Aufsparrendämmung

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Die Außendämmung für das Dach

Aufbau Dachdämmung © Alterfalter, stock.adobe.com
Aufbau Dachdämmung © Alterfalter, stock.adobe.com

Die Aufsparrendämmung ist die effektivste Form, um ein Steildach zu dämmen. Der Dämmstoff wird – wie der Name bereits verrät – auf den Dachsparren platziert und liegt somit direkt unter der Dacheindeckung. Um den Dämmstoff zu tragen, wird über die gesamte Dachfläche eine Holzschalung angebracht.

Dämmung schützt auch gegen unerwünschten Lärm
Dämmung schützt auch gegen unerwünschten Lärm

Dieser Aufbau bietet vor dem Hintergrund des Wärmeschutzes zwei entscheidende Vorteile:

  • 1. Der Dämmstoff liegt als geschlossene Lage vollflächig über dem gesamten Dach. So können auch im Bereich der Dachsparren – die bei einer Zwischensparrendämmung beispielsweise die Dämmschicht durchdringen – keine Wärmebrücken auftreten.
  • 2. Die Dämmstoffdicke unterliegt keinen Beschränkungen. Sie wird weder durch die Dicke der Sparren begrenzt, noch geht sie zu Lasten der lichten Höhe des nutzbaren Dachraums. Die empfohlene Dämmstoffdicke für einen Neubau von bis zu 30 Zentimetern ist somit kein Problem.

Ästhetisch ergibt sich durch die Aufsparrendämmung sogar noch ein weiterer Vorteil: Sie erlaubt einen optimalen Wärmeschutz, bei dem die Dachsparren und die weiteren Elemente des Dachstuhls im Inneren sichtbar bleiben können. Das unterstreicht noch einmal das besondere Flair eines Wohnraums unter dem Dach. Und weil die Dachbalken innerhalb des gedämmten Bereichs liegen, wirken nur geringe Temperaturschwankungen auf sie ein. Das bedeutet, sie arbeiten wenig, sodass es kaum zu Knackgeräuschen kommt. Generell ist es in einem mit Aufsparrendämmung gedämmten Dachgeschoss angenehm ruhig. Denn die durchgehende Dämmstoffschicht erfüllt hohe Anforderungen an den Schallschutz.

Aufsparrendämmung Schema
Schema einer Aufsparrendämmung, © Bild: Verband Holzfaser Dämmstoffe e.V. (VHD)

Beliebte Dachdämmung im Neubau

Vor allem im Neubau ist die Aufsparrendämmung aufgrund ihrer Vorteile weit verbreitet. Bauherren und Planer können mit ihr leicht die strengen gesetzlichen Anforderungen erfüllen, die die Energieeinsparverordnung (EnEV) für die Dämmung des Dachgeschosses setzt. Da der Dachstuhl und die Eindeckung bei einem Neubau grundlegend aufgebaut werden, macht die Platzierung des Dämmstoffs kostenseitig keinen Unterschied.

Zwischen Dämmung und Dacheindeckung wird eine Unterspannbahn eingebaut, die verhindert, dass Feuchtigkeit in die Dämmschicht eindringen kann. Darüber hinaus dient die Unterspannbahn als Windschutz. Alternativ wäre auch eine Hinterlüftung von zwei bis drei Zentimetern zwischen Dämmschicht und Dacheindeckung möglich, um eindringende Feuchtigkeit durch die Luftzirkulation zu trocknen. Bei den heute verfügbaren diffusionsoffenen Unterspannbahnen ist dies allerdings nicht mehr zwingend notwendig.

Die Anschlüsse der Dachdämmung an die Fassadendämmung müssen ebenfalls winddicht ausgeführt werden. Mit speziellen Klebebändern oder Schaum lassen sich die entstehenden Fugen langfristig sicher schließen.

Daemmung Dachaufbau
Dachaufbau mit Wärmedämmung, © Bild: thingamajiggs, fotolia.com

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Aufsparrendämmung im Altbau = großer Aufwand

Bei der energetischen Sanierung eines alten Hauses ist die Aufsparrendämmung mit einem hohen Aufwand verbunden. Um sie einzubauen, muss die gesamte Dacheindeckung und Traglattung entfernt werden. Danach entsprechen die Arbeitsschritte denen im Neubau. Aufgrund dieses Aufwandes ist eine Aufsparrendämmung im Altbau sehr kostenintensiv. Es stellt sich daher je nach individueller Gegebenheit die Frage, ob nicht eine Dämmung des Daches von Innen die sinnvollere Maßnahme ist.

„Ohnehin-Kosten“ clever nutzen

Die Kosten einer Aufsparrendämmung im Altbau lassen sich relativieren, wenn die Dacheindeckung nicht mehr intakt ist und das Dach ohnehin neu eingedeckt werden muss. Wenn Hauseigentümer solche Gelegenheiten erkennen und die unterschiedlichen Maßnahmen von Dämmung und Dacheindeckung clever kombinieren, können sie die Kosten im Griff behalten. In diesem Fall ist der Mehraufwand durch eine Aufsparrendämmung nur gering, weil der Großteil der Kosten durch die Instandsetzungsarbeiten ohnehin entsteht. Das Ergebnis ist ein optimal ausgebildeter Wärmeschutz.

Dach Aufsparrendämmung: Kosten
Dach Aufsparrendämmung: „Ohnehin-Kosten“ clever nutzen

Große Materialvielfalt bei der Aufsparrendämmung

Aufgrund der auf das Dach aufgebrachten Holzschalung ergibt sich bei einer Aufsparrendämmung eine große Vielfalt bezüglich der Materialwahl. Allerdings muss beachtet werden, dass der Dämmstoff durch die nahe Lage unter der Dacheindeckung hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Zudem muss die Dämmstoffwahl bei der Sanierung eines Altbaus auf die Belastbarkeit des Dachstuhls abgestimmt sein.

Mögliche Dämmmaterialien für eine Aufsparrendämmung sind:

  • Hartschaumstoffe wie EPS oder XPS
  • Mineralwolle
  • natürliche Dämmstoffe wie beispielsweise Holz-Weichfaserplatten
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