Balkonsanierung Überblick

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Balkonsanierung im Überblick – Schadensbilder und Instandsetzungsmaßnahmen

Wer an seinem Zuhause über einen eigenen Balkon verfügt, kann sich glücklich schätzen. Gerade in Städten erhöhen Balkone und Austritte die Lebensqualität der Bewohner erheblich. Als Bauteile, die ständig der Witterung ausgesetzt sind, weisen Balkone allerdings eine erhöhte Anfälligkeit für Schäden auf. Hohe Temperaturschwankungen können Risse in Beschichtungen und Belägen zur Folge haben, Feuchtigkeit, die durch eine schadhafte Abdichtung in die tragende Konstruktion eindringt, beeinträchtigt im schlimmsten Fall die Tragfähigkeit des Balkons, was ein beachtliches Sicherheitsrisiko darstellen kann.

Egal, ob nur der Austausch einzelner Bodenfliesen oder eine komplette Instandsetzung der gesamten Balkonkonstruktion notwendig ist, in jedem Falle sollte schnell gehandelt werden, um die Ausbreitung des Schadens zu verhindern. Je nach Schadensbild sind unterschiedliche Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich.

Stadthaus mit Balkonen © elxeneize, fotolia.com
Stadthaus mit Balkonen © elxeneize, fotolia.com

Typische Schadensbilder an Balkonkonstruktionen

Balkonsanierung bei typischen Schadensbildernr
Balkonsanierung bei typischen Schadensbildernr

Balkone lassen sich nach ihrer Bauform in unterschiedliche Konstruktionsformen einteilen:

  • Balkonplatten, die in Höhe der Geschossdecke aus der Außenwand auskragen
  • Balkonanlagen, die über ein eigenes Traggerüst vor der Fassade aufgestellt werden
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Schäden an auskragenden Balkonplatten

Besonders anfällig für Schäden sind auskragende Balkonplatten aus Beton, die fest mit der Außenwand verbunden. Sind diese Bauteile, wie es bei vielen Altbaubalkonen der Fall ist, nicht thermisch von der Geschossdecke entkoppelt, stellen sie eine nicht zu verachtende Wärmebrücke dar. Infolge des erhöhten Wärmestroms nach außen an der betroffenen Stelle erkalten die angrenzenden Bauteile sehr schnell, was zu Kondenswasseranfall im Innenbereich führen kann und somit die Bildung von Schimmel begünstigt. Neben der Beseitigung der Schäden müssen hier auch energetische Maßnahmen getroffen werden.

Schäden durch Feuchtigkeit

Ein anderes, häufig auftretendes Problem an Balkonbauteilen sind Schäden durch Feuchtigkeit. Diese sind in der Regel auf eine beschädigte Abdichtung, eine nicht mehr funktionierende Entwässerung oder ein zu geringes Gefälle zurückzuführen. Gerade in den Wintermonaten kann Wasser durch undichte Stellen und Fugen in die Konstruktion eindringen, bei Frost gefrieren und sich somit ausdehnen. Die Folge sind Risse in den betroffenen Bauteilen, die sich mit jedem auftretenden Frostereignis weiter vergrößern.

Schäden durch eine fehlerhaft ausgeführte Abdichtung

Keine Abdichtung hält den Belastungen des Alltags und der Witterung lange Stand, wenn sie nicht fachgerecht ausgeführt ist. Kritische Bereiche sind besonders der Übergang von der Bodenplatte zu den aufgehenden Bauteilen. Ist in diesen Anschlussbereichen die Innenecke nicht ausgerundet, also nicht als Hohlkehle ausgebildet, sammelt sich dort das Wasser. Zusätzlich sind 90-Grad-Winkel in der Abdichtung anfällig für Risse. Wird die Abdichtung an der Wand anschließend nicht bis zu einer Höhe von mindestens 15 cm hochgeführt, kann Spritzwasser- oder Oberflächenwasser von oben in die Abdichtung eindringen.

Balkone in sanierungsbedürftigem Zustand © rotschwarzdesign, fotolia.com
Balkone in sanierungsbedürftigem Zustand © rotschwarzdesign, fotolia.com

Grundsätzliches zur Schadensanalyse bei einer Balkonsanierung

Je nach Schadensbild kann eine Balkonsanierung eine umfangreiche Baumaßnahme sein, die höchste Ansprüche an die Sorgfalt bei der Ausführung stellt und unter Umständen auch spezielle Fachkenntnisse erfordert. Gerade, wenn es sich nicht nur um Schönheitsreparaturen handelt, sondern die Funktionsweise oder die Konstruktion des Balkons betroffen ist, sollte im Zweifelsfall ein Fachmann hinzugezogen werden.

Feuchtigkeitsschäden lassen sich allerdings auch vom Laien schon in einem frühen Stadium erkennen. Moose, Algen und Flechten am Boden oder am Übergang zur Wand sind erste Vorboten dafür, dass sich in diesem Bereich Feuchtigkeit sammelt, die unzureichend abtransportiert wird. Gerade in Bereichen, wo häufig Nässe auftritt, finden Mikroorganismen einen optimalen Nährboden. Weitere Anzeichen sind kleine Risse im Putz oder Ausblühungen aus dem Mauerwerk. Zu erkennen sind Ausblühungen an weißen, kreideartigen Flecken, die sich bilden, wenn eine zu hohe Feuchtigkeit im Mauerwerk, Salze aus den mineralischen Baustoffen löst, die dann an die Oberfläche diffundieren.

