe ein Gefäß, außerdem eins für Deckweiß und einen Eimer Wasser (häufig wechseln). Feuchten Sie den Schwamm ein wenig an, bevor Sie loslegen, und nehmen Sie dann abwechselnd kleine Mengen der Farbe(n), ein wenig Deckweiß oder mehr Wasser dazu. Am meisten Freude macht diese Technik, wenn Sie direkt an der Wand mischen, spielen und experimentieren. Allerdings sollten Sie alles, was nicht gestrichen werden soll, vorher gut abdecken oder abkleben, denn Schwammtechnik bedeutet immer eine gewisse Sauerei. Rechnen Sie auch damit, dass Ihnen beim Gestalten der oberen Wandhälfte verdünnte Farbe am Arm entlang ins Hemd läuft oder die Haare nachher bunt sind.

Hinweis: Kombinieren Sie ähnliche Farben (z. B. Erdfarben, verschiedene Blau- oder Rottöne), ergeben sich andere Effekte, als wenn Sie mit starken Kontrasten oder Komplementärfarben arbeiten. Weiße „Inseln“ oder starke Farbakzente wirken besonders harmonisch, wenn sie sparsam eingesetzt und mit fließenden Übergängen eingebunden werden.

4. Ziehtechnik für kreative Linienmuster

Um edle oder wilde Linienmuster an die Wand zu bringen, können Sie nahezu alles verwenden, was Borsten hat, beispielsweise einen Pinsel, einen Quast oder eine Bürste. Auch mit einem alten Reisigbesen, einem Bund Stroh oder Pflanzenstengeln lassen sich tolle Effekte erzielen.

Die Ziehtechnik ist ganz einfach: Die Wand mit der gewünschten Untergrundfarbe vorstreichen und trocknen lassen. Dann mit einer zweiten Farbschicht anstreichen und das Ziehwerkzeug durch die noch feuchte Farbe ziehen. Ob und wie deutlich der Untergrund später an den tiefen Stellen durchscheint, hängt davon ab, wie dick Sie die Farbe auftragen, wie grob das Ziehwerkzeug ist und wie fest Sie es aufdrücken.

Wenn Sie die Wand in mehreren Farben vorstreichen, bekommen Sie einen eindrucksvollen Zusatzeffekt, wenn später verschiedene Unterfarben zwischen den Linien hervorschimmern. Ganz klassisch und sehr elegant wirken senkrechte, vom Boden bis zur Decke durchgezogene Linien.

Wände mit der Sgraffito Technik gestalten
Wände mit der Sgraffito Technik gestalten

5. Wickel- und Tuchtechniken

Wenig Aufwand, viel Ergebnis: Wickeln Sie nach dem Streichen ein fusselfreies Tuch, ein altes Fensterleder, Folie oder Papier um den Farbroller, fixieren das Ganze gegebenenfalls mit Bindfaden, Schnur oder einem Gummiband und rollen mit diesem selbstgebastelten Effektwerkzeug durch die noch feuchte Farbe. Nur wenig aufdrücken, damit nicht zu viel Farbe abgenommen wird; gegebenenfalls die Rolle zwischendurch abwischen. Sie können die Wand auch zuerst trocknen lassen und dann eine weitere Farbe mit der Wickeltechnik auftragen.

Wandmuster kreativ selbstgemacht
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