Erdaushub entsorgen

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Erdaushub entsorgen: Was Bauherren wissen sollten

Ob beim Bau eines Hauses, wenn Sie eine Terrasse anlagen oder aber einen Baum anpflanzen möchten: Stets entsteht Erdaushub. Bei einem Hausbau wird entweder eine Grube für das Fundament oder sogar einen Keller geschaffen. Auch eine Terrasse, eine Garage oder sogar ein größeres Gartenhaus, das auf einem Fundament errichtet wird, verursacht Erdaushub. Daher stellen sich für den Bauherren einige Fragen:

Erdaushub beim Hausbau © schulzfoto, stock.adobe.com
Erdaushub beim Hausbau © schulzfoto, stock.adobe.com
  • Was versteht man unter Erdaushub?
  • Mit wie viel Erdaushub muss gerechnet werden?
  • Wie kann Erdaushub verwendet, gelagert oder entsorgt werden?
  • Welche Kosten verursacht die Entsorgung von Erdaushub?
  • Worauf gilt es sonst noch zu achten?

Erdaushub: Was darunter zu verstehen ist

Auch wenn die Bezeichnung es nahelegt: Im rechtlichen Sinne zählt nicht alles zum Erdaushub, was aus einer Grube herausgeholt wird. Wichtig ist vor allem, dass die oberste Schicht nicht zum Erdaushub zählt, da diese

  • entweder durch Asphalt, Steine oder Ähnliches verunreinigt ist
  • oder es sich um so genannten Mutterboden handelt.
Hinweis: Mutterboden
Gemäß Baugesetzbuch (§ 202 BauGB) ist Mutterboden, der bei der Errichtung und Änderung baulicher Anlagen sowie bei wesentlichen Veränderungen der Erdoberfläche ausgehoben wird, in nutzbarem Zustand zu erhalten und vor Vernichtung oder Vergeudung zu schützen. Mutterboden enthält Humus und ist zum Bepflanzen geeignet.
Erdaushub: Was zählt dazu, was nicht?
Erdaushub: Was zählt dazu, was nicht?

Zum Erdaushub im rechtlichen Sinne zählt:

  • Lehm
  • Sand
  • Tonboden
  • Grasboden, der von der Grasnarbe befreit ist

Nicht zum Erdaushub zählt:

  • Wurzelwerk
  • Pflanzenreste
  • Steine
  • Boden, der mit Chemikalien belastet ist
Wichtig: Sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihr Erdaushub mit Chemikalien verunreinigt ist, so müssen Sie einen Gutachter beauftragen. Denn der Bauherr ist für die Einstufung des Materials als unbedenklicher Erdaushub verantwortlich.
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Mengenbestimmung: Wie die Menge an Aushub zu bestimmen ist

Die Menge an Erdaushub richtig zu bestimmen ist für den Laien nicht einfach. Oftmals kommt es hier zu Kalkulationsfehlern – sowohl nach oben als auch nach unten. Denn für die Berechnung der Aushubmenge kann nicht einfach die Größe des zu errichtenden Bauwerks (unterirdischer Teil) zugrunde gelegt werden. Vielmehr wird zunächst eine größere Grube ausgehoben, um die Arbeiten zu ermöglichen. Andererseits wird ein Teil des Aushubs später wieder zur Verfüllung benötigt.

Erdaushub: Menge an Aushub bestimmen
Erdaushub: Menge an Aushub bestimmen

Um das Gewicht des Erdaushubs zu berechnen, gehen Sie wie folgt vor: Ein Kubikmeter Erdaushub wiegt zwischen 900 und 1000 Kilo. Das genaue Gewicht ist von der Feuchtigkeit und dem Grad der Verdichtung abhängig. Als Überschlagswert kann also eine Tonne pro Kubikmeter angesetzt werden.

Beispiel: Aushubmenge Keller:
Soll ein Keller errichtet werden, so müssen Sie zu der Länge sowie der Breite des Kellers 1,5 bis 2,0 Meter hinzuaddieren. Denn zur Errichtung wird Bewegungsraum benötigt. Zudem wird in der Regel noch eine Drainage um das Haus errichtet.

Die einfachste Lösung besteht also darin, den Erdaushub auf dem Grundstück zu lagern, bis die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Dies ist allerdings nur möglich, wenn auf dem Grundstück genug Platz vorhanden ist.

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Entsorgung: Diese Möglichkeiten gibt es

Die einfachste und kostengünstigste Möglichkeit, Erdaushub zu entsorgen, besteht in der Weiterverwendung: Wenn Sie Ihren Garten neu gestalten, eine Terrasse anlegen oder vielleicht sogar eine hügelige Landschaft anlegen möchten, dann können Sie den Erdaushub vom Hausbau direkt selbst durch Weiterverwendung entsorgen. Allerdings sind die wenigsten Gärten so groß, dass für die Neugestaltung eines Gartens, die Menge an Aushub benötigt wird, die beim Hausbau entsteht.

In der Regel wird der Erdaushub vom Grundstück abgefahren werden müssen. Hierbei haben Sie insbesondere die folgenden Möglichkeiten:

  • Entsorgung über Container
  • Entsorgung der LKW

Wenn Sie sich für eine Entsorgung mit Container entscheiden, dann ist zunächst die richtige Containergröße auszuwählen. Zudem haben Sie die Wahl, ob Sie das Befüllen selbst übernehmen oder, gegen eine Gebühr, durch den Containerdienst ausführen lassen. Schließlich wird der Container durch den Containerdienst zur Deponie abtransportiert.

Erdaushub: Möglichkeiten der Entsorgung
Erdaushub: Möglichkeiten der Entsorgung

Alternativ kann die Entsorgung mit einem LKW erfolgen. Dies macht insbesondere bei großen Bauvorhaben Sinn oder wenn Sie kostenfrei einen hierfür geeigneten LKW nutzen können. Hier wird der Erdaushub direkt auf den LKW verladen und zur Deponie gebracht.

Erdaushub direkt auf LKW laden © schulzfoto, stock.adobe.com
Erdaushub direkt auf LKW laden © schulzfoto, stock.adobe.com

Sie können den Erdaushub auch an andere Bauherren verschenken, die Erdaushub für ein Bauvorhaben benötigen. Interessenten können Sie über Portale im Internet finden. Wichtig ist hier, dass Sie die Kostenfrage für den Transport regeln.

Wichtig: Für den Abtransport muss der Erdaushub in jedem Fall abgedeckt werden – ganz gleich, ob der Abtransport per LKW oder Container erfolgt.

Finanzielle Seite: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

  • Container-Miete pro Woche inkl. An- und Abfahrt: 180 – 250 Euro (bei 10 Kubikmeter)
  • Befüllung des Containers durch Containerdienst: 200 – 250 Euro
  • Abfuhr größerer Mengen (z.B. 100 m3) per LKW: 800 – 1000 Euro
  • Entsorgungskosten auf der Deponie (pro Tonne): 3 – 5 Euro

Zum Schluss: Darauf gilt es zu achten:

Damit die Entsorgung reibungslos funktioniert, sind folgende Dinge zu beachten:

  • Stellfläche für Container vorbereiten
  • Zufahrt für LKW freihalten
  • Zufahrten und öffentliche Wege nach dem Abfahren des Erdaushubs reinigen
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