Gestalterische Maßnahmen für gesundes Wohnen

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Gestalterische Maßnahmen für gesundes Wohnen

Ein gesundes Wohnumfeld umfasst nicht nur die Auswahl schadstofffreier Baustoffe, einem gesunden Raumklima und ausreichendem Schall- und Wärmeschutz. Auch hinsichtlich der Gestaltung tragen verschiedene Maßnahmen dazu bei. Auch wenn einige Faktoren wie Standort, Ausrichtung des Gebäudes und Lage beim Bestandsbau nicht beeinflusst werden können, lassen sich durch die jeweilige Gestaltung der Innenräume bei der Sanierung Wohlbefinden und Gesundheit fördern.

Einfamilienhaus © js-photo, stock.adobe.com
Verschiedene Standortfaktoren für Grundstück und Gebäude bestimmen das Wohlbefinden © js-photo, stock.adobe.com

Standortfaktoren

Verschiedene Standortfaktoren für Grundstück und Gebäude sollten bereits beim Kauf des Hauses mit berücksichtigt werden. Sie beeinflussen neben dem grundsätzlichen Wohngefühl zusätzlich auch den Wiederverkaufswert von Grundstück und Gebäude:

  • Nach Süden ausgerichtete Grundstücke und Gebäude gewährleisten gute Lichtverhältnisse sowie die spätere Nutzung von Solarenergie.
  • Gebäude in oder in der Nähe von Gewerbegebieten, an stark befahrenen Straßen oder in Flughafennähe sind lärmbelastet – In diesem Fall müssen für eine gesunde Sanierung entsprechende Lärmschutzmaßnahmen mitberücksichtigt werden.
  • Ungünstig und verwinkelt geschnittene Grundstücke und Gebäude schränken die Nutzung ein, bzw. erfordern umfangreiche Anpassungsmaßnahmen.
  • Grundstücke und Gebäude im Bereich eines Bebauungsgebietes, bzw. denkmalgeschützte Gebäude unterliegen rechtlichen Einschränkungen, was Umbau und Sanierung betrifft.
  • Nachbarn können zu Freunden oder Feinden werden. Das Wohnumfeld sollte an die eigenen Bedürfnisse angepasst sein. Dies betrifft weiterhin auch die umliegende Infrastruktur und die Verkehrsanbindung.
Tipp: Die genannten Punkte sollten insbesondere beim Hauskauf berücksichtigt werden. Ideal ist es, vorab eine Checkliste mit den einzelnen Anforderungen und Bedürfnissen der Bewohner an das neue Eigenheim zu erstellen.
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Grundrissgestaltung

Bei der Sanierung eines Gebäudes ist in aller Regel die Grundrissgestaltung bereits vorgegeben, tragende Wände bestimmen die Raumaufteilung maßgeblich mit und können häufig nur durch aufwändige statische Maßnahmen entfernt werden. Idealerweise sollte ein Wohnhaus in verschiedene Funktionsbereiche eingeteilt sein:

  • Ruhe und Erholung (Schlafräume)
  • Wohn- und Essbereich
  • Arbeitsbereich
  • Küche und Sanitär
  • Außenbereich
Küchenplanung am Grundriss ©lagom, stock.adobe.com
Die Grundrissgestaltung als wichtiger Faktor für ein behagliches Wohngefühl © lagom, stock.adobe.com

Die Trennung des Grundrisses in einzelne Zonen ermöglicht eine freie Entfaltung innerhalb des Wohnhauses und bietet den Bewohnern die Möglichkeit, ihren jeweiligen Bedürfnissen gerecht zu werden. Bei der gesunden Sanierung sollten diese ebenfalls soweit wie möglich berücksichtigt werden. Werden Wände entfernt oder neu errichtet, müssen statische wie auch schallschutzrelevante Aspekte besonders berücksichtigt werden. Ebenso gilt dies für die Anordnung und Sanierung von Küche und Feuchträumen. Im Idealfall sind diese nah beieinander oder übereinander angeordnet, um den Aufwand für die Wasser- und Abwasserinstallation möglichst gering zu halten.

