Treppen: Formen und Konstruktion

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Treppen: Begriffe, Formen und Konstruktionsarten

Treppen gibt es in zahlreichen Ausführungen, ihre Aufgabe ist jedoch immer die gleiche: Steigungen bequem und komfortabel zu überwinden. Die Bauform und Konstruktionsart einer Treppe variiert je nach Einbauort, der gewünschten Funktion und dem vorhandenen Platzangebot. Zu berücksichtigen sind bei der Treppenplanung auch immer die Vorschriften aus der aktuellen Norm für Gebäudetreppen und den jeweiligen Landesbauordnungen, die je nach Nutzung der Treppe unterschiedliche maßliche Anforderungen stellen.

Die Auswahl einer geeigneten Treppe erfordert eine Grundkenntnis über die einzelnen Treppenbauteile, gängige Treppenformen und mögliche Konstruktionsarten. Liegt das Augenmerk bei der Gebäudeplanung beispielsweise auf einer wirtschaftlichen Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Fläche, bieten sich platzsparende Grundrisslösungen für Treppen an. Zum Flächenbedarf einer Treppe gehört dabei nicht nur der eigentliche Treppenlauf bestehend aus den Stufen und Podesten, gerade bei mehrgeschossigen Treppen sind weitere Erschließungsflächen notwendig, um von einem Treppenlauf zum anderen zu gelangen.

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Begriffe und Bauelemente im Treppenbau

Treppen Fachbegriffe © Fuchs Treppen
Treppen Fachbegriffe © Fuchs Treppen

Treppen bestehen aus verschiedenen Bauteilen, die je nach Konstruktionsart und Baumaterialien unterschiedlich gefertigt und zusammengefügt werden. Während Holz-, Metall- und Glastreppen meist aus Einzelteilen bestehen und erst an ihrem Einbauort zusammengesetzt werden, lassen sich Stahlbetontreppen sehr wirtschaftlich aus vorproduzierten Großelementen herstellen. Folgende Bauteile sind unabhängig von der Konstruktionsweise Bestandteil jeder Treppe:

Stufenhöhen und Treppenmaße
Stufenhöhen und Treppenmaße
  • Treppenstufen: Treppenstufen bestehen aus einer Trittstufe als Auftritt und einer Setzstufe als Unterbau, die die Trittstufe entweder zusätzlich stützt oder nur den Treppenlauf optisch schließt. Setzstufen findet man daher nicht bei allen Treppen.
  • Treppenlauf: Als Treppenlauf bezeichnet man die aufeinanderfolgenden Stufen vom Antritt bis zum Austritt ohne eine Unterbrechung durch Zwischenpodeste. Ein Lauf kann gerade oder gewendelt, also mit einer Biegung versehen, ausgeführt werden.
  • Treppenpodest: Treppenpodeste können sowohl am An- und Austritt von Treppenanlagen vorkommen als auch zwischen zwei Treppenläufen. Diese Zwischenpodeste können als Wendepodeste zur Richtungsänderung der Treppe genutzt werden oder zur Unterbrechung von zu langen Treppenläufen, um die körperliche Anstrengung beim Treppensteigen zu verringern.
  • Treppenauge: Als Treppenauge wird der Luftraum bezeichnet, der im Zentrum einer Treppe liegt und von den Treppenläufen und Treppenpodesten umschlossen ist. Bei Treppenhäusern von mehrgeschossigen Gebäuden ist das Treppenauge in der Regel ein von oben bis unten durchgehendes Loch.
  • Treppenlaufbreite: Für die Laufbreite einer Treppe existieren unterschiedliche Definitionen. Während sie in der DIN 18065, der Norm zur Planung und Konstruktion von Treppen, die gesamte Konstruktionsbreite des Laufes umfasst, beschreibt der Bergiff nutzbare Treppenlaufbreite die tatsächliche Durchgangsbreite auf einer Treppe, die zwischen den Handläufen zur Verfügung steht.
  • Lauflinie: Die Lauflinie liegt in der Mitte des Treppenlaufes und zeichnet den optimalen Laufweg auf der Treppe nach. Auf einer Bauzeichnung wird die Lauflinie durch ein Punktsymbol am Antritt und ein Pfeilsymbol am Austritt dargestellt. Hierdurch lässt sich der Verlauf der Treppenanlage ablesen.
Treppenmaße: Wichtige Fachbegriffe
Treppenmaße: Wichtige Fachbegriffe
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Gliederung von Treppen nach Form

Treppen lassen sich sowohl nach ihrer Bauform als auch nach ihrer Konstruktionsart und Materialbeschaffen untergliedern. Über die Einteilungen nach Treppenform entscheiden die Grundrissgeometrie und der Verlauf der Treppenlauflinie. Während die Lauflinie bei einer geraden Treppe linear verläuft, ist der Lauf bei gewendelten Treppen mit einer Biegung ausgeführt. Gewendelte Treppen sind allerdings nicht kreisrund, sondern nur teilweise gebogen.

