Balkon sanieren

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Ein Balkon erhöht den Wert eines Hauses und ist als geschützter Platz im Freien selbst dann ein Wohlfühlfaktor, wenn zusätzlich ein Garten vorhanden ist. Blühende Pflanzen tragen zur Gestaltung der Balkon-Oase bei, nur wenn nach Jahren außerdem noch Moose wachsen, ist es höchste Zeit, den Sanierungsbedarf des Balkons zu überprüfen. Kommen dazu noch Risse in den Bodenfliesen, Stockflecken oder Schimmel, funktioniert möglicherweise das Entwässerungssystem nicht mehr. Spätestens wenn sich das Regenwasser auf dem Balkon staut, in Fugen und Abdichtungen dringt und die Gefahr besteht, dass die Substanz von Balkon und Hauswand geschädigt wird, ist eine Balkonsanierung angesagt. Auch eine instabile Brüstung kann gefährlich werden und erfordert eine regelmäßige Überprüfung. Wird die Sanierung zu lange hinausgeschoben, steigen die Kosten und am Ende hilft nur die Komplettsanierung durch einen Fachbetrieb.

Mit etwas handwerklichem Geschick und dem passenden Werkzeug, kann man seinen Balkon selbst sanieren, oder zumindest einige Vorarbeiten wie das Entfernen des alten Bodenbelags oder die Demontage des Balkongeländers selbst ausführen. Auch das anschließende Verlegen eines neuen Bodenbelags kann in Eigenregie erfolgen, wenn bestimmte Vorgaben beachtet werden. Dasselbe gilt natürlich auch für eine Neugestaltung, denn ein anderer Bodenbelag und ein schickes Geländer tragen maßgeblich zum Erscheinungsbild des Balkons bei.

Balkonsanierung Schritt-für-Schritt

Vorbereiten – Abdichten – Dämmen – Entkoppeln – Erneuern

  • Der Untergrund sollte sauber und frei von alten Bodenbelägen sein
  • Das Balkongeländer wird in der Regel vor den Sanierungsarbeiten demontiert
  • Größere Unebenheiten werden mit Spachtelmasse ausgeglichen. Sanier-Systeme mit Entkopplungsmatte sind wasserdicht und gleichen kleine Unebenheiten aus. Sie verhindern, dass durch temperaturbedingte Spannungen Risse entstehen können. Die nachhaltigste Methode ist, neben Bitumenbahnen, Abdichtungsfolie oder Mineralschwämmen, jedoch die Verwendung von Flüssigkunststoff.
  • Grundsätzlich ist entsprechende Erfahrung gefragt, damit der Balkon anschließend auch wirklich dicht ist.
  • Ist die Fassade des Gebäudes gedämmt, macht es Sinn, auch den Balkon thermisch zu sanieren, wenn er unmittelbar mit dem Haus verbunden ist. Diese so genannte Entkopplung minimiert Wärmeverluste über die Bodenplatte und es wird keine Kälte nach Innen übertragen. Für einen nachträglich angebauten oder freitragenden Balkon gilt dies in der Regel nicht. Mit dem Verlegen einer Entkopplungsmatte wird der Untergrund entlüftet und die Feuchtigkeit abtransportiert, die Konstruktion vor dem Eindringen weiterer Feuchtigkeit geschützt und die Bausubstanz langfristig erhalten. Zusammen mit der Entkopplung sollte die Entwässerung gewährleistet sein.
Balkonboden versiegeln © makasana photo, stock.adobe.com
Die fachgerechte Vorbereitung ist Voraussetzung einer nachhaltigen Sanierung © makasana photo, stock.adobe.com

Wer seinen Balkon nicht selbst sanieren kann oder es nicht will, muss mit Kosten von rund 150-400 Euro/qmrechnen. Die Kosten variieren je nach Zustand des Balkons und den erforderlichen Sanierungsmaßnahmen. Wer alte Bodenbeläge selbst entfernt und auch das Geländer demontiert, kann immerhin 30-50 Euro/qm bzw. 10-20 Euro /lfd m sparen. Für die anschließende Abdichtung berechnet ein Fachbetrieb ca. 80-170 Euro/qm.Die Kosten für eine thermische Sanierung (Entkopplung) und die Entwässerung liegen je nach Balkon und Aufwand, zwischen 40 – 120 Euro/qm.

