Gesund Sanieren für Allergiker

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Gesund Sanieren für Allergiker: Was müssen Allergiker beachten?

Empfindliche Menschen und Allergiker reagieren bereits auf kleinste Mengen an Wohngiften und Allergenen in der Raumluft. Für eine allergikergerechte Sanierung müssen zum einen alle belastenden Baustoffe und Einbauten entfernt und zum anderen schadstoff- und allergenfreie Materialien gewählt werden. Allergieauslösend sind vor allem Klebstoffe und Farben, ebenso Bodenbeläge und verschiedene Baustoffe in der Gebäudehülle, zum Beispiel in der Dämmung.

Mann reagiert allergisch © H_Ko, stock.adobe.com
Hausstauballergiker müssen besonders genau auf die richtigen Baustoffe achten! © H_Ko, stock.adobe.com

Sanierungshinweise für Hausstauballergiker

Die Hausstauballergie gehört zu den zweithäufigsten Allergien in Deutschland. Verursacht werden die allergischen Reaktionen, die von verstopfter Nase und tränenden Augen bis hin zu Atemnot und anderen asthmatischen Beschwerden reichen, durch den Kot der Milben.

Die Milben selbst vermehren sich besonders gut bei einer Luftfeuchtigkeit über 70 % und einer Raumtemperatur um 25 Grad. Insbesondere die Luftfeuchtigkeit lässt sich durch eine ausbalancierte Wärmedämmung und diffusionsoffene Wandaufbauten unter diesem Wert halten und gut regulieren. Da der Milbenkot auf Staubpartikeln in der Raumluft verteilt wird, ist gerade für Hausstauballergiker ein auf Strahlungswärme basierendes Heizungssystem wie zum Beispiel Wand- oder Fußbodenheizungen günstig, da durch einen hohen Anteil an Strahlungswärme weniger Staub aufgewirbelt wird. Glatte Bodenbeläge aus Holz oder Linoleum sind nicht nur schadstofffrei, sondern auch ein schlechter Lebensraum für Milben. Auf Teppichböden sollte weitgehend verzichtet werden.

Hausstauballergiker: So können Sie Beschwerden reduzieren
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Weniger Schadstoffe durch Nano-Produkte

Um den Schadstoffgehalt in der Raumluft zu reduzieren, können spezielle, mit Nanopartikeln versetzte Farben unterstützend eingesetzt werden. Das aufbereitete Titanoxid bindend die Luftschadstoffe und baut sie anschließend ab. Allerdings ist noch nicht abschließend geklärt, ob das Material selbst auf Allergiker und sensibel reagierende Menschen als Allergen oder symptomauslösender Stoff wirkt. Die bei der Katalyse entstehenden Substanzen sind dahingehend noch wenig oder gar nicht untersucht.

Allergikergeeignete Baustoffe

Wohngifte und Schadstoffe aus dem verwendeten Baumaterial bieten ein großes Potenzial, um die verschiedensten Allergien auszulösen. Der Großteil der Allergien wird durch organische Substanzen ausgelöst. Wer bereits allergisch reagiert, sollte auf mineralische Farben und Putze zurückgreifen, da diese eventuell allergenen Mikroorganismen keinen Nährboden liefern. Ebenso sind die häufig symptomauslösenden Lösemittel oder Konservierungsstoffe in mineralischen Materialien überflüssig.

Konservierungsstoffe können problematisch für Allergiker sein
Konservierungsstoffe können problematisch für Allergiker sein

Einer der geeignetsten Baustoffe für allergisch reagierende Menschen ist Massivholz. Das Material enthält kaum Allergene. Da Holz sich nicht elektrostatisch auflädt, zieht es keine Schwebstoffe an, die Träger von Milbenkot oder anderen Luftschadstoffen sein können. Die Partikel bleiben in Bodennähe und können so leicht mit dem Staubsauger entfernt werden. Werden die Hölzer mit natürlichen Wachsen und Ölen behandelt, bleiben die Poren offen und nehmen Schadstoffe auf, die beim gründlichen Lüften nach außen entweichen können.

Tipp: Allergiker sollten auch bei natürlichen Oberflächenbeschichtungen genau auf die Inhaltsstoffe achten. Häufig ist Balsamterpentin als Lösemittel enthalten, das bei einer Terpentin-Allergie zu Symptomen führen kann.
Die häufigsten Allergene in der Raumluft
Die häufigsten Allergene in der Raumluft

Lüftungsanlage – eine Entlastung für Allergiker

Gerade für allergiebelastete Personen bringt eine automatische Lüftungsanlage große Erleichterung. Durch den regelmäßigen Austausch der Raumluft werden allergene Substanzen nach außen befördert, es kommt nicht zu einer Anreicherung der Substanzen. Auf der anderen Seite verhindert die Anlage, dass Pollen und andere Allergene von außen in den Innenraum gelangen. Wenn möglich, sollte also bei der Sanierung eine entsprechende Anlage mit eingeplant werden.

Tipp: Die automatische Lüftungsanlage regelt gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit und beugt Schimmelbildung in den Räumen vor.
Zentrale Lüftungsanlage wird montiert © Gerd, stock.adobe.com
Zentrale Lüftungsanlage wird montiert: Die automatische Lüftungsanlage sorgt für saubere Luft und spart außerdem Energie! © Gerd, stock.adobe.com

Gütezeichen genau prüfen

Die verschiedenen Gütesiegel für Baustoffe werden nach einer Prüfung auf Schadstoffgehalt und Einhaltung von eigenen oder gesetzlichen Grenzwerten vergeben. Allerdings schützen die Siegel nicht in jedem Fall auch Allergiker, da je nach verwendeter Prüfkriterien noch Spuren der allergieauslösenden Substanzen vorhanden sein können, die bereits zu Reaktionen führen. Allergiker sollten unabhängig von den vorhandenen Zertifizierungen alle Inhaltsstoffe eines Produkts genau prüfen. Aufgelistet sind diese in den technischen Datenblättern oder direkt auf der Verpackung. Im Zweifelsfall ist eine Nachfrage beim Hersteller angebracht.

Vertragliche Regelungen schützen!

Allergiker sind darauf angewiesen, dass im Rahmen einer Sanierung auch wirklich nur geeignete Baustoffe verwendet werden. Dies sollte vertraglich festgelegt sein, mündliche Absprachen oder unverbindliche schriftliche Hinweise sind nicht ausreichend.

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