Abbrucharbeiten

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Abbrucharbeiten

Bautechnisch gesehen versteht man unter dem Abbruch eines Gebäudes dessen komplette Beseitigung. Im Rahmen der Sanierung werden jedoch in der Regel nur Teilabrisse oder Entkernungen vorgenommen. Je nachdem, welche Teile des Gebäudes abgerissen werden und welche Abfälle dabei anfallen, gibt es auch an die Entsorgung des Bauschutts entsprechende Anforderungen. Ideal ist, wenn bereits beim Abbau eine weitgehende Baustoffsortierung nach den einzelnen Abfallarten vorgenommen wird.

Bauschutt © animaflora, fotolia.com
Bauschutt © animaflora, fotolia.com

Abbruch mit Plan

Während in früheren Jahren Abrissbirne oder Sprengung gerne als Rundumschlag beim Abbruch von Gebäuden eingesetzt wurden, gibt man heute möglichst dem sogenannten planmäßigen Rückbau den Vorzug. Dabei wird jeder Arbeitsschritt im Abbruch genau geplant und kontrolliert ausgeführt. Die Aufteilung eines Abrisses in einzelne Arbeitsschritte erleichtert das Sortieren der verschiedenen Schutt- und Abfallarten. Für den kontrollierten Rückbau können zwei Schwerpunkte festgelegt werden:

  • Der Abbruch orientiert sich an der Wiederverwendbarkeit oder der Wiederverwertbarkeit der Baustoffe
  • Der Abbruch erfolgt in umgekehrter Reihenfolge wie der Aufbau des Gebäudes.
Abbrucharbeiten: Welche Bauteile können wiederverwendet werden
Abbrucharbeiten: Welche Bauteile können wiederverwendet werden?

Immer berücksichtigt werden muss dabei das Auftreten von belasteten Stoffen, die als Sondermüll behandelt werden oder sogenannten Störstoffen, die zwar nicht schädlich sind, aber die Sortierung verunreinigen. Erfolgt der Abbruch nach dem Prinzip der Recyclingfähigkeit, können folgende Schritte definiert werden:

  • Zugängliche verunreinigte Bereiche werden ausgebaut, dazu gehört zum Beispiel die Entsorgung von schwach gebundenen Asbestbauteilen oder anderer mit Substanzen verunreinigter Baustoffe.
  • Wiederverwendbare Bestandteile und Baustoffe im Gebäude wie Heizkörper, Rohre, Dachziegel oder Treppen werden ausgebaut und für die weitere Verwendung gelagert und instandgesetzt.
  • Wiederverwertbare Baustoffe werden ausgebaut und sortenrein getrennt gelagert.
  • Störstoffe wie Dämmstoffe, Füllschaum, Gipsbauplatten oder behandelte Hölzer werden aus den sortenreinen Bauabfällen aussortiert.
  • Die Gebäudesubstanz einschließlich der unterirdischen Geschosse und der Außenanlagen werden rückgebaut.
Tipp: Ist ein planmäßiger Rückbau bei einer Sanierung angedacht, dann empfiehlt sich eine gründliche Vorplanung der Arbeitsschritte. Zu Beginn der Abbrucharbeiten sollten entsprechende Container und Sammelstellen bzw. -behälter für die verschiedenen Müllarten vorhanden sein.
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Wiederverwendbar oder wiederverwertbar?

Die beiden so ähnlich klingenden Begriffe unterscheiden sich doch maßgeblich. Während wiederverwendbare Bauteile an einer anderen Stelle in gleichem Zustand, bzw. instandgesetzt neu verwendet oder eingebaut werden, kommen wiederverwertbare Baustoffe dem Recycling zu. Die Wiederverwendbarkeit gliedert sich dabei in verschiedene Teilbereiche, die sich auf die Auffrischung, bzw. Modernisierung einer Sache beziehen. In der Entsorgung dient die Wiederverwendung ganz konkret der Vermeidung von Müll. Im Vergleich zur Wiederverwertung wird der Aufwand als höher eingeschätzt, da für Lagerung und Transport mehr Sorgfalt und geschütztere Bedingungen anfallen, meist müssen die wiederverwendbaren Gegenstände aufwändig gereinigt und repariert werden.

Abbrucharbeiten: Bauteile sortieren und entsorgen, wiederverwerten oder wiederverwenden
Abbrucharbeiten: Bauteile sortieren und entsorgen, wiederverwerten oder wiederverwenden

Bauabfälle lagern

Wohin mit dem Müll, das ist die erste Frage bei planmäßigem Rückbau und Entkernung. Definierte Feststoffe wie Holzbalken oder Platten können an einem trockenen Ort gelagert und gesammelt entsorgt werden. Schutt oder andere Stoffe mit Kleinpartikeln sollten nicht direkt auf dem offenen Boden gelagert werden. Zum einen ist es von dort aus schwierig, das Material komplett aufzunehmen und den Sammelort zu reinigen, zum anderen kann die Erde durch ausdünstende Stoffe oder durch feine Festpartikel verunreinigt werden. Besonders achtsam sind Farben, Lacke und anderer Sondermüll zu lagern. Ideal ist, wenn diese Abfälle direkt in einen Sammelbehälter wie zum Beispiel einen Container oder einen Anhänger entsorgt werden.

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Bauabfälle entsorgen – Sammelbehälter und Entsorgungsstellen

Bauschuttcontainer © fefufoto, fotolia.com
Bauschuttcontainer © fefufoto, fotolia.com

Für die fachgerechte Entsorgung von Abfällen aus dem planmäßigen Rückbau müssen die entsprechenden Behälter bereitstehen. Für große Müll- und Schuttmengen sind Container empfehlenswert. Ideal ist es, auch den Bauschutt möglichst sortenrein zu trennen, zum Beispiel in folgende Materialien:

  • Reiner Bauschutt, bestehend aus Mauerziegeln und Putzresten
  • Betonbruch und Estrich mit und ohne Eisen
  • Ytong/ Porenbeton
  • Gips/ Rigips
  • Ofen- und Schornsteinschutt
  • KMF Dämmung und Mineralwolle

Bauschuttcontainer und Abfallcontainer sind in verschiedenen Größen von drei bis zehn Kubikmeter Fassungsvermögen erhältlich, Ansprechpartner für die Bestellung sind die Entsorgungsunternehmen der Region. Diese stellen den entsprechenden Container auf Anfrage bereit und holen ihn nach Absprache wieder ab. Die Preise richten sich nach Containergröße und Abfallmenge und gelten in der Regel inklusive Anfahrt und Abholung. Zum Vergleich sollten mehrere Angebote eingeholt werden. Steht der Container an der Straße, dann muss beim Ordnungsamt oder auch Tiefbauamt eine Stellgenehmigung beantragt werden. Das Entsorgungsunternehmen kümmert sich häufig gegen Aufpreis um die Antragstellung.

Tipp: Kleinere Müllmengen und Sondermüll fallen kostenmäßig oft weniger ins Gewicht, wenn sie der Bauherr selbst auf den Baustoff- oder Wertstoffhof bringt. Beim Transport auf dem Pkw-Anhänger ist auf eine gute Ladesicherung zu achten.
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