Holztreppe

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Holztreppen: Konstruktionsarten, Oberflächen und Pflegemöglichkeiten

Ob Neubau oder Bestandsgebäude: Holztreppen sind eine der beliebtesten Treppenarten überhaupt. Wir erklären Konstruktionsarten, Oberflächen und Pflegemöglichkeiten.

Treppe aus Holz © sutichak, stock.adobe.com
Treppe aus Holz © sutichak, stock.adobe.com

Holz ist einer der ältesten Werkstoffe, die im Hausbau bekannt sind. Vor allem Holztreppen erfreuen sich im Innenraum gleichbleibender Beliebtheit. Mit ihrer natürlichen Optik schaffen sie eine gemütliche Atmosphäre im Haus. Massivholztreppen lassen sich mehrfach aufarbeiten und haben eine hohe Lebensdauer.

Vor- und Nachteile der Holztreppe

  • Holzstiegen haben eine besonders wohnliche Ausstrahlung und passen sich dem individuellen Wohnstil an. Alte Holztreppen mit gedrechseltem Geländer haben eine urige Optik und werden häufig im Naturton gestaltet. Dann bleibt die typische Holzmaserung erhalten. Gradlinige Formen passen zu zeitgenössischen, sogar minimalistischen Bauten. Stadtvillen profitieren von lackierten oder mit textilen Läufern belegten Holztreppen.
  • Holztreppen lassen sich einfacher renovieren als Metalltreppen oder Betontreppen. Zeigen sich Macken oder Schrammen im Holz, lassen sich die Oberflächen abschleifen und neu versiegeln.
  • Wer gerne barfuß geht, profitiert ebenfalls von Holztreppen. Denn sie sind echte Fußschmeichler. Selbst auf nackten Füßen fühlt sich das Holz warm an und federt beim Gehen.
  • Beim Kauf einer Holztreppe spielt der Umweltschutz eine wichtige Rolle. Denn Holz ist ein nachwachsender Rohstoff aus der Natur.
    Unser Tipp: Achten Sie beim Kauf auf Zertifizierungen und Holz aus kontrollierter Holzwirtschaft.
  • Ein Nachteil gegenüber einer Betontreppe sehen einige in der Pflege der Oberflächen. Geölte oder gewachste Holztreppen brauche von Zeit zu Zeit eine Auffrischung. Lackierte Holztreppen müssen bei der Renovierung sogar ganz abgeschliffen werden.
  • Im Laufe von Jahren beginnen Holztreppen zu knarren. Fachleute sind aber in der Lage, das Knarren durch einige fachliche Kniffe zu minimieren.
  • An Holztreppen im Altbau muss gegebenenfalls das Geländer nachgerüstet werden. Viele alte Geländer sind niedriger als es die heutigen Bestimmungen mit 90 cm voraussetzen.
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Konstruktionsarten von Holztreppen

Als zentraler Mittelpunkt eines Hauses sind Holztreppen nicht nur funktional, sondern auch architektonisch wichtige Bauteile. Auf dem Markt kann man unter zahlreichen Konstruktionsarten auswählen.

Gerade Treppen

Gerade Treppen sind der Klassiker. Sie lassen sich mit ihrem rechteckigen Grundriss perfekt in Flure integrieren. Unter der Treppe befindet sich häufig Stauraum für maßgefertigte Garderoben oder Schränke. Richtet man sich nach einer typischen Geschoßhöhe von drei Metern, hat die gradlinige Treppe eine Länge von etwa 4,8 Meter. Muss mehr Höhe überwunden werden oder ist der Platz nicht ausreichend, werden Holztreppen mit Zwischenpodest verbaut. Sie wirken besonders wohnlich.

Treppe mit Podest © sutichak, stock.adobe.com
Treppe mit Podest © sutichak, stock.adobe.com

Gewendelte Treppen

Auch gewendelte Treppen sind beliebt. Sie haben einen gebogenen Treppenlauf und verlaufen nicht gradlinig. Ihre Trittstufen besitzen eine keilförmige Optik und sind zur Wandseite breiter, zur Treppeninnenseite dagegen schmaler.

