Stufenhöhen und Treppenmaße

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Stufenhöhen und Treppenmaße nach DIN 18065 berechnen

Treppe richtig planen © Marcus Lorenz, stock.adobe.com
Treppe richtig planen © Marcus Lorenz, stock.adobe.com

Eine Treppe ist eines der wichtigsten Bauteile im Wohnhaus. Denn sie verbindet unterschiedliche Geschosse miteinander. Umso wichtiger, dass Bewohner die Stufen ohne Gefahr begehen können. Basis für eine optimal gebaute Treppenanlage sind Maße, die nach DIN 18065 berechnet werden.

Die Treppenplanung ist eines der wichtigen und gleichzeitig komplizierten Projekte im Rahmen des Hausbaus. Allem voran gehört die Ermittlung der technischen Maße einer Treppe zu den wichtigsten Vorarbeiten. Faktoren wie Laufbreite und Lauflänge der Treppe, die Stufentiefe, Anzahl der Stufen und die Neigung der Treppe sind wichtige Faktoren.

Stufenhöhen und Treppenmaße
Stufenhöhen und Treppenmaße

Fachbegriffe rund um die Treppenmaße im Überblick

Sofern Sie sich mit Ihrem Architekten oder einem Fachbetrieb um die Planung einer Treppe kümmern, tauchen im Fachjargon häufig eher unbekannte Fachbegriffe auf, zum Beispiel:

  • Antritt: Erste Stufe einer Treppe
  • Auftritt: Stufentiefe bis zur nächsten Stufe
  • Austritt: Bodenfläche am oberen Ende der Treppe
  • Laufbreite: Breite einer Stufe abzüglich Geländer oder Halterungen an der Wand
  • Trittstufe: Treppenstufen, die sich zwischen An- und Austritt befinden
  • Steigung: Lichte Höhe einer Stufe
Treppenmaße: Wichtige Fachbegriffe
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Stufenhöhen und Treppenmaße richtig ermitteln

Treppenmaße in Wohngebäuden sind durch die DIN 18065 baurechtlich festgelegt. Sie beschreibt Messregeln, Hauptmaße sowie Toleranzen – übrigens unabhängig von Bauart der Treppe oder Materialeinsatz. Ergänzt werden die Regelungen durch die Bauverordnungen der verschiedenen Bundesländer.

Baurechtlich unterscheidet man zwischen notwendigen und nicht notwendigen Treppen. Nach der DIN 18065 handelt es sich bei einer notwendigen Treppe um ein Bauteil, das zwei Geschosse miteinander verbindet und Bestandteil eines Rettungsweges ist. Dazu gehören auch begehbare Dachgeschosse. Diese Treppen müssen über eine Mindestlaufbreite von 80 cm verfügen. Wer es aber bequemer möchte, plant 90 oder 100 cm ein.

Rolltreppen, Freitreppen oder Dachbodentreppen sind nicht Teil notwendiger Treppen und definieren sich als nicht notwendige Treppen. Sie müssen über eine geringere Laufbreite von mindestens 50 cm verfügen. Dazu zählen Kellertreppen, Anlagen im Garten oder Dachbodenleitern.

Wird eine Treppe in einem Wohnhaus nicht richtig umgesetzt, gilt dies als schwerer Baumangel, dessen Korrektur durch den Auftraggeber gefordert werden kann.

Treppenmasse © tostphoto, stock.adobe.com
Treppe nach Fertigstellung kontrollieren © tostphoto, stock.adobe.com

Die Schrittmaßregel nach DIN 18065

Schrittmassregel © Fuchs Treppen
Schrittmassregel © Fuchs Treppen

Die DIN 18065 legt die durchschnittliche Schrittlänge bei der Treppenplanung mit 63 cm fest – gemessen über zwei Steigungen (s) und einen Auftritt (a). Die Formel, der dieser Wert zugrunde liegt, lautet „2 x s + A = 63 cm“.

