Alte Fenster entsorgen

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Alte Fenster entsorgen

Herstellerseitig wird angeben, dass moderne Fenster mittlerweile eine Lebensdauer von über 30 Jahren erreichen. Sie schützen uns vor äußeren Einflüssen und können dank Wärmedämmung zu einer Senkung der Energiekosten beitragen. Ist die Entscheidung zum Austausch aus optischen, funktionsbedingten, ökologischen oder wegen Gründen der Energieeffizienz gefallen, steht auch die Frage der korrekten Entsorgung der alten Fenster im Raum. Die Rücknahme ist in Deutschland bisher nicht gesetzlich geregelt.

Alte Fenster © Gina Sanders, fotolia.com
Alte Fenster müssen entsorgt werden © Gina Sanders, fotolia.com
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Mitnahme durch einen Fachbetrieb

Wird ein Unternehmen mit der Lieferung von neuen Fenstern oder gar dem Einbau selbiger engagiert, besteht in der Regel die Möglichkeit die alten Fenster im Rahmen dieser Beauftragung gleich mit entsorgen zu lassen. Je nach Region und Wettbewerbssituation bieten einige Firmen dies als kostenfreien Service für ihre Kunden an. Manche erheben jedoch eine Gebühr, die im Mittel bei 15 bis 30 Euro pro Fenster liegt, orientiert an Größe und Material. Hier lohnt sich geschicktes Verhandeln im Vorfeld, um nicht im Nachgang selbst eine kostengünstige und praktikable Lösung zur Beseitigung suchen zu müssen.

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Recyclinghöfe und Entsorgungsbetriebe

Unternehmen im Bereich Abfallwirtschaft nehmen, ebenso wie viele Fensterfachbetriebe, alte Fenster an. Sie werden meist als Bauabfall deklariert und es fällt eine Gebühr an, die sich bei kleineren Mengen auf das Volumen, bei größeren auf das Gewicht bezieht. Sie können die alten Fenster in Anhängigkeit zu den jeweiligen Annahmezeiten selbst anliefern oder kostenpflichtig abholen lassen. Realtypisch wird beim kompletten Austausch der Fenster einer Immobilie meist ein Container bestellt, für welchen Kosten bezüglich des Transportes, der Tagesmiete und auch des Inhaltes berechnet werden. Es wird unterschieden, ob es sich um Mischabfall oder reines Altholz (Einstufung anhand Abfallverzeichnis-Verordnung) handelt. Bei Holzfenstern muss dann aber das Glas komplett entfernt werden und darf nicht mit in den Altholzcontainer wandern. Elemente mit Brandschäden werden als Brandschutt eingestuft und sind gesondert zu vernichten. Der lokale Entsorger informiert individuell über entsprechende Möglichkeiten.

Container © klick klick, stock.adobe.com
Ein eigener Container spart den Transport der alten Fenster © klick klick, stock.adobe.com

Weder Haus- noch Sperrmüll

Fenster können schädliche Substanzen enthalten und dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden, auch nicht in zerkleinerter Form. Fensterglas ist zudem kein Verpackungsglas und sollte deshalb auch nicht im Altglascontainer landen, da somit der Recyclingkreislauf verunreinigt wäre. Zum Sperrmüll zählen alte Fenster ebenfalls nicht, denn sie gehören fest zum Haus und sind somit Bauabfall. Wer als Sparfuchs Holzfenster im eigenen Ofen verbrennen möchte, sollte wissen, dass es sich in der Regel um behandeltes Holz handelt, das beim Verbrennungsprozess giftige Dämpfe freigeben kann, ein Risiko für Ihre Gesundheit.

Wichtig: Alte Fenster, die metallbedampft oder zwischen den Glasschichten mit einem schädlichen Treibhausgas gefüllt wurden, sind ausschließlich an Fachbetriebe zu übergeben. Das früher im Fensterbau häufig verwendete Schwefelhexafluorid (SF6) ist mittlerweile verboten, da es umweltschädlich ist.

Wertstoffkreislauf steigern

Alte Fenster aus PVC, einem langlebigen Kunststoff, sind erfreulicher Weise auch recycelbar. Bis zu sieben Mal kann dieser Werkstoff ohne Qualitätsverluste aufbereitet werden. Mehrere Kunststoffprofilhersteller haben sich eine freiwillige Selbstverpflichtung zum nachhaltigen Wirtschaften auferlegt und die Gründung des Fenster-Recycling-Verbandes Rewindo vorangetrieben. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von mehreren Unternehmen, mit dem Ziel, die Rückführung von ausgebauten Kunststoff-Fenstern in den Wertstoffkreislauf zu fördern. Bei der Wiederverwertung entsteht ein mit neuem PVC vergleichbares Material, das gleichzeitig die Einsparung von CO2 ermöglicht. Auch Aluminium-Fensterprofile sind recycelfähig und der entsprechende Prozess weist dank eines im Vergleich zur Neuproduktion geringen Energieeinsatzes eine hohe Wirtschaftlichkeit auf.

Alternativen zum Entsorgen

Aus Alt wird Neu! Im Rahmen von sogenanntem Upcycling wird aus Produkten, die eigentlichen zum Wegwerfen bestimmt sind, ein neuer Gegenstand. Im Zuge des Nachhaltigkeitstrends wird dieses Vorgehen immer beliebter und so verwandeln sich in einigen Haushalten alte Fenster in kreative Raumtrenner, Mini-Gewächshäuser oder Wandboards für die Schmuckaufbewahrung. Bitte beachten Sie, dass bei solchen Projekten auch das Vorhandensein von möglichen Schadstoffen im Blick bleiben sollte.

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