Balkonbeläge

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Balkonbeläge – auch Geschmacksache, aber nicht nur

Welcher Belag für den Balkonboden der beste ist, diese Frage kann man so eigentlich gar nicht beantworten. Denn es kommt auf die individuellen Anforderungen und Rahmenbedingungen an. Was dem einen wichtig ist, spielt für den anderen keine Rolle. Und es ist ein Unterschied, ob der Balkon dauernd dem Regen ausgesetzt ist, oder ob kaum ein Tropfen Wasser auf den Boden gelangt. Und dann ist das ganze auch noch Geschmacksache. Es führt kein Weg daran vorbei: Wer seinem Balkon eine neue Optik verpassen möchte, der muss die Vor- und Nachteile der verschiedenen Beläge prüfen und unter Berücksichtigung seiner eigenen Vorlieben eine Entscheidung fällen.

Bodenbeläge für den Balkon: Mögliche Alternativen
Bodenbeläge für den Balkon: Mögliche Alternativen

Vor einer gewissen Beliebigkeit sollte man sich jedenfalls hüten. Nicht jeder Belag passt zu jedem Haus. Ein Kunstrasen oder andere künstliche Materialien sehen vor einer Fachwerkfassade einfach nicht gut aus, Umgekehrt kann ein Holzboden vor einem stylish-modernen Haus ebenfalls unpassend sein. Umgekehrt kann man natürlich auch Kontraste setzen – wenn es gekonnt ist. Hinzu kommt, dass jeder Belag eine gewisse Atmosphäre verbreitet – Holz ist gemütlich und naturverbunden, Keramikfliesen nüchtern, ein Outdoor-Teppich irgendwie bodenständig.

Und noch ein Aspekt kommt hinzu. Ein Kunstrasen oder ein Outdoor-Teppich sind vergleichsweise schnell ausgelegt – ausrollen, möglicherweise befestigen, das war es dann auch schon. Das kann man als Mieter auch ohne das Einverständnis des Hauseigentümers tun. Auch Holzböden kann man oft einfach auf den vorhandenen Untergrund legen, während alle Varianten von Steinen zumeist den alten Belag ersetzen. Das verlangt das Einverständnis des Hauseigentümers. Wird ein neuer Belag auf einem alten Boden verlegt, ist übrigens zu prüfen, ob die vorgeschriebene Mindesthöhe des Geländers noch eingehalten wird.

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Bodenfliesen – langlebiger Klassiker

Fliesen gibt es in fast allen Farben und mit vielen Designs, eigentlich ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die glatten Oberflächen sind sehr pflegeleicht, für viele ist das ein gewichtiges Argument. Zumeist erreicht man mit Fliesen eine moderne Optik. Entscheidet man sich für ein zeitloses Design, wirkt es auch nach Jahren nicht altmodisch. Wichtig ist bei der Verlegung von Fliesen eine einwandfreie Abdichtung der Fugen – wenn immer wieder Feuchtigkeit in die Balkonkonstruktion gelangt, kann dies zu erheblichen Schäden führen.

Balkon mit Bodenfliesen © Alexandre Zveigert, , fotolia.com
Balkon mit Bodenfliesen © Alexandre Zveigert, , fotolia.com

Eine nette gestalterische Idee ist es übrigens, Wohnzimmer und Balkon mit dem gleichen Material durchzufliesen. Es kann durchaus reizvoll sein, die Trennung von Innen und Außen aufzuheben. Es liegt aber auf der Hand, dass so aufwändige Konzepte vor allem etwas für den Eigenheimbesitzer sind. Wer gerne barfuß unterwegs ist, muss bei Fliesen mit einem zumeist eher kühlen Untergrund rechnen – während sie im Hochsommer bei einer Lage in der prallen Sonne auch sehr heiß werden können.

