Holzfaser

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Holzfaser als Dämmstoff

Dämmstoff aus Holzfasern © Verband Holzfaser Dämmstoffe e.V.
Dämmstoff aus Holzfasern © Verband Holzfaser Dämmstoffe e.V.
Holz ist ein natürliches Material, das seit Jahrhunderten – wenn nicht gar Jahrtausenden – als Bau- und Werkstoff genutzt wird. Dabei sind nicht nur hochwertige Balken, Latten oder Bretter gefragt. Auch aus den Abfallprodukten der Holzwerkstoffindustrie lässt sich noch so einiges machen. Zum Beispiel hoch wirksame Faserdämmstoffe.

Herstellung

Für die Herstellung von Holzfaserdämmstoffen werden einerseits Schwachhölzer – das sind während einer Durchforstung gefällte Bäume, die für eine konstruktive Nutzung zu dünn sind – und andererseits Reststoffe aus der Industrie, wie beispielsweise aus Säge- oder Hobelwerken eingesetzt. Da Nadelholz längere Fasern als Laubholz besitzt, wird es bevorzugt zur Dämmstoffherstellung verwendet.

Zunächst wird das Holz zu Hackschnitzeln zerkleinert. Diese werden gekocht und über große Mühlen aufgebrochen, um die Holzfasern zu erhalten. Im Anschluss an diesen Prozess gibt es zwei Herstellungsverfahren:

  • Im Trockenverfahren werden die Fasern mit Klebstoffen versetzt, getrocknet und anschließend zu Platten gepresst.
  • Im Nassverfahren werden mithilfe von Langsieben Matten gebildet und anschließend getrocknet.

Dämmstoffe aus Holzfasern sind im Handel als Matten, Stopfwolle und Platten sowie als Einblasdämmstoff erhältlich. Beim Nassverfahren begrenzt sich die Dämmstoffdicke auf 30 Millimeter, durch die Verklebung mehrere Dämmplatten sind allerdings auch größere Dicken möglich. Mit dem Trockenverfahren lassen sich bis zu 200 Millimeter dicke Dämmstoffe herstellen.

Herstellung und Vorteile des Dämmstoffs Holzfaser
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Holzweichfaserplatten

Kennwerte

  • Rohdichte: 110 bis 600 kg/m³
  • Wärmeleitfähigkeit: 0,040 bis 0,083 W/(mK)
  • Widerstandszahl Wasserdampfdiffusion: 3 bis 5
  • Brandklasse: B1, B2
  • Druckspannung (bei 10 Prozent Stauchung): 20 bis 200 kPa
  • Temperaturbeständigkeit: 110 Grad Celsius

Anwendungsgebiete

Mit Ausnahme der Kelleraußendämmung können Holzfaserdämmstoffe in nahezu jedem Bereich des Wärmeschutzes eines Hauses verwendet werden. Die möglichen Einsatzgebiete sind:

  • Aufsparrendämmung des Dachs
  • Flachdachdämmung
  • Dämmung der obersten Geschossdecke
  • Bodendämmung unter Estrich
  • Innendämmung der Wand
  • Fassadendämmung hinter Vorhangfassade
  • Fassadendämmung unter Putz (Wärmedämmverbundsystem)
  • Dämmung von Raumtrennwänden

Holzfaser-Einblasdämmung

Kennwerte

  • Rohdichte: 32 bis 45 kg/m³
  • Wärmeleitfähigkeit: 0,040 W/(mK)
  • Widerstandszahl Wasserdampfdiffusion: 1 bis 2
  • Brandklasse: B2
  • Druckspannung (bei 10 Prozent Stauchung): 20 bis 200 kPa
  • Temperaturbeständigkeit: 110 Grad Celsius

Anwendungsgebiete

  • Zwischensparrendämmung des Dachs
  • Flachdachdämmung
  • Dämmung der obersten Geschossdecke
  • Innendämmung der Wand
  • Fassadendämmung hinter Vorhangfassade
  • Dämmung von Holzrahmen- und Holztafelbauweise
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