Treppe im Innebereich © Photographee.eu, stock.adobe.com
Gewendelte Treppe im Innebereich © Photographee.eu, stock.adobe.com

Wangentreppen

Die Wangentreppen sind vor allem in Altbauten oft anzutreffen. Ihr typisches Merkmal: Holzbretter (Wangen) an den Seiten bildet die tragende Konstruktion der Treppe. In der Regel sind die Wangen an einer oder zwei Wandseiten befestigt und sichtbar. Die Treppenstufen selbst sind in diese Wangen eingelassen und zu einer untrennbaren Einheit verbunden. Die Geländer sind meistens ebenfalls aus Holz gefertigt.

Holztreppe © bluedesign, fotolia.com
Wangentreppe © bluedesign, fotolia.com

Holmtreppen

Holmtreppen nennt man auch aufgesattelte Treppen. Ihre Besonderheit: Die Trittstufen sind nicht in Wangen eingelassen, sondern liegen auf einer tragenden Konstruktion, den Tragholmen, auf. Sie können aus Holz, Stahl oder Aluminium gefertigt sein und werden einzeln (Einholmtreppen) oder mit zwei tragenden Elementen (Zweiholmtreppen) verbaut. Die Trittstufen aus Holz werden mit Dübeln, Gratleisten oder Schrauben befestigt. Ein Geländer ist erforderlich.

Moderne Holmtreppe aus Holz mit Metallgeländer © musa_263, stock.adobe.com
Moderne Holmtreppe aus Holz mit Metallgeländer © musa_263, stock.adobe.com

Faltwerktreppen

Faltwerktreppen aus Holz erfreuen sich vor allem im modernen Wohnungsbau wachsender Beliebtheit. Trittstufen und vertikale Setzstufen sind zu einer festen Einheit verbunden und habe eine gefaltete Anmutung. An der geschlossenen Seite werden sie in der Wand mit Bolzen befestigt. Die gesamte Treppe wirkt wie aus einem Stück und hat ein luftiges, fast filigranes Ambiente. Das macht die Faltwerktreppe für schmale Treppenhäuser interessant.

Treppe mit Geländer aus Glas © Photographee.eu, stock.adobe.com
Faltwerktreppe mit Geländer aus Glas © Photographee.eu, stock.adobe.com

Spindeltreppen oder Wendeltreppen

Sie zählen zu den Sonderformen unter den Holztreppen. Die Wendeltreppe wirkt wie eine in sich geschlossene Säule, die sich über Treppenstufen in die Höhe schraubt. Beliebt sind Kombinationen aus Stahl und Holz. Die Stufen orientieren sich um den stabilen Mittelpfosten aus Stahl, das Geländer läuft an der Außenseite mit. 80 Zentimeter Laufbreite sind bei der Spindeltreppe Pflicht. Merkmal der Wendeltreppe: Im Vergleich zu anderen Treppenformen benötigt sie weniger Fläche.

Spindeltreppen © Fuchs Treppen
Spindeltreppen © Fuchs Treppen

Welches Holz für meine Treppe?

Holztreppen lassen sich prinzipiell aus vielen Hölzern bauen. Massives Hartholz ist in der Regel teurer als Weichholz. Beliebt und besonders strapazierfähig sind Trittstufen aus Harthölzern wie Eiche, Buche, Esche oder Ahorn und Nussbaum. In Bestandsbauten findet man häufig Holztreppen aus weicher Birke, Kiefer oder Fichte.

Auch eine Kombination der Holzarten ist möglich: Während Trittstufen aus Hartholz gefertigt werden, kommen auf Wangen oder an Geländern Weichhölzer zum Einsatz. Bedenken Sie allerdings, dass der Mix aus Holzarten zu einer heterogenen Optik führen kann. Hier müssen Sie ggf. mit einer farbig pigmentierten Lasur nachhelfen, um eine einheitliche Oberfläche zu gestalten.