Wichtiges Kaufkriterium ist die Abriebklasse. Die sollte nicht zu niedrig angesetzt sein, da viele den Balkon ja auch mit Schuhen betreten. Bedacht werden muss auch noch, dass viele Fliesen bei Feuchtigkeit nicht sehr rutschfest sind. Wie rutschhemmend eine Fliese ist, erkennen Sie an den so genannten Rutschfestigkeitsklassen. (R9: Geringer Haftreibwert bis R 13: Sehr großer Haftreibwert)

Holzfliesen – naturnah und gemütlich

Holz ist für viele das sympathischste Material überhaupt, schon wegen seiner Natürlichkeit. Zum Verlegen muss man kein professioneller Handwerker sein – die Dielen oder Fliesen werden auf exakt waagerecht verlegte Kanthölzer geschraubt, das war’s. Für Holzfliesen oder auch Holzdielen sprechen natürlich auch alle ökologischen Argumente, von der nachhaltigen Rohstoffgewinnung bis zum problemlosen Recycling.

Balkon mit Holzboden © Creativmarc, fotolia.com
Balkon mit Holzboden © Creativmarc, fotolia.com

Wer in dem Punkt ein reines gewissen haben möchte, achtet auf das FSC-Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft. Die Preisspanne bei Holzbelägen ist enorm, aber begründet: Je härter das Holz ist, um so mehr muss man dafür bezahlen – aber umso haltbarer ist es auch. Wichtig ist noch, für eine gute Belüftung zu sorgen, gerade von unten her – sonst droht Schimmelbildung.

WPC – Holzoptik und angenehm am Fuß

WPC ist ein Holz-Kunststoff-Gemisch und vereint die natürliche Optik des Holzes mit dem geringen Pflegeaufwand für Kunststoffe. Auf den ersten Blick sind sie von echtem Holz kaum zu unterscheiden. Sie sind fast so schön wie Holz – aber eben auch nur fast. Dass sie resistenter sind gegen Schädlinge und dass sich keine Risse bilden, kann ausschlaggebend sein, muss aber nicht. Ein Vorteil ist, dass diese Dielen einfach zu verlegen sind.

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Naturstein – exklusiv und robust

Stein behält seine Optik über viele Jahre, das gehört zu seinen herausragenden Eigenschaften. Naturstein, der nachdunkelt und eine gewisse Patina ausbildet, wird im Laufe der Zeit sogar eher noch schöner. Zur Verfügung steht eine große Auswahl unterschiedlicher Farben und Strukturen. Ähnlich wie Fliesen lässt er sich leicht sauber halten und braucht eigentlich kaum eine Pflege. Allerdings ist das Material eher teuer und nicht so einfach zu verlegen. Auch in Sachen Rutschfestigkeit gelten die Aussagen für Fliesen ebenfalls für Natursteine.

Outdoor-Teppich – günstig und farbenfroh

Ohne große Aufwand ein neuer Look – wer das will, greift zum Outdoor-Teppich. Der sieht nach Wohnzimmer aus, besteht aber aus einem robusten, wetterfesten Material, zumeist Kunststoffen wie Polypropylen. Zu bedenken ist aber, dass der Teppich unansehnlich wird, wenn Laub, Samen oder anderes pflanzliches Material darauf liegen bleibt. Dann muss er entweder lose liegen und leicht auszuschütteln sein, oder der Staubsauger kommt öfters zum Einsatz. Wer das nicht möchte, verzichtet auf solche Bodenbeläge.

Kunstrasen – grün und weich

Ein Kunstrasen ist letztlich eine Sonderform des Outdoor-Teppichs, mit all seinen Vor- und Nachzeilen. Da er sich von echtem Gras erheblich auch in der Optik unterscheidet, ist er sicher nicht geeignet, den Eindruck zu erwecken, man hab ein Stück Natur auf dem Balkon.

Kunstrasen © Sukit, fotolia.com
Kunstrasen © Sukit, fotolia.com

Der Kunstrasen ist aber sicher etwas für jeden, der es gerne weich unter den Füßen hat und mit sehr geringem Aufwand seinem Balkon eine neue Optik verschaffen möchte. Dass er dadurch schnell etwas schmuddelig wirken kann, ist die Kehrseite der Medaille. Anderseits haben Kunstrasen und Teppich auch ihre Vorteile – sie sind nicht rutschig, wenn es feucht wird, und nicht zu heiß, wenn die Sonne scheint.

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