Was das Budget für einen neuen Bodenbelag betrifft, so richtet sich das weitgehend nach dem persönlichen Geschmack und der Wahl des Bodenbelags. Als Bodenbelag für den Balkon stehen Fliesen oder Naturstein und Holz bzw. WPC Verbundstoffe zur Auswahl. Der Preis für Holzplatten beginnt bei 60 Euro/qm, für Naturstein bei 70 Euro/qm. Fliesen und WPC Platten gibt es bereits ab 30 Euro/qm.

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Fliesen

Balkon Fliesen
Balkon Fliesen

Wer die alten Fliesen nicht entfernen will, kann sich für die Lösung Fliese-auf-Fliese entscheiden. Die Arbeitsschritte sind grundsätzlich die gleichen wie beim Neufliesen, und es werden die gleichen Materialien benutzt. Gießfähiger Pulverkleber klebt hohlraumfrei und die Fliesen sind nach drei Stunden begehbar und bereit zum Verfugen. Eine Entkopplungsmatte zwischen den alten und neuen Fliesen ist auch hier erforderlich und trägt zusätzlich dazu bei, dass die Fliesen besser aufeinander haften. Fliesen sind pflegeleicht und werden in zahlreichen Farben und Formaten angeboten. Natursteinfliesen oder Fliesen aus Feinsteinzeug sind rutschfest und frostbeständig.

Tipp: Großformatige Fliesen lassen einen kleinen Balkon großzügiger erscheinen.
Rutschhemmende Fliesen haben die Bewertungsgruppe R 10!
Bodenfliesen bei Terrasse © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Fliesen – ein pflegeleichter und attraktiver Bodenbelag © Robert Kneschke, stock.adobe.com

Holzboden und WPC

Entscheidet man sich für einen Holzboden, hat man die Auswahl zwischen zahlreichen Harthölzern in Form von Brettern, Paneelen oder Fliesen. Sie sind in der Regel imprägniert sind und daher ausgesprochen witterungsbeständig. Die Verlegung muss jedoch mit offenen Fugen erfolgen, um Regenwasser abzuleiten. Es empfiehlt sich, die Imprägnierung in regelmäßigen Abständen aufzufrischen um den Holzschutz langfristig zu erhalten.

Holzboden auf dem Balkon
Holzboden auf dem Balkon

Eine sehr hochwertige Alternative zu Holz sind Paneele oder Fliesen aus WPC, einem Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff. Hier reicht eine regelmäßige Reinigung und Pflege speziell nach dem Winter, um Moos und andere Verschmutzungen zu beseitigen.

Balkonplatten aus Holz und auch aus WPC benötigen zur besseren Belüftung in der Regel eine Unterkonstruktion aus Holzlatten. Sie werden in einem Abstand von circa 50 Zentimetern in Gefällerichtung verlegt und die Balkonplatten darauf verschraubt. Praktisch ist, dass Wasser zwischen den Latten problemlos ablaufen kann.

Tipp: Achten Sie auf die Rutschfestigkeit der Holzplatten nach der Rutschsicherheitsklasse R11!
Bau einer Holzterrasse © Elena, stock.adobe.com
Holzpaneele mit Unterkonstruktion © Elena, stock.adobe.com

Weist das Balkongeländer nach vielen Jahren Schäden auf, sollte man genau hinschauen. Handelt es sich oberflächliche Beeinträchtigungen wie abblätternde Farbe und Flugrost, reicht je nach Material eine entsprechende Behandlung. D.h. abschleifen, Rostschutzgrundierung bei Metallgeländern, und anschließender Neuanstrich mit Farbe bzw. Holzimprägnierung. Besteht jedoch ein Sicherheitsrisiko, ist eine Komplettsanierung der Brüstung und die Erneuerung der Befestigungen angebracht oder man entscheidet sich gleich für ein neues Geländer.

Balklon Thermografie © electriceye, fotolia.com
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