Balkon und Loggia: Was ist was? Und worauf Sie achten sollten
Welcher Mieter kennt das nicht: Morgens auf dem eigenen Balkon oder der Loggia einen Kaffee trinken, die Sonne genießen können und so in den Tag starten. Herrlich!
Balkon oder Loggia sind die perfekte Wohnungserweiterung; ein Zusatzraum, den man nach seinen Wünschen gestalten kann, ein Weg nach draußen. Einfach ein Stück mehr Lebensqualität!
Doch wer auf Wohnungssuche ist, der stellt sich dann oft die Frage: Was soll meine neue Traumwohnung eigentlich haben? Einen Balkon oder eine Loggia? Ist eins besser oder schlechter? Wir zeigen Ihnen hier was Balkon und Loggia ausmachen und erklären, was Sie bei Ihrer Entscheidung am besten auch noch im Blick behalten sollten.

Balkon – kein Dach über dem Kopf
Der Name „Balkon“ kommt aus dem Französischen und bezeichnet, zusammengefasst, einen „offenen Vorbau an der Außenwand eines Gebäudes“. In der Regel ist dieser Vorbau von einer Mauer oder einem umlaufenden Geländer umgeben. Richtige Seitenwände hat der Balkon also nicht.

Auch ein Dach suchen wir bei ihm vergeblich; Freiluft-Fans, die sich trotzdem auch bei Regen dort aufhalten wollen, müssen auf den darüberliegenden Balkon als Dach hoffen oder ein Sonnensegel spannen bzw. eine Markise anbringen.
Vorteil: Durch die fehlenden Wände bietet der Balkon allerdings auch mehr Sonneneinstrahlung.

Ein Balkon ist immer außerhalb des Gebäudegrundrisses und kann auch nachträglich angebracht werden.


Sichtschutz für den Balkon
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Sowohl Sonnensegel als auch Markise KÖNNEN direkt an der Hauswand angebohrt werden. Aber Achtung: Holen Sie hierzu bitte unbedingt vorab die Genehmigung Ihres Vermieters ein.
Wenn Sie nicht bohren dürfen oder wollen, kann eine Klemmmarkise helfen. Diese muss nicht mit der Hauswand oder der Balkondecke verschraubt werden.
Auch Sonnensegel können recht einfach an ein spezielles Gestell gespannt werden. Ohne Bohren kann auch so der Balkon ein Ort für die Rundum-Entspannung werden.
Loggia – Zimmer ohne Fenster
Das italienische Wort „Loggia“ bedeutet so viel wie „Loge“ oder „Säulenvorhalle“. Man könnte aber auch ganz einfach „Indoor-Balkon“ sagen. Denn: Die Loggia befindet sich innerhalb eines Gebäudes, ist also, im Gegensatz zum Balkon, ein fester Gebäudebestandteil – quasi ein Zimmer im Freien ohne Fenster.
Der Clou hier: Die Loggia ist in der Regel mehrseitig geschlossen, bietet also den perfekten Schutz vor Wind und Wetter. Dach inklusive!

Kleiner Nachteil: Manchen Mieter fehlt durch die Wände vielleicht das komplette Freiluftgefühl und eine intensivere Sonnenstrahlung, wie man es auf dem Balkon hat.
In der Miete enthalten?
Wichtig zu wissen: Vermieter und Mieter geraten oft darüber in Streit, ob Balkon oder Loggia zur Wohnfläche gehören oder nicht. Laut Mieterschutzbund gibt es folgende Handhabungen:
- Bei Sozial- oder preisgebundenen Wohnungen zählt die Grundfläche vom Balkon oder der Loggia zur Hälfte mit.
- Bei frei finanzierten Wohnungen können Balkon oder Loggia an Häusern in guten Lagen zu einem Viertel mitzählen.
Zusammenfassung:
Ob Balkon oder Loggia: Beide können ein Ort der Erholung und Entspannung sein – Wohlfühlorte für mehr Lebensqualität.
Der Balkon:

- ist außen an der Fassade angebracht und nicht Teil des Grundrisses
- ist in der Regel offen, also ohne Dach oder Seitenwände und kann dementsprechend nur mit extra Hilfsmitteln vor Wind und Wetter geschützt werden.
- bietet durch das offene Sein eine intensivere Sonneneinstrahlung
Die Loggia:

- ist in das Gebäude eingeschnitten und damit Teil des Grundrisses
- ist mindestens an drei Seiten geschlossen und in der Regel überdacht
- schützt durch Wände und Dach automatisch vor jeglicher Witterung. Ohne Hilfsmittel – bietet weniger intensive Sonneneinstrahlung
- vermittelt durch die Geschlossenheit weniger das Gefühl von „richtig draußen sitzen“
Für beide gilt: Sie werden zu Teilen zu der Miete dazugerechnet.
Letztlich kommt es natürlich auf Ihre individuellen Vorlieben an, ob ein Balkon oder eine Loggia besser zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt.

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