Das Maß ist dabei nicht willkürlich gewählt: Ein Erwachsener mit durchschnittlicher Körpergröße hat ein Schrittmaß von 63 cm. Ein guter Grund also, die Maße einer Treppenanlage darauf auszulegen. Aus ergonomischer Sicht bedeutet dies für Nutzer einen minimalen Aufwand zum Begehen der Treppe.

Einfach in zwei Steigungen und eine Stufe dritteln, lässt sich der Wert von 63 cm allerdings nicht, da er immer noch unbequem zu laufen wäre. Und so hat man sich heute auf gültige Maße von 18 cm pro Steigung und 27 cm pro Stufenbreite festgelegt. Um den Vorgaben aber ein wenig Spielraum zu geben, darf die Stufenbreite minimal schwanken. Der optimale Neigungswinkel einer geraden Treppe beträgt übrigens zwischen 30 und 37 Grad.

Tipp: Auch wenn Sie ein wenig Spielraum im Rahmen der Treppenplanung haben, sollten Sie eins bedenken. Treppensteigen ist ein vom Menschen gelerntes Verhalten. Jede Treppe mit Stufenmaßen, die vom Standard abweichen, kann zu Stolperfallen und damit einem erhöhten Sturzrisiko führen.

Wie berechne ich meine Treppe?

Auch wenn sich im Internet unterschiedliche Tools finden, mit denen Sie exakt die Maße Ihrer gewünschten Treppe ermitteln können, ist es gut, sich mit den wichtigsten Formeln zu beschäftigen.

  • Sie wissen, welche Höhe Sie zwischen zwei Geschossen überwinden müssen? Dann lässt sich leicht ausrechnen, wie viele Stufen Sie einplanen sollten. Dazu nutzen Sie die Formel

    Zu überwindende Höhe: Steigungshöhe = Anzahl der Auftritte /Stufen“.

    Häufig erhalten Sie bei dieser Rechnung eine ungerade Hinterkommastelle. Die lässt sich entweder auf- oder abrunden.

    Beispiel: 280 cm: 18 = 15,55 (16 Stufen)

  • Tipp: Achten Sie darauf, bei der zu überwindenden Höhe immer die Oberkante der oberen Betondecke einzuberechnen, da die letzte Treppenstufe auf der Oberkante der Geschossdecke endet.
  • Um sicherzustellen, dass die Steigungshöhe der Treppe wirklich passt, können Sie mit dieser Formel gegenrechnen:

    Zu überwindende Höhe : Anzahl der Auftritte = Steigungshöhe“.

    Beispiel: 280 cm: 16 = 17,5 cm

  • Die Lauflänge einer Treppe ist ein ebenfalls wichtiges Maß, das Sie kennen sollten. Dies errechnen Sie, indem Sie die Formel verwenden:

    Auftrittsbreite x Anzahl der Auftritte = Lauflänge der Treppe

    Eine Stufenbreite von 27 cm gilt als bequem.

    Beispiel: 27 x 16 = 432 cm

Tipp: Planen Sie jeweils einen Meter Platz am Anfang bzw. am Ende der Treppe ein.

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Der Treppenabsatz

Eine Treppe sollte nicht unendlich lang sein, damit sie generationenübergreifend gut zu bewältigen ist. In aller Regel geht man von einer Treppe im privaten Wohnhaus mit maximal 18 Stufen aus, sofern man mit typischen Geschossdecken zwischen 2,50 und 3 Meter kalkuliert. Erreicht ein Treppenhaus mehr Stufen, wird die Treppe in zwei Treppenaufgänge unterteilt, die durch ein Podest miteinander verbunden sind.

Fazit

Eine gut kalkulierte Berechnung der Treppe ist die Basis für eine erfolgreiche Umsetzung. Eine falsch berechnete Anlage hingegen bedeutet ein hohes Sicherheitsrisiko und lässt sich nicht rückgängig machen – ein Baufehler, der mit hohen Kosten und massivem Umbauarbeiten einhergeht. Deswegen empfehlen wir immer die Beauftragung eines qualifizierten Fachbetriebs.

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