Betontreppe

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Die Betontreppe – Rauer Charme in schönstem Purismus

Zeitgenössische Wohngebäude setzen heute immer öfter Sichtbeton als gestalterisches Element ein – zum Beispiel in Form puristisch gestalteter Betontreppen für den Innenbereich. Wir haben alle Informationen auf einen Blick.

Beton ist einer der vielseitigsten Verbundstoffe, die wir im Hausbau kennen – und kommt im Rahmen der Treppengestaltung immer häufiger zum Einsatz. Während Beton lange als kalter, ja nüchterner Baustoff galt, setzt er in zeitgenössischen Gebäuden an Fassaden, als Treppe oder an Wänden spektakuläre Akzente. Und die wirken allesamt besonders puristisch.

Betontreppe im Haus © tostphoto, stock.adobe.com
Betontreppe im Haus © tostphoto, stock.adobe.com

Sofern Sie sich für eine Treppe aus Sichtbeton entscheiden, haben Sie eine Vielzahl an Vorteilen auf Ihrer Seite. Der zeitgenössische Sichtbeton lässt sich mit vielen Materialien kombinieren. Im Trend liegen derzeit Kombination mit Metall, Holz oder Glas. Dazu sind solche Betontreppen vor allem strapazierfähig und benötigen bei guter Vorbereitung kaum Pflege.

Das Bauhaus und Beton: Schlichte Eleganz in klarer Formensprache

Nicht ohne Grund erinnern moderne Betontreppen an die architektonische Idee der Bauhaus-Epoche, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum feiert. Schon die Bauhaus-Schule, die 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründet wurde, hatte die Reduktion der Formen zum Ziel: Baukörper- und Möbeldesigns sollten sich über eine klare, abstrakte und geometrische Form definieren und auf Verzierungen oder Schnörkel verzichten. Das ehemalige Schulgebäude in Bauhaus-Dessau, wo Glas, Beton und Stahl miteinander auf Engste verzahnt werden, zeigt die Wirkung der Bauhaus-Epoche, die in unserer Alltagsarchitektur immer mehr Platz nimmt. Mit dem Einbau einer puristischen Betontreppe setzen Sie sich ein sichtbares Zeichen als Liebhaber moderner Industriekultur.

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Konstruktive Möglichkeiten rund um die Betontreppe

Früher wurden Betontreppen so hergestellt, indem eine Schalung angefertigt und die Betontreppe vor Ort gegossen wurde. Das zeitaufwendige Verfahren wird heute allerdings immer weniger umgesetzt. In aller Regel wird das Bauteil heute in einem Betonwerk hergestellt und vor Ort eingesetzt. Ob in geschwungener oder gradliniger Formensprache bleibt dabei der architektonischen Planung überlassen.

Fertige Betontreppen produziert im Betonwerk © anderssehen, stock.adobe.com
Fertige Betontreppen produziert im Betonwerk © anderssehen, stock.adobe.com

Unterscheiden lassen sich bei der Betontreppe üblicherweise Element-, Blockstufen-, Balken- und Tragbolzentreppen.

Betontreppe: Arten der Konstruktion
Betontreppe: Arten der Konstruktion

Bei der Elementtreppe handelt es sich um eine Treppe, die komplett im Werk hergestellt und an Ort und Stelle per Kran positioniert wird. Blockstufentreppen basieren dagegen auf einer modularen Bauweise. Sie werden in einzelnen Komponenten ans Wohnhaus geliefert, wo Fachleute sie zusammensetzen.

Tipp: Beide Konstruktionsarten wirken durch ihre kompakte Bauweise im Wohnraum sehr dominant. Ihre besondere Wirkung entfalten solche Treppen vor allem in großen, offenen Wohngebäuden.

Luftiger wirken sowohl Balken- als auch Tragbolzentreppen. Die Balkentreppe bestehen aus einem in der Mitte und zwei seitlich verlaufenden Balken, auf denen der mittige Balken ruht. Tragbolzentreppen aus Beton sind noch puristischer. Denn bei ihnen übernehmen eingelassene Stahlbolzen in der Wand oder am Geländer die Tragfähigkeit. Diese Art von Betontreppen sind gerade im Neubau oft an nur einer Wandseite befestigt und wirken auf diese Weise schwebend. Aber Achtung: Schwindelfrei sollte man bei einer solchen Treppe schon sein.

Betontreppen im Altbau

Sofern Sie in einem Altbau eine Betontreppe einbauen möchten, ist möglicherweise die Mithilfe eines Statikers gefragt. Weil Beton aus einem dichten Material besteht, haben Betontreppen ein hohes Gewicht. Da dieses von der Treppe auf Fußböden und/oder Wände abgeleitet wird, sollten Sie vorab von einem Fachmann prüfen lassen, ob die Statik des Altbaus Probleme bereiten könnte.

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Betontreppen – Schutz muss trotzdem sein!

Obwohl Beton besonders widerstandsfähig ist, müssen auch Betontreppen einen gewissen Oberflächenschutz erhalten. Denn Schmutz, Flüssigkeiten, Öle oder Salze haben durchaus die Kraft, in den Beton einzudringen und ihn zu schädigen. Mit einer Imprägnierung, einer Lackierung oder einer Versiegelung der Betontreppen lässt sich dies aber zuverlässig vermeiden.

Betontreppe © Annibell82, stock.adobe.com
Betontreppe © Annibell82, stock.adobe.com

Während eine Imprägnierung tief ins Material eindringt, bilden die Versiegelung und der Lack eine oberflächliche Schutzschicht. Je nachdem, wieviel die Treppe benutzt wird, sollten Sie darüber hinaus auf eine hohe Abriebfestigkeit der Oberflächenversiegelungen achten. Dazu sind Produkte Pflicht, die durch ihre Zusammensetzung eine hohe Rutschfestigkeit gewährleisten. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Architekten oder Fachbetrieb nach geeigneten Lösungen, die zur Architektur des Hauses und Nutzung der Treppe passen.

Kosten rund um die Betontreppe

Der Preis für eine Betontreppe hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab und lässt sich deswegen kaum pauschalisieren. Zu den Kosten gehören zum Beispiel die genauen Maße der Treppe, die Art der Gestaltung, ob ein Podest erforderlich ist und mit welcher Konstruktionsform man die Treppe umsetzen möchte. In aller Regel erhalten Sie eine einfache Fertigtreppe aus Beton für 3.000, – bis 4.000, – Euro. Nicht zu vergessen: Auch Montagekosten, Beleuchtung und Geländer müssen mit einkalkuliert werden. Wir empfehlen das Einholen von drei unterschiedlichen Angeboten bei Fachbetrieben.

Fazit

Betontreppen im Innenraum sind nicht nur zeitgenössisch und pflegeleicht, sondern auch noch schnell umgesetzt. Und sofern Sie nach der Fertigstellung bemerken, dass die Treppe doch mit einem Belag wie Holz, Vinyl, Laminat, Fliesen Teppich oder Linoleum eine schönere Ergänzung wäre, so ist die Verlegung unkompliziert möglich. Die Betontreppe – ein wahrer Alleskönner!

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