Spindeltreppen © Fuchs Treppen
Spindeltreppen © Fuchs Treppen

Hierdurch ergeben sich in diesen Bereichen keilförmig Stufen. Da die Richtungsänderung der Treppe aber bereits im Lauf integriert ist, ist nur wenig Erschließungsfläche vor der Treppe notwendig, um zur nächsten Treppe zu gelangen. Zusätzlich kann auf Zwischenpodeste verzichtet werden. Noch platzsparender sind allerdings Spindeltreppen mit einer kreisförmigen Lauflinie. Entsprechend erfolgt die Untergliederung von Treppenformen in:

  • gerade Treppen mit einem linearen Treppenlauf mit oder ohne Zwischenpodest
  • gewinkelte oder gegenläufige Treppen mit zwei oder mehr Läufen und Wendepodesten zur Richtungsänderung
  • gewendelte Treppen mit gebogenem Treppenlauf ohne Wendepodeste
  • Wendel- oder Spindeltreppen, die sich radial um einen zentralen Schnittpunkt winden
  • Sondertreppen mit einem Grundriss in Pyramiden- oder Kegelform, aber auch Rampen und Treppenrampen

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Konstruktionsarten von Treppen

Die Konstruktionsarten von Treppen unterscheiden sich je nachdem, wie die Last abgetragen wird und die Bauteile aufgelagert werden. Hier spielt auch die Belastbarkeit der verwendeten Materialien eine Rolle. Während Treppenläufe aus Stahlbeton aufgrund der eingelegten Bewehrung eine hohe Tragfähigkeit aufweisen und daher meist nur oben und unten ein Auflager benötigen, ist bei Holztreppen die Lastabtragung über in Wangen eingestemmte oder auf Trägern aufgelagerte Trittstufen üblich.

Wangentreppe © Fuchs Treppen
Wangentreppe © Fuchs Treppen

Folgende Konstruktionsarten lassen sich bei Treppenanlagen unterscheiden:

  • Balken- oder Holmtreppen, bei denen die Trittstufen auf einem mittigen Holm oder zwei parallel laufenden Trägern aufgelagert werden
  • Wangentreppen, bei denen die Trittstufen zwischen zwei schräg laufenden Treppenwangen eingespannt sind
  • Freitragende Treppen, bei denen der Treppenlauf nur am oberen und unteren Ende aufgelagert ist
  • Abgehängte Treppen, bei denen die Treppenkonstruktion über Seile oder Stäbe von der Geschossdecke abgehängt ist

Wichtige Normen und Planungsgrundlagen aus dem Treppenbau

Die Geometrie einer Treppe ist ausschlaggebend dafür, ob sie sicher und bequem zu begehen ist. Entsprechend sorgfältig muss eine Treppe vor dem Bau geplant und konstruiert werden. Grundlage sind die maßlichen Anforderungen an Treppenbauwerke aus der DIN 18065 und die geltenden Vorschriften aus den jeweiligen Landesbauordnungen. Die Norm unterscheidet unter anderem nach nicht notwendigen und notwendigen Treppen, wobei Treppen als notwendig gelten, wenn sie Bestandteil des Rettungsweges in einem Gebäude sind.

Schrittmassregel © Fuchs Treppen
Schrittmassregel © Fuchs Treppen

Besondere Beachtung bei der Planung von Treppen sollte der Berechnung des idealen Steigungsverhältnisses geschenkt werden. Die DIN 18065 enthält hierzu eine entsprechende Formel, die sogenannte Schrittmaßregel, zur Berechnung von Schrittmaß und Steigung. Diese Regel basiert auf der Erkenntnis, dass sich die Schrittlänge einer Person beim Treppensteigen um das 2-Fache der Höhe verkürzt. Weitere Vorgaben enthält die DIN 18065 zur nutzbaren Laufbreite von Treppen, also der lichten Durchgangsbreite zwischen den Handläufen. Auch hier sind die Anforderungen an notwendige Treppen erhöht, da sie im Brandfall als Rettungsweg genutzt werden.

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