Glastreppe

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Glastreppen: Aufbau, Kosten, Vorteile und Nachteile

Glastreppen haben in der modernen Architektur mittlerweile ein festes Zuhause. Die begehbaren Verglasungen scheinen im Raum zu schweben und wirken mit ihrer gläsernen Struktur schlicht, elegant und minimalistisch. Ganzglastreppen und Material-Kombinationen sind möglich.

Treppe mit Glasstufen © Jeanette Dietl, stock.adobe.com
Treppe mit Glasstufen © Jeanette Dietl, stock.adobe.com

Im Rahmen der Innenarchitektur sind Glastreppen beliebte Bauteile. Durch ihre schwebende Optik und Transparenz verbinden sie Stockwerke scheinbar unsichtbar und schaffen puristisches Ambiente. Möglich sind heute Stufen, Geländer oder Podeste aus speziellem Sicherheitsglas; auch Ganzglastreppen lassen sich daraus bauen. Das Glas kann klar, getönt oder satiniert sein. Beschichtungen, bedrucktes Glas und integrierte Lichter zaubern einzigartige Designs. Schwindelfreiheit ist allerdings ein Muss. Denn beim Gehen schaut man mitunter viele Meter in die Tiefe.

Fast jede Treppenform lässt sich heute aus Glas fertigen. Je nach Wunsch lässt sich das Glas mit Materialien wie Holz, Edelstahl und Beton kombinieren oder wird als Ganzglastreppen verbaut. Beim Letzteren handelt es sich um selbsttragende Treppensysteme, die komplett aus Verbundglas bestehen. Fachbetriebe übernehmen bei solchen Wünschen die Planung der Statik und diskutieren mit Ihnen, wie sich die Treppe verwirklichen lässt.

Glastreppe © seewhatmitchsee, stock.adobe.com
Auch wenn die Glasstufen bei diesem Treppenhaus satiniert sind, braucht man auf einer solchen Glastreppe Schwindelfreiheit. Für Menschen mit Seheinschränkungen und kleine Kinder ist sie weniger gut geeignet. © seewhatmitchsee, stock.adobe.com

Aufbau von begehbarem Glas

Sicherheit spielt beim begehbaren Glas eine wichtige Rolle. Deswegen stehen Statik, Durchbruchsicherheit und Rutschhemmung im Mittelpunkt jeder Planung. Die Unterkonstruktionen solcher Ganzglastreppen besteht aus einem speziellen Sicherheitsglas, das für den Personenverkehr zugelassen sein muss. Bei üblicher Nutzung wird laut Deutschem Institut für Bautechnik von einer lotrechten Nutzlast von höchstens 5 kN/m2 ausgegangen.

Das Verbundsicherheitsglas, im üblichen Jargon auch Panzerglas genannt, ist in drei Schichten aufgebaut, die das Glas begehbar machen. Die oberste Schicht gilt als Verschleißschicht und wird häufig aus Einscheibensicherheitsglas (ESG) gefertigt. Die beiden unteren Glasschichten bilden die „tragende“ Funktion. Verbunden sind alle Lagen mit einer reißfesten PVB-Folie. Bricht das Glas, muss die Statik der Treppe für mindestens weitere 30 Minuten gegeben sein. Mögliche Bruchstücke aus Glas haften aus Sicherheitsgründen an der Folie. Damit man auf der Glastreppe nicht rutscht, richtet man sich nach Rutschhemmungsklassen, die in der DIN 51097 festgelegt sind.

Aufbau von begehbarem Glas
Aufbau von begehbarem Glas

Begehbare Verglasungen tauchen als einzelnes Produkt nicht in der Bauregelliste auf. Deswegen benötigen Sie beim Bau in der Regel eine Zustimmung im Einzelfall (ZiE). Erkundigen Sie sich über Ihren Fachbetrieb darüber und sichten Sie ebenfalls die aktuellen Bestimmungen der Baubehörde Ihres Bundeslandes.

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Stimmungsvolle Beleuchtung

Nicht nur das Ambiente, auch die Lichtsituation vor Ort profitiert von einer Glastreppe. Tageslicht wird durch das Glas gelenkt und macht selbst dunkle Flure heller. Zur Dämmerung kann eine Glastreppe mit LED-Leuchtkörpern beleuchtet werden, die sich direkt in den Stufen befinden. So ist die Treppe sicher zu begehen und erhält durch das Spiel von Licht und Schatten eine interessante Struktur. Farbige Lichter sorgen für ein stimmungsvolles Ambiente.

Treppen mit Glasgeländer

Wer Glaselemente integrieren möchte, aber Aufwand oder Kosten einer kompletten Glastreppe scheut, kann in Geländer oder Brüstungen aus Verbund-Sicherheitsglas (VSG) oder Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) investieren. Die gläserne Optik passt zu Holz, Stahl oder Beton; Glasgeländer sind zum Beispiel für Kragarmtreppen, Spindeltreppen, Faltwerktreppen oder gewendelte Treppen möglich.

Treppengeländer aus Edelstahl und Glas © navintar, fotolia.com
Treppengeländer aus Edelstahl und Glas © navintar, fotolia.com
Betontreppe © Annibell82, stock.adobe.com
Betontreppe mit Glasgeländer © Annibell82, stock.adobe.com

Glasgeländer lassen sich entweder mit Rahmen und Glasfüllung oder komplett aus Glas fertigen. Zusätzliche Handläufe aus Aluminium oder Holz können, müssen aber nicht integriert werden. Edelstahlhalterungen, Holz-Nuten oder spezielle Glaskleber sorgen für die Befestigung.

Vor- und Nachteile auf einen Blick

  • schwebende Optik
  • pflegeleicht
  • stabil
  • lassen kleine Räume größer wirken
  • Geräuschentwicklung beim Begehen
  • Kratzspuren möglich
  • vergleichsweise hohe Kosten
  • Schwindelfreiheit muss gegeben sein
Glastreppen: Vorteile und Nachteile auf einen Blick
Glastreppen: Vorteile und Nachteile auf einen Blick

Kosten

Wie bei allen Materialien richten sich die Kosten für eine Glastreppe nach Größe, Einbausituation und Montage. Im Vergleich zu klassischen Materialien wie Holz, Beton oder Stahl ist eine Glastreppe allerdings teurer. Einfache Glastreppen beginnen bei einem Preis von rund 5.000 Euro, der Spielraum nach oben ist offen. Anforderungen wie integrierte LED-Leuchtkörper oder farbiges Glas treiben den Preis nach oben.

Fazit

Ob als Ganzglastreppe oder in Kombination mit Holz oder Edelstahl: Mit Verbundsicherheitsglas lassen sich wunderschöne Stufen, Geländer und Podeste aus Glas fertigen. LED-Beleuchtungen und farbige Gläser sorgen für ein stimmungsvolles Ambiente, das man mit Sicherheit nicht vergisst.

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