Schallschutz durch Grundrissoptimierung
Schallschutz durch Grundrissoptimierung
Tipp: Sind größere Umbauten des Grundrisses geplant, kann es hilfreich sein, einen Innenarchitekten zu konsultieren.

Belichtung und Beleuchtung

Ausreichend Tageslicht ist für das Wohlbefinden ausgesprochen wichtig. Die gesetzlichen Vorschriften für die Belichtung von Aufenthaltsräumen durch Fenster, zum Beispiel aus den Landesbauordnungen, schreiben als Mindestanforderung vor, dass die Fensterflächen eines Raumes mindestens ein Achtel seiner Grundfläche betragen müssen. Weitere Regelungen treffen die DIN 5034-1 „Tageslicht in Innenräumen“ sowie die europäische Tageslichtnorm DIN EN 17037. Grundsätzlich gilt: Je mehr Fensterfläche, umso besser, denn das Wohlbefinden ist maßgeblich von einer ausreichenden Versorgung mit Tageslicht abhängig.

Wohnzimmer ganz in weiß © AntonSh, stock.adobe.com
Ausreichend Tageslicht ist für das Wohlbefinden ausgesprochen wichtig © AntonSh, stock.adobe.com

Licht spielt nicht nur für das Wohlbefinden eine Rolle, sondern dient auch der Orientierung im Raum. Die künstliche Beleuchtung ergänzt das natürliche Licht und sorgt für Helligkeit am Abend und in der Nacht. Entscheidend sind Anordnung, aber auch Lichtstärke und -farbe der Lampen. Als grundsätzliche Grundlagen für ein wohngesundes Lichtkonzept in den Räumen können folgende Aspekte angesehen werden:

  • Ausreichend Grundlicht als blendfreie Wand- und Deckenleuchten mit gleichmäßiger Verteilung für eine einheitliche Leuchtdichte im Raum
  • Beleuchtung für spezielle Nutzungen, zum Beispiel in Küche und Bad oder im Essbereich
  • Akzentbeleuchtungen zur Raumgestaltung
Wohnzimmer mit stimmungsvollem rötlichen Licht © pozitivo, stock.adobe.com
Das Lichtkonzept beeinflusst die Raumatmosphäre © pozitivo, stock.adobe.com

Lichtstärke und Lichtfarben haben Einfluss auf die Stimmung, dabei beschreibt die Beleuchtungsstärke in Lux die Helligkeit in einem Raum. Die Lichtfarbe, die als Farbtemperatur in Kelvin (K) gemessen wird, gibt an, ob ein Licht beruhigend und entspannend oder anregend ist.

Die Lichtfarben: Links warmweiß, Mitte neutralweiß, Rechts tageslichtweiß © tiero, stock.adobe.com
Lichtfarben haben Einfluss auf die Stimmung: Links warmweiß, Mitte neutralweiß, Rechts tageslichtweiß © tiero, stock.adobe.com
Tipp: Für eine maximale Energieeffizienz sind LED-Lampen die ideale Wahl. Sie verbrauchen bei einer höheren Lichtausbeute nur einen Bruchteil an Strom im Vergleich zu Energiesparlampen.

Materialien und Farben

Der Mensch nimmt einen Großteil seiner Sinneseindrücke visuell wahr. Umso wichtiger ist die Auswahl der passenden Farben im Wohnumfeld. Werden wohngesunde Materialien mit den richtigen Farbtönen kombiniert, entsteht eine behagliche und positive Wohnatmosphäre, die entspannend und harmonisch wirkt. Weiterhin können mit Farben Räume gestaltet und aufgewertet werden – dies spielt besonders bei ungünstig geschnittenen Räumen eine wichtige Rolle. Durch ein angemessenes Farbkonzept können Proportionen harmonisiert werden. So können sehr hohe Räume zum Beispiel durch dunkle Decken optisch niedriger wirken.

Farben geschickt kombinieren © pressmaster, stock.adobe.com
Farben geschickt kombinieren © pressmaster, stock.adobe.com
Tipp: Die Auswahl der Farben sollte auch an die Nutzung der Räume angepasst werden. So eignen sich im Wohnbereich warme Farben besonders gut, für den Schlafbereich wirken sanfte Farben und beruhigende Blautöne besonders gut.
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