Tipps zum Gesunden Wohnen

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Tipps zum Gesunden Wohnen in den eigenen vier Wänden

Viele Menschen verbringen den Großteil ihrer Zeit in Innenräumen, einige Studien sprechen sogar von 90 %. Umso wichtiger ist es, dort ein gesundes und schadstoffarmes Klima mit besten Bedingungen zu schaffen. Neben der Auswahl der richtigen Baustoff für eine gesunde Sanierung kann durch verschiedene Maßnahmen das Innenraumklima positiv beeinflusst werden. Raumtemperatur, Lüftungsverhalten und Elektrosmog sind in diesem Bereich wichtige Schlagwörter.

Dachgeschoss wohnlich ausgebaut © 4th Life Photography, stock.adobe.com
Gesund wohnen in den eigenen vier Wänden © 4th Life Photography, stock.adobe.com

Die gesunde Raumtemperatur

So richtig behaglich fühlen sich Menschen dann, wenn die Temperatur stimmt. Das gilt nicht nur für Außen-, sondern noch mehr für die Innenräume. In Kombination mit der richtigen Luftfeuchtigkeit, die zwischen 30 und 60 % liegen sollte, entsteht ein angenehmes Wohnklima. Gleichzeitig verhindern die richtigen klimatischen Bedingungen Schimmelbildung und unterstützen ein energiesparendes Heizverhalten. Folgende Werte gelten als ideal für das Wohnklima:

Raumnutzung Optimale Luftfeuchtigkeit Optimale Raumtemperatur
Wohnräume & Arbeitsräume 40 – 60 % 20 °C
Schlafzimmer 40 – 60 % 16 – 18 °C
Kinderzimmer 40 – 60 % 20 – 22 °C
Küche 50 – 60 % 18 °C
Badezimmer 50 – 70 % 23 °C
Keller 50 – 65 % 10 – 15 °C
Mit dem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit messen
Mit dem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit messen
Tipp: Durch Öfen oder offene Kamine entsteht eine behaglich-warme Atmosphäre. Damit es nicht zur Anreicherung von Schadstoffen kommt, muss ein guter Abzug vorhanden sein. Beim Heizen mit Holz darf nur unbehandeltes Holz mit einer maximalen Holzfeuchte von 20 % verwendet werden.
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Richtig Lüften!

Das richtige Lüftungsverhalten entscheidet über die Raumluftqualität. Idealerweise sorgt eine automatisch-gesteuerte Lüftungsanlage für ausreichend frische und saubere Luft in den Räumen. Wird per Hand gelüftet, dann mehrmals täglich per Stoßlüftung als Querlüftung. Entsteht durch Kochen oder im Badezimmer eine hohe Luftfeuchtigkeit, ist zusätzliches Lüften notwendig. Dies gilt ebenso beim Arbeiten mit lösemittelhaltigen Stoffen.

Richtig lüften: Fenster weit öffnen und auf Durchzug achten
Richtig lüften: Fenster weit öffnen und auf Durchzug achten
Tipp: Auch wenig benutzte Räume müssen regelmäßig gelüftet werden, um einen Anstieg der Luftfeuchtigkeit zu vermeiden.

Staub macht nicht nur Allergikern zu schaffen

Staub ist ein unvermeidbarer Bestandteil der Raumluft. Er entsteht durch Kochen, Heizen, Rauchen, sandenden Wänden oder wird über die Frischluft eingetragen. Allergikern macht der Haustaubmilbenkot auf den Staubpartikeln meist schwer zu schaffen. Aber auch wer nicht von dieser Allergie betroffen ist, kann durch feinste Staubpartikel beeinflusst werden. Diese setzen sich in den Bronchien ab und können Bronchitis und andere Beschwerden auslösen. Durch regelmäßiges Lüften, Staubsaubern und Feucht wischen lässt sich die Staubkonzentration in den Innenräumen reduzieren.

Parkett staubsaugen © Paolese, stock.adobe.com
Regelmäßiges Staubsaugen reduziert die Staubbelastung in der Raumluft © Paolese, stock.adobe.com

Vorsicht Fogging!

Das Fogging-Phänomen tritt in der Heizsaison aus und zeigt sich durch schwarze Beläge an der Wand. Oft werden die schmierigen Spuren mit Schimmel verwechselt, tatsächlich handelt es sich dabei um Ablagerungen aus schwerflüchtigen organischen Verbindungen (SVOC), die aus Weichmachern aus Bodenbelägen und Fußbodenklebern ausgasen. Die Partikel werden über die Heizungsluft verteilt und lagern sich an kalten Wandoberflächen ab. Fogging ist also immer auch ein Hinweis auf eine Schadstoffbelastung. Zwar gelten die Beläge nicht als gesundheitsschädlich, wirken allerdings optisch mehr als unschön.

Belastung durch Radon

Radon ist ein natürlich vorkommendes, radioaktives Gas, das in niedrigen Konzentrationen unschädlich ist. Ab einem bestimmten Grenzwert gilt das Edelgas bei langfristigem Einfluss allerdings als krebserregend. Es gelangt durch Undichtigkeiten im Keller oder im Fundament aus dem Erdreich in die Innenräume und reichert sich in der Luft an, sein Vorhandensein lässt sich nur über Radonmessungen mit einem Exposimeter nachweisen. Diese Messung sollte bei einem begründeten Verdacht erfolgen, belastete Gebiete sind zum Beispiel die deutschen Mittelgebirge. Steigt der Radongehalt in der Raumluft dauerhaft auf mehr als 100 Bq/ m³ ist eine Sanierung in form einer Abdichtung erforderlich.

Elektrosmog – unsichtbar und trotzdem belastend

Elektrosmog © Severin Lonka, stock.adobe.com
Elektrosmog © Severin Lonka, stock.adobe.com

Elektrische und magnetische Felder, die in Innenräumen durch Stromfluss und elektrische Geräte entstehen, können sich negativ auf den Organismus der Bewohner auswirken. Steht eine Sanierung an, empfiehlt es sich deshalb bereits bei der Planung eine weitmöglichste Reduktion der Felder einzuplanen. Dies kann durch abgeschirmte Leitungen, spezielle Wandabdichtungen und Abschirmputze erfolgen. Letztere empfehlen sich vor allem dann, wenn hochfrequente Wechselfelder durch Antennenmasten oder Hochspannungsleitungen in der Nähe des Wohnhauses vorhanden sind. In Schlaf- und Aufenthaltsräumen sollten installationsfreie Bereiche eingeplant werden, um einen geruhsamen Schlaf und einen unbelasteten Aufenthalt zu ermöglichen.

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