All diese Schäden erfordern als ersten Schritt eine Reinigung und spezielle Behandlung der betroffenen Fläche. Allerdings sollte in jedem Fall untersucht werden, woher die Feuchtigkeit kommt. Gegebenenfalls müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die eigentliche Ursache zu beseitigen.

Hohlstellen unter den Fliesen, die sich durch das Abklopfen des Belags mittels eines Hammers feststellen lassen, deuten ebenfalls auf Feuchtigkeitsansammlung unter dem Belag hin. Hier können Risse in der Silikonfuge zwischen Boden- und Sockelfliese die Ursache sein, oder aber der Schaden liegt viel tiefer.

Gefährlich wird es, wenn bei Stahlbetonbalkonen bereits Abplatzungen an der tragenden Balkonplatte zu erkennen sind. Liegen schon einzelne Teile der Bewehrung frei, kann dies zur Korrosion der Stahlarmierung führen und somit zu einer Schwächung der gesamten Konstruktion. Hier kann nur ein Statiker beurteilen, ob die Tragfähigkeit beeinträchtigt ist. Im schlimmsten Fall wird er den Balkon bis zum Zeitpunkt einer völligen Instandsetzung sperren.

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Unterschiedliche Verfahren zur Balkonsanierung

Je nach Zustand und Schadensbild an der Balkonkonstruktion müssen unterschiedliche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden, die entsprechende Kosten verursachen. Eine Sanierung bietet allerdings nicht nur die Möglichkeit, den Balkon wieder instand zu setzen, sondern auch die Aufenthaltsqualität auf dem Austritt zu verbessern. Dies kann beispielsweise durch die Vergrößerung der Nutzfläche oder durch eine Modernisierung geschehen. Aber auch im Zuge der Gesamtsanierung eines Gebäudes bietet sich die Instandsetzung und Aufwertung der Balkonanlage an. Welche Maßnahmen bei einer Balkonsanierung ergriffen werden, das richtet sich also nach dem Umfang der Schäden, aber auch nach dem vorhanden Budget und der gewünschten Nutzung. Grundsätzlich können verschiedene Formen der Balkonsanierung unterschieden werden.

Balkonsanierung: Mögliche Verfahren
Balkonsanierung: Mögliche Verfahren
  • Schönheitsreparaturen: Hierzu zählt vor allem die Beseitigung von Alterungserscheinungen wie der Austausch von schadhaften Belägen oder der Neuanstrich von Geländer oder anderen Balkonbauteil. Diese Maßnahmen sind allerdings nur sinnvoll, wenn weder ein Schaden an der Abdichtung oder Entwässerung noch an der Konstruktion vorliegt. Ansonsten werden die Probleme aufgrund der immer noch existierenden Ursache nach einem gewissen Zeitraum zurückkehren.
  • Austausch der Abdichtung oder Entwässerung: Liegt ein Mangel an der Abdichtung oder Entwässerung vor, muss sofort gehandelt werden, damit der Schaden sich nicht weiter ausbreitet. Zahlreiche Hersteller von Balkonabdichtungen und Entwässerungssystemen bieten hierzu Systemlösungen an, bei denen die Schichten und Bauelement aufeinander abgestimmt sind.
  • Instandsetzung von statisch relevanten Bauteilen: Hier muss der Fachmann ran, denn statische Mängel stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Anzeichen sind Abplatzungen von Betonstücken bis zur Bewehrungsebene bei Stahlbetonbalkonen, Rost und Korrosion an Metallbalkonen und angefaulte Holzbalken bei Holzbalkonen. Viele Fachfirmen haben sich auf das Gebiet der Betoninstandsetzung oder den Holz- und Bautenschutz spezialisiert.
  • Energetische Balkonsanierung: Dies betrifft Balkonplatten, die über eine Auskragung der Geschossdecke ohne eine thermische Trennung zwischen Balkonplatte und Außenwand hergestellt sind. Sie transportieren die Wärme aus dem Inneren des Bauwerks ungehindert nach außen. Im Rahmen von Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle kann diese Wärmbrücke beseitigt werden. Je nach Konstruktion ist eine Dämmung aller Betonbauteile inklusive einer eventuell vorhandenen massiven Brüstung erforderlich, um eine funktionierende Dämmhülle herzustellen.
  • Barrierefreie Gestaltung von Balkonen: Wichtigstes Merkmal einer barrierefreien Balkongestaltung ist ein schwellenloser Übergang von innen nach außen. Da bei Balkonen im Regelfall die Abdichtungsebene bis zu einer gewissen Höhe an der Wand hochgeführt wird, entsteht bei herkömmlichen Balkonkonstruktionen ein deutlicher Versatz zwischen dem Fußboden im Innenraum und dem Balkonbelag. Um eine sichere Abführung von anfallendem Wasser zu gewährleisten und trotzdem die Schwelle möglichst niedrig zu gestalten, ist es notwendig, vor dem Austritt eine spezielle Entwässerungsrinne einzubauen.
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