Balkon abdichten

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Balkone neu abdichten – Wasser sicher abführen

Da Balkone dauerhaft Witterungseinflüssen wie Regen und Frost ausgesetzt sind, müssen sie sicher abgedichtet und ausreichend entwässert werden. Wasser, das sich durch eine fehlerhafte Entwässerung auf dem Balkon staut oder durch eine undichte Abdichtung in die tragenden Bauteile eindringt, kann erhebliche Schäden verursachen. Oft ist in diesen Fällen die Erneuerung des gesamten Bodenaufbaus auf dem Balkon notwendig, um langfristig Abhilfe zu schaffen. Je nach Konstruktionsart der Balkonanlage bieten sich unterschiedliche Systeme zur Erneuerung der Abdichtung und des Entwässerungssystems an.

Balkonabdichtung © Schlüter-Systems KG
Balkonabdichtung © Schlüter-Systems KG

Abdichtungsarten von Stahlbetonbalkonen

Balkone aus Stahlbeton sind in Hinsicht auf die Abdichtung und Entwässerung besonders sorgfältig zu planen und auszuführen, da Feuchtigkeit, die in die Balkonplatte eindringt, im schlimmsten Fall die eingelegte Bewehrung schädigen kann. Dies wiederum beeinträchtigt die Tragfähigkeit der gesamten Konstruktion. Je nach Bodenbelag und verwendetem Beton lassen sich Stahlbetonbalkone nach ihrem Grundaufbau unterscheiden in:

  • Balkonplatte ohne Abdichtung aus wasserundurchlässigem Beton
  • Stahlbetonbalkone mit Flüssigabdichtung und Flüssigkunststoff als Schlussbelag
  • Balkonplatten mit Abdichtung ohne Wärmedämmung mit Plattenbelag
  • Balkonplatten mit Abdichtung und Wärmedämmschicht mit Plattenbelag
  • Funktionsprinzip einer fachgerechten Balkonabdichtung

Zu einer funktionierenden Balkonabdichtung gehören sowohl die Dichtheit der Abdichtungsschichten und die sichere und schnelle Entwässerung des Balkons. Die Abdichtung und die Entwässerung bestehen dabei aus mehreren Komponenten, die auf die jeweilige bauliche Situation abgestimmt werden müssen. Die Funktionsweise und der Neuaufbau einer Balkonabdichtung nach Abbruch aller Altbeläge lassen sich am Beispiel einer Balkonplatten ohne Wärmedämmung mit Abdichtung und Plattenbelag sinngemäß erläutern.

Balkon abdichten: Darauf müssen Sie achten
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Gefälle mit Gefälleestrich herstellen

Ein ausreichendes Gefälle ist die Voraussetzung dafür, dass sich das Niederschlagswasser auf dem Balkon nicht staut, sondern möglichst schnell in das angeschlossene Entwässerungssystem geleitet wird. Dieses Gefälle wird beim konventionellen Bodenaufbau auf dem Balkon durch einen Gefälleestrich hergestellt, der mit einem Mindestgefälle von 1,5 bis 2 Prozent von der Hauswand und Balkontür abfallend eingebaut wird.

Anbringen des Entwässerungssystems

Um das Regenwasser am Balkonrand aufzufangen, ist hier eine entsprechende vorgehängte Rinne vorzusehen, die das Wasser in ein gesondertes Fallrohr, das nicht an die eigentliche Dachentwässerung angeschlossen ist, ableitet. Ein einfaches Randprofil mit Tropfkante ist bei mehrgeschossigen Anlagen nicht zulässig, da die herabfallenden Tropfen die Nutzung des darunterliegenden Balkons beeinträchtigen. Je nach System kann das Profil, an dem die Rinne befestigt ist, gleichzeitig als Anschluss für die Abdichtung genutzt werden.

Einbau der Abdichtungsschicht

Zur Abdichtung von Balkonen werden im Fachhandel unterschiedlichste Systeme angeboten. Gängig sind Bitumen- oder Kunststoffbahnen, die verschweißt oder geklebt werden, Flüssigabdichtungen, die mehrschichtig aufgetragen werden oder Polyethylenmatten. Sinnvoll ist es, auf die Abdichtungsschicht eine zusätzliche Drainagematte aufzulegen, die durch ihre Profilierung Wasser zielgerichtet in Richtung Dachrinne leitet. Zu beachten ist: Das gewählte System muss immer auf den folgenden Belag abgestimmt sein.

Anschlüsse und Übergange ausführen

Gerade Anschlüsse stellen bei Balkonbelägen Schwachstellen dar. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Übergang vom Boden zur Wand zu. Um die Ansammlung von Feuchtigkeit in diesem kritischen Bereich zu verhindern und die Abdichtung möglichst spannungsfrei auszuführen, ist die Ausbildung einer ausgerundeten Innenecke empfehlenswert. Diese sogenannten Hohlkehlen lassen sich aus Zementmörtel herstellen, sind aber auch als Fertigteil erhältlich. Die Abdichtung ist im Regelfall anschließend mindesten bis zu 15 cm oberhalb des Belags senkrecht an allen aufgehenden Bauteilen hochzuführen zum Schutz der Abdichtung vor eindringendem Spritz- und Oberflächenwasser.

Plattenbelag im Mörtelbett verlegen

Keramik- oder Natursteinplatten sind als Belag für Balkone weit verbreitet. Je nach gewähltem Aufbau und Belag ist eine zusätzliche Lastverteilungsschicht, die durchfeuchtet werden kann, als Unterbau für den Plattenbelag notwendig. Die Verlegung der Platten erfolgt im Mörtelbett und wird anschließend verfugt. Besonders zu beachten ist, dass nach der Trocknung des Mörtels die Eck- und Anschlussfugen sauber mit Silikon verschlossen werden.

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Allgemeine Hinweise zur Ausführung von Balkonabdichtungen

Bei der Vielzahl an System zur Balkonabdichtung, die auf dem Markt erhältlich sind, ist es für den Laien fast unmöglich, sich einen ausreichenden Überblick über die Thematik zu verschaffen und das richtige Produkt auszuwählen. Gerade bei Dachterrassen müssen zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der darunterliegenden Innenräume getroffen werden. Ein geeigneter Ansprechpartner bei der Instandsetzung oder der Neuabdichtung eines Balkons sind beispielsweise Dachdecker.

Sie können Schäden richtig einschätzen und geeignete Maßnahmen vorschlagen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, bei einer Balkonabdichtung auf das Komplettsystem nur eines Herstellers zurückzugreifen. Bei diesen Systemen sind die Funktionen der einzelnen Schichten und Komponenten aufeinander abgestimmt und Materialunverträglichkeiten untereinander ausgeschlossen. In jedem Fall sollte die Sanierungsmaßnahme an einer Balkonabdichtung möglichst zeitnah nach Feststellung des Mangels erfolgen, um eine Ausbreitung des Schadens in die gesamte Konstruktion zu verhindern.

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