Natürlich oder in Farbe: Wie gestalte ich die Oberflächen meiner Holztreppe?

Wie Oberflächen gestaltet werden, ist vor allem eine Frage des persönlichen Geschmacks. Prinzipiell lassen sich Holztreppen ölen oder wachsen, lasieren oder lackieren. Am natürlichsten ist die Behandlung mit einem Hartwachsöl. Es schützt sowohl vor Schmutz als auch Feuchtigkeit und schimmert matt. Die natürliche Holzoptik bleibt erhalten. Das Hartwachsöl ist dazu pflegeleicht. Denn stumpfe Oberflächen lassen sich punktuell auffrischen. Alle zwei bis drei Jahre ist das bei üblicher Beanspruchung nötig.

Auch lasierte Treppen sind möglich. Mit ihnen verändert man subtil den Farbton der Holztreppe, allerdings bleibt die Maserung sichtbar.

Transparente Lackierungen erhalten ebenfalls die Sichtbarkeit der Holzmaserung. Beim Laufen geht man allerdings nicht mehr über das Naturholz, sondern einen versiegelten Lack. Das muss man mögen. Ist der Lack irgendwann ab, muss die Treppe abgeschliffen und neu gestrichen werden. Ein punktuelles Nacharbeiten ist hier nicht möglich.

Deckende Lacke zaubern individuell gewählte Farbtöne auf die Holztreppe.

Tipp: Trittstufen aus Weichholz sollte man nicht lackieren. Sie können bei regelmäßiger Belastung im Laufe der Zeit brechen.

Fertigtreppen aus Holz

Holztreppen lassen sich individuell vor Ort anfertigen oder als fertiges Bauteil einsetzen. Letzteres bedeutet für Bauherren keinen Nachteil, denn auch Fertigtreppen sind in vielen Formen und Maßen möglich. Typisch für die Holztreppe als Fertigteil: Sie wird in fertigen Modulen angeliefert und vor Ort eingesetzt bzw. die Module miteinander verbunden.

Vor- und Nachteile sollte der Bauherr kennen: Weil die Treppe nicht vor Ort gefertigt wird, kann man Zeit sparen. Nachteil ist der aufwendigere Transport der Bauteile und die Montage der großen Teile vor Ort, die oft nur mit einem Kran möglich ist.

Reinigung der Holztreppe

Gut gepflegte Holztreppen behalten ihren typischen Charme über viele Jahre hinweg. Wie oft man renovieren muss, hängt von der Beanspruchung der Treppe ab. Schmutz, Staub und kleine Sandpartikel sollten immer möglichst umgehend von der Treppe mit einem Sauger befreit werden. Ist die Treppe besonders stark verschmutzt, kann man behutsam wischen.

Tipp: Holztreppen am besten nie mit Straßenschuhen betreten. Schon kleinste Steinchen können ärgerliche Kratzer verursachen.
Holztreppen am besten nicht mit Straßenschuhen betreten
Holztreppen am besten nicht mit Straßenschuhen betreten

Ist eine Holztreppe viele Jahre alt und Trittstufen sogar abgelaufen, kann es Zeit für eine umfassendere Sanierung sein. Dann lassen sich Trittstufen mit Belägen wie Vinyl, Laminat oder Teppich verkleiden. Je nach Konstruktionsart der Treppe können Trittstufen auch ausgetauscht werden. Manchmal lassen sich Trittstufen auch aufdoppeln. Hier muss allerdings ein gleichmäßiger Aufstieg beibehalten werden, da es sonst zu Stolperfallen kommt. Auch Anschlüsse zum Boden oder zum Zwischenpodest müssen je nach Aufdopplung nachgearbeitet werden. Treppen-Fachbetriebe, Schreiner und Bodenleger unterstützen bei diesen Arbeiten.

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